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Nastija90

Anfänger

  • »Nastija90« ist weiblich
  • »Nastija90« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 13. November 2017, 10:05

Mietnomade..

Hallo ihr Lieben,

ich habe mir mit meinem Mann ein haus zusammen gekauft. Es ist ein Mehrfamilienhaus. Wir wohnen selbst mit drin und vermieten die obere Etage an eine ältere Dame. Die erste Zeit war alles gut gewesen. Miete pünktlich, hat immer lieb gegrüßt und hat keinen Anschein erweckt das sie so wird. Inzwischen ist sie nicht mehr anzutreffen, die letzten 2 Monate Miete fehlen. Wir haben um ein paar "Ecken" gehört sie soll Ihren Job verloren haben und damals schon einmal ein Alkoholproblem gehabt haben. Für uns geht es demnächst zum Anwalt, sollten wir sie nicht antreffen. Wir haben sie bei der Polizei auch als vermisst gemeldet, weil ihr ja auch irgendwas zugestoßen sein kann. Habt ihr noch einen Rat? Oder hattet ihr mal damit zu tun? Hätte sonst gerne den Weg zum Anwalt gemieden, da sie eigentlich wirklich eine liebe Frau ist..

  • »andreas7z« ist männlich

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2

Montag, 13. November 2017, 11:02

Hallo Nastija,

Wenn zwei Monatsmieten nicht beglichen sind, kann der Vermieter das Mietverhältnis fristlos kündigen und einen Räumungsbeschluss vor Gericht erwirken.

Für den Vermieter wird das erstmal teuer, er muss die Anwaltskosten und Gerichtskosten vorher bezahlen. Ob man die Kosten vom Mieter eintreiben kann ist fraglich wenn bei diesem nichts zu holen ist. Für 50 EUR gibt es bei Mitgliedern im Verein Haus und Grund einen Vermieterrechtsschutz.
Den sollte man unbedingt abschließen, man sichert so dass Prozessrisiko ab.

Jetzt zügig klagen!! Je länger man wartet umso größer werden die Mietrückstände.
Eine zügig durchgeführte Zwangsräumung der Wohnung ist wichtig, um den Mietausfallsschaden so gering wie möglich zu halten.
Die Zeit arbeitet gegen den Vermieter. Mietnomaden haben die tollsten Ausreden und Versprechungen um Zeit zu schinden.
Meistens sind die Mietnomaden bankrott und es ist nichts zu holen.
Hier muss man entschlossen Handeln.

Gruß Andreas

Beiträge: 610

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3

Montag, 13. November 2017, 11:14

Da stimme ich Anreas völlig bei.

fuefu

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Beiträge: 16

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4

Montag, 13. November 2017, 12:04

Kann mich Andreas auch nur anschließen! So schnell wie möglich klagen, egal was für eine Person sie ist. Ansonsten kannst du dich auch hiermit belesen. https://www.fristlosekuendigung.com/miet…k_herunterladen Bekommt man auf jeden Fall n sicheres Gefühl und stehst mehr in der Materie, aber Anwalt in der Situation unabdingbar..

bmw micha

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5

Montag, 13. November 2017, 13:59

Vieleich ist sie grade in Frankreich und macht nen FS
Scherz :sw68:

  • »andreas7z« ist männlich

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6

Montag, 13. November 2017, 15:55

Wenn man als Vermieter Wohnraum vermietet, gilt eine eiserne Grundregel um nicht von Mietnomaden betrogen zu werden:

Der Mietvertrag wird nur in Verbindung mit einer Schufa Auskunft abgeschlossen.
Damit wird vorab die Bonität des potenziellen Mieters überprüft.

Der Schlüssel in Verbindung mit Übergabe der Mietsache wird nur übergeben, wenn die Mietkaution (drei Monatsmieten) plus die aktuelle Monatsmiete eingegangen ist.

Aus meiner Erfahrung ist man beim Einschalten eines Maklers besser abgesichert. Mietnomaden reagieren meistens auf private Kleinanzeigen.
Die wissen, dass sie es dann direkt mit dem Vermieter zutuen haben, der nicht so erfahren wie ein Profi ist.
Jeder Makler prüft die Bonität des Mietinteressenten. Das ist bei einem Makler zwingend.
Die sind immer einer Auskunftei angeschlossen und holen regelmäßig solche Bonitätsauskünfte ein.

Damit hat man maximal vorgesorgt um nicht auf einen langjährigen Mietnomaden heinzufallen.

Gruß Andreas

  • »antiktrader« ist männlich

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7

Montag, 13. November 2017, 17:46

Tja - aber leider gibts auch Mietnomanden mit positiver Schufa Auskunft - bin da selber schon einmal reingefallen und kann daher nur raten an öffentliche Institutionen, große Firmen oder vergleichbare Mieter zu vermieten.

Bin mit dem Landratsamt eigentlich sehr zufrieden - wenn auch Schäden erst nach knapp 140 Tagen bezahlt werden... Aber dafür ist die Mietzahlung SEHR sicher, es gibt einen Ansprechpartner vor Ort und die Mieter werden bei Bedarf sehr fix verlegt.

Beim aktuellen Fall rate ich ganz dringend zur Hinzuziehung eines auf Mietsachen spezialisierten Anwaltes - und dann mit dem nötigen Druck gegen die Person vorgehen.
„Irgendwann werden alle erkennen, dass wir es nur miteinander schaffen können, mit Menschenliebe und Humor. Weil der Humor nämlich das ist, was uns grundlegend von Terroristen und Fanatikern unterscheidet.“

@Mama Bavaria Nockherberg 2016 (Luise Kinseher)

Dome

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8

Montag, 13. November 2017, 21:06

Da hätte eine Mietnomadenversicherung für paar Euro geholfen. Jetzt kann nur noch der RA und gute Nerven helfen.

bernhardj

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9

Dienstag, 14. November 2017, 06:22

Rat vom Anwalt bekommen!

Moin! Wir hatten auch solche Fälle. Nach ordentlicher Kündigung. wurde in die betroffenen Wohnungen tatsächlich eingebrochen......Mobiliar wurde von den Einbrechern auf die Straße gestellt.....Schloß musste daraufhin ausgetauscht werden. Ich hatte Alibi! War damals in polen zur fs prüfung!!!!
Alternativ geht auch der Gang zu Gericht wenn du 6000 e über hast. Viel Erfolg trotzdem :Polenfan:

  • »andreas7z« ist männlich

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10

Dienstag, 14. November 2017, 08:31

Ziel eines jeden Vermieters muss es sein den Schaden durch einen Mietnomaden so gering wie möglich zuhalten.
Solche faulen Mieter erzählen die tollsten mitleiderregenden Storrys, nur mit dem Ziel Zeit zu schinden.
Der Mietnomade muss so schnell wie möglich Zwangsgeräumt werden. Nur so kann der Vermieter den Schaden minimieren.
Die Kosten für den Eigentümer und Vermieter für den Wohnraum laufen ja weiter.
Auch die Banken wollen vom Eigentümer die Kredittilgung pünktlich bezahlt haben. Auch die Nebenkosten muss dann der Vermieter zahlen mit der Hoffnung diese beim Mietnomaden eintreiben zu können. Das ist aber vielfach hoffnungslos.

Die ausstehenden Mietforderungen plus Nebenkosten müssen konsequent beigetrieben werden.
Sobald der Gerichtsvollzieher vollstrecken will muss der Gläubiger die eidestattliche Versicherung ablegen.
Dann ist die Schufaauskunft negativ und nachfolgende Vermieter werden gewarnt.
Die Drohung mit einer negativen Schufa ist das letzte und wirkungsvollste Druckmittel des Vermieters.
Man kann nur einmal als Mitnomade anfangen mit positiver Schufa. Danach, wenn der Vermieter entschlossen handelt, ist die Schufa negativ.

Ein Mietnomade kann für den Vermieter existenzbedrohend sein.
Ein Jahr keine Miete plus Nebenkosten und eine verwüstete Wohnung sind ein Alptraum.

bernhardj

Anfänger

Beiträge: 42

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11

Dienstag, 14. November 2017, 10:44

Ziel eines jeden Vermieters muss es sein den Schaden durch einen Mietnomaden so gering wie möglich zuhalten.
Solche faulen Mieter erzählen die tollsten mitleiderregenden Storrys, nur mit dem Ziel Zeit zu schinden.
Der Mietnomade muss so schnell wie möglich Zwangsgeräumt werden. Nur so kann der Vermieter den Schaden minimieren.
Die Kosten für den Eigentümer und Vermieter für den Wohnraum laufen ja weiter.
Auch die Banken wollen vom Eigentümer die Kredittilgung pünktlich bezahlt haben. Auch die Nebenkosten muss dann der Vermieter zahlen mit der Hoffnung diese beim Mietnomaden eintreiben zu können. Das ist aber vielfach hoffnungslos.

Die ausstehenden Mietforderungen plus Nebenkosten müssen konsequent beigetrieben werden.
Sobald der Gerichtsvollzieher vollstrecken will muss der Gläubiger die eidestattliche Versicherung ablegen.
Dann ist die Schufaauskunft negativ und nachfolgende Vermieter werden gewarnt.
Die Drohung mit einer negativen Schufa ist das letzte und wirkungsvollste Druckmittel des Vermieters.
Man kann nur einmal als Mitnomade anfangen mit positiver Schufa. Danach, wenn der Vermieter entschlossen handelt, ist die Schufa negativ.

Ein Mietnomade kann für den Vermieter existenzbedrohend sein.
Ein Jahr keine Miete plus Nebenkosten und eine verwüstete Wohnung sind ein Alptraum.
Deswegen der tip von unserem ra. Funktioniert und nicht zu viel Geld für ein ruhiges leben ausgeben. Schnell einbrechen ....Gut ist. :Polenfan: