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Freitag, 23. Juni 2017, 09:02

Pedelec und fehlender Führerschein

Guten Morgen,

ich möchte im Urlaub ein paar Tage mit Kumpels in der Sächsischen Schweiz zum Biken gehen. Und dort dann auch zum ersten Mal ein Pedelec fahren - das Bike vom Kumpel ist die starke Version mit Unterstützung bis zu 45km/h.

Gesetzt den Fall wir werden kontrolliert - welche Strafe kann mir da drohen ? Oder ist es einfach besser solche Testfahrten nur in der Tschechei durchzuführen ?

Sein Bike hat ein Kennzeichen (Mofaschild), verfügt über eine allgemeine Betriebserlaubnis und ist in den Bereich der S-Pedelecs einzuordnen.

Neue Punkte und Strafen in Deutschland würden ja wieder zu Punkten in Flensburg und Strafgeldern führen....
„Irgendwann werden alle erkennen, dass wir es nur miteinander schaffen können, mit Menschenliebe und Humor. Weil der Humor nämlich das ist, was uns grundlegend von Terroristen und Fanatikern unterscheidet.“

@Mama Bavaria Nockherberg 2016 (Luise Kinseher)

falo

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2

Freitag, 23. Juni 2017, 09:22

Ich fürchte die Antwort wird euch nicht gefalllen aber E-Bikes/Pedelec mit bis zu 45Kmh gelten NICHT mehr als Fahrad oder Mofa sondern sind ein Kleinkraftrad = Motorrad.

Die berühmte Mofa-Prüfbescheinigung reicht NICHT aus.
Dementsprechent ist minimal die Führerschein AM nötig die ist zumindest in den deutschen Klasse B enthalten (irgentwo hatte ich hier mal gelesen das der in der Polnischen Klasse B nicht enthalten ist).

Dementsprechent halt auch die Regelungen wie beim Motorrad:
- Helmpflicht
- Versicherungspflicht
- keine Nutzung von Radwegen (auch nicht wenn 'Mofa' erlaubt sind dann wären die Pedelec bis 25Kmh erlaubt)
- keine Mitnahme von Kleinen Kindern auf Kindersitz/Anhänger erlaubt
- auch gelten die strengeren Alkoholgrenzen wie beim Auto
- Auch die Strafen bei FoFE sind halt die normalen Auto/Motorrad und dementsprechent Straftaten und nicht eine 20€ Ordnungswidirgkeit als wenn man ein 25km/h E-Bike ohne Mofaprüfbescheinigung fährt.

  • »andreas7z« ist männlich

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3

Freitag, 23. Juni 2017, 09:32

Hallo trader,

die S-Pedelecs sind meistens als Leichtmofa zugelassen.
Die S-Pedelecs haben dann einen Schalter mit dem man maximal Tempo 20km/h ohne Mittreten fahren kann.
Bei Mitttreten erfolgt eine Unterstützung bis 45km/h plus 10% Toleranz. Die Motorleistung (Nenndauerleistung) darf 500 Watt nicht überschreiten.
Man benötigt keine Fahrerlaubnis, dann aber eine Mofa Prüfbescheinigung wenn man nicht vor 1965 geboren ist.

Diese Radels werden gerne im Tarnmodus gefahren. Die Kennzeichenhalter brechen gerne ab und dann verschwindet das Versicherungskennzeichen in der Satteltasche.
Man hat jetzt für den Notfall immer noch einen Versicherungsschutz (Kosten bei der HUK 40 EUR pro Jahr) fällt aber im Straßenverkehr nicht auf.
Im Tarnmodus kann man problemlos auch durch den Wald fahren und im Notfall die Promillegrenze kleiner 1,6 Promille nutzen.
Auch rote Ampeln sind im Tarnmodus erheblich billiger und es gibt kein Fahrverbot. :lach: :lach: :lach:

Nachtrag wegen Beitrag von Falo:
Unbedingt prüfen ob die Zulassung als Leichtmofa vorliegt. Diese müsste bei S-Pedelecs normal und üblich sein.
Wenn man normale Fahrradteile beim S-Pedelec verwendet, dann ist eine Zulassung als Kleinkraftrad nicht möglich.
Mein S-Pedelec verwendet normale Fahrradteile (Felgenbremsen; Kettenschaltung; Tretlager und Räder mit Fahrradreifen) und ist explizit als Leichtmofa zugelassen.
So ein Radel-Kraftfahrzeug kann man nicht als Kleinkraftrad zulassen!!!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »andreas7z« (23. Juni 2017, 09:39)


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Freitag, 23. Juni 2017, 09:47

Oha,

dann vermeide ich lieber jegliche Fahrten mit dem Teil in Deutschland - ist ja eine verzwickte Sachlage bei den Pedelecs. Der Kumpel fährt mit dem Teil jeden Tag zur Arbeit und hat aus irgendwelchen Gründen das Kennzeichen am abgebrochenen Halter im Rucksack drin. Er hat allerdings alle Führerscheine, darf sogar einen Leopard Panzer fahren. Und da gibts bei Kontrollen höchstens eine Ermahnung er solle doch bitteschön den Kennzeichenhalter besser anbringen.

Ich bin deutlich nach 1965 geboren - und hatte noch niemals eine Mofa Prüfbescheinigung.

Wie das Pedelec zugelassen ist - muss ich erst fragen.
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Freitag, 23. Juni 2017, 10:23

Das Risiko mit einem S-Pedelec im Tarnmodus ohne Mofa Prüfbescheinigung erwischt zu werden ist gering und überschaubar.

Das Fahren eines Mofas ohne entsprecehnde Prüfbescheinigung ist eine einfache Owi ohne Punkte in Flensburg.
Das abgebrochene Versicherungskennzeichen in der Satteltasche ist auch nur eine einfache Owi im Bußgeldbereich von 10 bis 40 EUR.
Wichtig: Es muss aber unbedingt ein Versicherungsschutz vorliegen.
Sonst wäre es eine richtige Straftat. Ich habe kein Verständnis wenn man ein teures S-Pedelec ohne Versicherungsschutz (40 EUR pro Jahr bei der HUK) fährt.
Tausende Euro für ein S-Pedelec ausgeben und dann 40 EUR bei der Versicherung sparen. :sw68: :sw68:

Ich fahre jetzt mit meinem S-Pedlec seit 5 Jahren und 19.000km ohne irgendwelche Probleme mit der Rennleitung.
Man fährt auch vernünftig .

Nachtrag für antiktrader:

Zitat heutiger Beitrag:
Ich bin deutlich nach 1965 geboren - und hatte noch niemals eine Mofa Prüfbescheinigung.

Lese mal Deinen alten Beitrag:
http://www.eu-fuehrerschein-forum.de/nationaler-fuehrerschein/allgemein-fuehrerschein/9696-s-pedelc-welcher-fuehrerschein-ist-noetig/index2.html
dort schreibst Du; Zitat:
Die Mofaprüfbescheinigung habe ich nun in der Tasche - aber laut dem Fahrschulmenschen brauche ich für ein starkes Pedelec (S-Pedelec bis 45km/h) die Klasse AM.
:sd21: :sd21: :sd21:
Leidest Du unter Gedächtnisschwund????? :ka: :ka: :lach: :lach: :bumm:

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »andreas7z« (25. Juni 2017, 17:43)


falo

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Freitag, 23. Juni 2017, 10:59

Nachtrag wegen Beitrag von Falo:
Unbedingt prüfen ob die Zulassung als Leichtmofa vorliegt. Diese müsste bei S-Pedelecs normal und üblich sein.
Wenn man normale Fahrradteile beim S-Pedelec verwendet, dann ist eine Zulassung als Kleinkraftrad nicht möglich.
Mein S-Pedelec verwendet normale Fahrradteile (Felgenbremsen; Kettenschaltung; Tretlager und Räder mit Fahrradreifen) und ist explizit als Leichtmofa zugelassen.
So ein Radel-Kraftfahrzeug kann man nicht als Kleinkraftrad zulassen!!!!

Dann verlink du mir mal bitte was für ein Teil du hast weil ich glaube dir da mal kein Wort wenn ich ehrlich bin.

Mir ist kein S-Pedelec oder E-Bike bekannt das offiziell als Leichtmofa zugelassen ist und MEHR als 25 Km/h fahren DARF.
Dementsprechend braucht man für die Teile halt die Klasse AM oder höher.

Auch dürfen Mofas halt auch nicht schneller als 25Kmh fahren.

Das viele angebliche 25Km/h Pedelec's aufgedreht werden und da dann mehr als 25Km/h fahren ist mir schon bekannt.

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Freitag, 23. Juni 2017, 11:06

Hallo Falo,
natürlich darf ein S-Pedelec nicht mit einem Gasgriff 45km/h fahren.
Nur durch Mittreten plus Motorunterstützung (max 500 Watt Nenndauerleistung) darf eine Geschwindigkeit von 45km/h erreicht werden.

falo

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Freitag, 23. Juni 2017, 11:51

Nur durch Mittreten plus Motorunterstützung (max 500 Watt Nenndauerleistung) darf eine Geschwindigkeit von 45km/h erreicht werden.

Das hat jetzt führerscheinklassen technisch nichts damit zu tun ob die 45Km/H durch mittreten oder alleine erreicht wird.

Sobald der Motor bei mehr als 25Km/h noch mitwirkt ist das ganze ein Leichtkraftrad und benötigt Klasse AM.
Wenn er ab 25Kmh stopt (bauartbedingt, also nicht übersteuerbar) ist eine Mofazulassung theoretisch möglich ODER wenn es nur unterstürzend fährt (+ Anfahrhilfe bis 6Kmh) zählt es als normales Fahrrad.



Google einfach mal 'Pedelec Führerschein' da wirst du sehen das immer wenn mehr als 25Kmh möglich sind reicht keine Mofa Prüfbescheinigung mehr.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »falo« (23. Juni 2017, 11:56)


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Samstag, 24. Juni 2017, 11:40

Hallo Falo,

hier hilft das Lesen in den Fahrzeugpapieren.
Entscheident ist die Zulassung als Leichtmofa, Mofa oder Leichtkraftrad, was explizit in den Papieren steht.
Danach richtet sich ob das Kraftfahrzeug fahrerlaubnispflichtig ist.

Mein S-Pedelec ist explizit als Leichtmofa zugelassen und kann somit ohne Fahrerlaubnis gefahren werden.


Alter Spruch: Wer lesen kann ist in Vorteil. :momo: :momo:

falo

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Samstag, 24. Juni 2017, 12:23

Nur weil du es mehrfach das selbe (in meinen Augen falsche) schreibst hilft uns das nicht weiter.

Ich warte immer noch auf die Verlinkung eines S-Pedelec/E-Bike mit mehr als 25km/h das NICHT als Kleinkraftrad sondern wirklich wie du es schreibst als Mofa zugelassen ist.

Wir können uns ja auch gerne mal den §4 und §5 der FEV anschauen wo drinsteht für welche Fahrzeuge man KEINE Fahrerlaubnis braucht:

Zitat

§ 4 Erlaubnispflicht und Ausweispflicht für das Führen von Kraftfahrzeugen
(1) Wer auf öffentlichen Straßen ein Kraftfahrzeug führt, bedarf der Fahrerlaubnis. Ausgenommen sind

1.
einspurige Fahrräder mit Hilfsmotor – auch ohne Tretkurbeln –, wenn ihre Bauart Gewähr dafür bietet, dass die Höchstgeschwindigkeit auf ebener Bahn nicht mehr als 25 km/h beträgt (Mofas); besondere Sitze für die Mitnahme von Kindern unter sieben Jahren dürfen jedoch angebracht sein,
1a.
Mobilitätshilfen im Sinne des § 1 Absatz 1 der Mobilitätshilfenverordnung,
1b.
zweirädrige Kraftfahrzeuge der Klasse L1e-B und dreirädrige Kraftfahrzeuge der Klassen L2e-P und L2e-U nach Artikel 4 Absatz 2 Buchstabe a und b der Verordnung (EU) Nr. 168/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Januar 2013 über die Genehmigung und Marktüberwachung von zwei- oder dreirädrigen und vierrädrigen Fahrzeugen (ABl. L 60 vom 2.3.2013, S. 52), wenn ihre Bauart Gewähr dafür bietet, dass die Höchstgeschwindigkeit auf ebener Bahn auf höchstens 25 km/h beschränkt ist,
2.
motorisierte Krankenfahrstühle (einsitzige, nach der Bauart zum Gebrauch durch körperlich behinderte Personen bestimmte Kraftfahrzeuge mit Elektroantrieb, einer Leermasse von nicht mehr als 300 kg einschließlich Batterien jedoch ohne Fahrer, einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 500 kg, einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 15 km/h und einer Breite über alles von maximal 110 cm),
3.
Zugmaschinen, die nach ihrer Bauart für die Verwendung land- oder forstwirtschaftlicher Zwecke bestimmt sind, selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Stapler und andere Flurförderzeuge jeweils mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 6 km/h sowie einachsige Zug- und Arbeitsmaschinen, die von Fußgängern an Holmen geführt werden.

(2) Die Fahrerlaubnis ist durch eine gültige amtliche Bescheinigung (Führerschein) nachzuweisen. Der Führerschein ist beim Führen von Kraftfahrzeugen mitzuführen und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen. Der Internationale Führerschein oder der nationale ausländische Führerschein und eine mit diesem nach § 29 Absatz 2 Satz 2 verbundene Übersetzung ist mitzuführen und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen.
(3) Abweichend von Absatz 2 Satz 1 kann die Fahrerlaubnis auch durch eine andere Bescheinigung als den Führerschein nachgewiesen werden, soweit dies ausdrücklich bestimmt oder zugelassen ist. Absatz 2 Satz 2 gilt für eine Bescheinigung im Sinne des Satzes 1 entsprechend.

§ 5 Sonderbestimmungen für das Führen von Mofas und geschwindigkeitsbeschränkten Kraftfahrzeugen
(1) Wer auf öffentlichen Straßen ein Mofa (§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1) oder ein Kraftfahrzeug, das den Bestimmungen des § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1b entspricht, führt, muss in einer Prüfung nachgewiesen haben, dass er

1.
ausreichende Kenntnisse der für das Führen eines Kraftfahrzeugs maßgebenden gesetzlichen Vorschriften hat und
2.
mit den Gefahren des Straßenverkehrs und den zu ihrer Abwehr erforderlichen Verhaltensweisen vertraut ist.

Die Prüfung muss nicht ablegen, wer eine Fahrerlaubnis nach § 4 oder eine zum Führen von Kraftfahrzeugen im Inland berechtigende ausländische Erlaubnis besitzt. Die zuständige oberste Landesbehörde oder die von ihr bestimmte oder nach Landesrecht zuständige Stelle bestimmt die prüfende Stelle.
(2) Der Bewerber wird zur Prüfung zugelassen, wenn er von einem zur Ausbildung berechtigten Fahrlehrer entsprechend den Mindestanforderungen der Anlage 1 ausgebildet worden ist und hierüber der prüfenden Stelle eine Bescheinigung nach dem Muster in Anlage 2 vorlegt. Ein Fahrlehrer ist zu der Ausbildung berechtigt, wenn er die Fahrlehrerlaubnis der Klasse A besitzt. § 1 Absatz 4 Satz 1 des Fahrlehrergesetzes gilt entsprechend. Der Fahrlehrer darf die Ausbildungsbescheinigung nur ausstellen, wenn er eine Ausbildung durchgeführt hat, die den Mindestanforderungen der Anlage 1 entspricht.
(3) Die zuständige oberste Landesbehörde oder die von ihr bestimmte oder nach Landesrecht zuständige Stelle kann als Träger der Ausbildung im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 öffentliche Schulen oder private Ersatzschulen anerkennen. In diesem Fall hat der Bewerber der prüfenden Stelle eine Ausbildungsbescheinigung einer nach Satz 1 anerkannten Schule vorzulegen, aus der hervorgeht, dass er an einem anerkannten Ausbildungskurs in der Schule teilgenommen hat.
(4) Die prüfende Stelle hat über die bestandene Prüfung eine Prüfbescheinigung zum Führen von Mofas und zwei- und dreirädriger Kraftfahrzeuge bis 25 km/h nach Anlage 2 auszufertigen. Die Bescheinigung ist beim Führen eines Mofas nach § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 oder eines Kraftfahrzeugs nach § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1b mitzuführen und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen. Für die Inhaber einer Fahrerlaubnis gilt § 4 Absatz 2 Satz 2 entsprechend.
(5) Wer die Prüfung noch nicht abgelegt hat, darf ein Mofa nach § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 oder ein Kraftfahrzeug nach § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1b auf öffentlichen Straßen führen, wenn er von einem zur Ausbildung berechtigten Fahrlehrer beaufsichtigt wird; der Fahrlehrer gilt als Führer des Fahrzeugs.
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis


Und demnach braucht man für jedes Fahrzeug mit einer Bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 25km/h immer eine Fahrerlaubnis.

  • »andreas7z« ist männlich

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Samstag, 24. Juni 2017, 13:31

Hallo falo,

Link zum Victoria Hockenheim S-Pedelec:

http://www.elektrobike-online.com/pedele…7336.410636.htm

Das S-Pedelec habe ich über Jahre gefahren. Das Pedelec wurde definitiv als Leichtmofa zugelassen mit Datum um 2012.
Die Zulassung als Leichtmofa stand so in den Papieren (Urkunde)
Auch das S-Pedelec Stromer ST1 den ein Bekannter fährt ist als Leichtmofa zugelassen.

Wenn man sich ein S-Pedelec kauft, dann sollte man unbedingt in die Papiere (Betriebserlaubnis ist eine Urkunde) schauen, dass das Kraftfahrzeug als Leichtmofa zugelassen ist.

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12

Samstag, 24. Juni 2017, 13:58

Da liegt der Andreas daneben.

https://www.emotion-technologies.de/e-bi…en/rechtliches/

Definition Leichtmofa:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Leichtmofa

Man findet auch nirgends etwas anderslautendes.
E30 - was sonst?

falo

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13

Samstag, 24. Juni 2017, 17:01

Wenn man sich ein S-Pedelec kauft, dann sollte man unbedingt in die Papiere (Betriebserlaubnis ist eine Urkunde) schauen, dass das Kraftfahrzeug als Leichtmofa zugelassen ist.

Das funktioniert halt nicht weil es keine S-Pedelec (= >25km/h) gibt die als 'Mofa' laufen.

In der Bedienungsanleitungvon Victoria auf Seite 10 steht;

Zitat

Die Unterstützung von S-Pedelecs ist bis zu einer Geschwindigkeit
von 45 km/h wirksam.
Ein S-Pedelec ist im Sinne der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) ein Kleinkraftrad
der Klasse L1e und benötigt eine zulassungspflichtige Betriebserlaubnis des Herstellers.

Ein Führerschein der Klasse AM (EU-Führerschein, Mofa) und damit ein Mindestalter von 15 Jahren ist für das Führen
eines S-Pedelecs gesetzlich vorgeschrieben.

Also auch Victoria sagt das man Klasse AM benötigt...

Und auch 2012 war die Regelung schon so das alles was >25km/h fährt Führerscheinpflichtig ist.

Ich beweifele ja nicht das ihr geglaubt habt keine AM zu benötigen und auch das die Chance erwischt zu werden geringt ist vorallen wenn du wie du ja geschrieben hast im Tarnmodus unterwegs bist,
aber rechtlich ist die Sache halt sehr eindeutig.

  • »andreas7z« ist männlich

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14

Samstag, 24. Juni 2017, 17:44

Ich habe jetzt die Betriebserlaubnis; EG-Übereinstimmungsbescheinigung des S-Pedelecs Victoria Hockenheim vorliegen.
Hersteller ist Derby Cycle und das Datum ist 13.11.2009 !!!
Die Fahrzeugklasse ist L1e; also ein Kleinkraftrad.
Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 20km/h angegeben, was einem Leichtmofa entspricht.
Die Geschwindigkeit die bei mittreten mit Motorunterstützung erreicht werden kann, ist nicht angegeben.

In der verlinkten Bedinungsanleitung schreibt Derby Cycle Zitat:

Ein Führerschein der Klasse AM (EU-Führerschein, Mofa)
und damit ein Mindestalter von 15 Jahren ist für das Führen
eines S-Pedelecs gesetzlich vorgeschrieben.

Die Führerscheinklasse AM kann man aber erst mit 16 Jahren erwerben
Ein EU-Führerschein Mofa gibt es nicht. Damit ist die Mofaprüfbescheinigung gemeint !!
Die haben wohl alles durcheinandergewürfelt.

Der Hinweis:
Informieren Sie sich regelmäßig zu neuen Gesetzeslagen von S-Pedelecs

ist der Hammer, da blickt keiner richtig durch

falo

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15

Samstag, 24. Juni 2017, 18:48

Also doch nichts mit 'Leichtmofa' sondern ganz normal Kleinkraftrad und benötigt Klasse AM.

Ich finde in dem Bereich die Regelungen eingentlich sehr einfach und eindeutig:

-alles was schneller als 25 Km/h fahren kann braucht minimal eine Fahrerlaubnis AM und kommt nicht mehr mit der Mofa Prüfbescheinigung aus.

- die Mofa Prüfbescheinigung braucht man dann wenn man bis 25 Km/h fahren will und das auch ohne mittreten funktioniert also von alleine mitteles 'Gashebel' fährt.

- bis 25Km/h und nur unterstützend fährt zählt als Fahrrad. (hier ist auch eine Anfahrhilfe bis 6km/h möglich)

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Sonntag, 25. Juni 2017, 07:33

Hallo falo,

Wenn in der Betriebserlaubnis; EG-Übereinstimmungsbescheinigung des S-Pedelecs Victoria Hockenheim eine Höchstgeschwindigkeit von 20km/h eingetragen ist,
dann ist das S-Pedelec ein Leichtmofa und kann mit einer Mofaprüfbescheinigung gefahren werden.
Darüber braucht man nicht zu diskutieren!!!

Das "Fahrrad" S-Pedelc besteht aus Fahrradteilen und soetwas kann man nicht als Kleinkraftrad zulassen.
Ein Kleinkraftrad hat 50ccm Hubraum und eine Motorleistung von maximal 4kW. Da kann man keine Fahrradteile mehr verbauen, dafür bekommt man dann keine Zulassung.
Ein solches Kleinkraftrad hat ein Leergewicht von ca. 100kg mit zwei Personen können auch 250kg Gesammtgewicht erreicht werden.
Da kann man keine Räder und Reifen mehr vom Fahrrad verbauen. Ein Fahrwerk ohne Stoßdämpfer, wie beim Fahrrad üblich, wird auch nicht zugelassen.
Einfache Felgenbremsen wie bei Fahrrädern üblich, reichen bei 250kg Gewicht auch nicht mehr.
Ein Kleinkraftrad ist eine ganz andere Liga.

zap

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Sonntag, 25. Juni 2017, 08:07

Mit 25 km/h ists aber kein S-Pedelec sondern ein Pedelec :)

Das S-Pedelec Victoria Hockenheim unterstützt allerdings bis 45km/h und dafür braucht man halt AM.

Und wenn es bis 45 km/h unterstützt, dann ist das halt nun mal StVZO-Technisch ein Kleinkraftrad.

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Sonntag, 25. Juni 2017, 08:34

Wen interessiert überhaupt dieser PEDELEC Scheiss ?

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Sonntag, 25. Juni 2017, 08:56

Hallo Flo,

Das Thema S-Pedelec ist für viele, die den Führerschein verloren haben, von Interesse.
Für mich ist das S-Pedelc die ideale Alternative zum Auto.
Mit gemitteltem Tempo 30 bis 40 ist man im Umkreis von 20km mobil, was besonders auf dem Land ohne Fahrerlaubnis wichtig ist.

Mit Anhänger kann ich nochmals knapp 100kg transportieren. In den Anhänger passt eine Standard 90 Liter Kunststoffwanne.
Damit kann man locker drei Wasserkästen mit 55 kilo Gewicht transportieren.
Solange ich das S-Pedelec besitze habe ich keine Getränkekisten mehr mit dem Auto geholt.
Was habe ich schon alles mit dem Anhänger beim Einkaufen im Ort transportiert. :soist:

falo

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Sonntag, 25. Juni 2017, 08:58

Wen interessiert überhaupt dieser PEDELEC Scheiss ?

Dich als Werbe Sklave natürlich nicht, außer ein ganz bestimmter EU-FS Vermittler würde ins Pedelec geschäft einsteigen dann hättest du schon mindestens 5 Post hier rein geschrieben.

@Andreas
Das große Problem ist aber das für die die ihre FE verloren haben ist jede Fahrt mit einen S-Pedelec halt eine Straftat und es gibt auch Städte (wie z.B: hier in Münster) da werden die Fahrrad und Pedelec Fahrer sehr eng überwacht.
Das hat sogar zur Folge das in Münster sogar die roten Ampeln auch als Fahrradfaher befolgt werden weil man sonst öfters erwischt wird und die Beamten haben auch die Ahnung um S-Pedelec zu erkennen.