Beiträge von Wakabanga

    Hallo!

    Nachdem ich vor über 10 Jahren meine polnische EU-FE bekam, ist mir letztes Jahr wieder ein Malheur mit Alkohol passiert und die FE wurde nach PL zurück geschickt. In Deutschland habe ich eine NU auf dieses Dokument.

    Was wäre, wenn ich in ein anderes Land in der EU umsiedeln würde und meine polnische FE umschreiben lassen würde (wäre dann ein neues Dokument) und ich zB meine Eltern in Deutschland mit dem PKW besuchen will. Wäre die umgeschriebene FE rechtssicher oder würde ich mich strafbar machen?

    Wird schwierig mit dem neuen Lappen.

    Verzicht auf den PL ist quasi unmöglich.

    Die Polen ziehen ihn evtl. ein, wenn nicht, weil ja für PL nix vorliegt, schlecht.

    Wobei ich immer noch sage, Verzicht gegenüber der deutschen FEB funktioniert.

    Aber hin wie her, an der MPU führt kein Weg vorbei.

    Du meinst mit "Verzicht gegenüber der deutschen FEB funktioniert", ich sollte den Antrag auf Neuerteilung stellen. Oki-Doki, wird dann so gemacht.

    Kann ich aber erst machen, wenn ich die PL-FE oder das Dokument (das die FE in der Behörde in PL ist) in den Händen habe.

    Nochmal meine ursprüngliche Frage: Kann ich einen Anwalt beauftragen, die FE oder das Dokument zu beschaffen oder muss ich zwingend selbst vor Ort antreten?

    Falls ich selbst hin muss, brauche ich einen Helfer mit polnischer Behördenkenntnis.

    Ich bitte um Ratschläge.

    Hallo erstmal,


    meine polnische EU-Fahrerlaubnis wurde nach einer Trunkenheitsfahrt eingezogen und zurück nach PL geschickt.

    Jetzt bin ich ca. 4 Monate vor Ablauf der Sperrfrist und die FSS hat mir geschrieben, was ich einzureichen habe, wenn

    ich den Antrag auf "Neuerteilung der Fahrerlaubnis" bzw. "Zuerkennung des Rechts zum Gebrauch der ausländischen

    Fahrerlaubnis" in der FSS abgebe. Ich plane die "Zuerkennung des Rechts zum Gebrauch...." zu beantragen.


    Unter anderem muss ich den "Ausländischen Führerschein" oder eine "Karteikartenabschrift der ausländischen Führerscheinbehörde

    mit Angabe, das der Führerschein noch in amtlicher Verwahrung ist" einreichen.

    Das stellt mich vor Probleme, da ich keine Ahnung habe, ob das Amt in PL (wg. Corona) überhaupt geöffnet hat.

    Wenn ja, wie ich nach dort käme, und ich sowieso schlechte Laune bekomme, wenn ich an Ämter denke.

    Kurz gesagt: Ich möchte am liebsten nicht nach Polen um den FS abzuholen.

    Meine Frage an das Forum: Kann ich einen Anwalt beauftragen, den FS in meinem Namen bei der Behörde in PL abzuholen

    (Diese Variante wäre mir am liebsten) oder muss ich zwingend persönlich da erscheinen?

    Falls ich persönlich erscheinen muss, kennt jemand von Euch einen Guide der mit mir auf´s Amt in PL geht und mich bei

    der Sache unterstützen kann?


    Ich bedanke mich bei Euch für Hilfe/Tipps bei diesem Dilemma.




    Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung, dir muss ja eine dicke Last von den Schultern gewichen sein.

    Ich finde, das du es richtig gemacht hast mit deinen Ängsten und Bedenken dir hier im Forum Hilfe zu holen. Wenn man sich traut, ein Problem zu teilen, gibt es immer gute Tipps und Fürsprache.


    Viel Freude bei deiner neugewonnenen Mobilität für dich :spitze:

    Die FE-Akte wird an das MPI übersandt. Natürlich wird im Rahmen des Antragverfahrens auch ein aktueller FAER-Auszug eingeholt. Kennt man den Inhalt dieser beiden Unterlagen weiß man, was der Psychologe weiß.

    Was ist denn das MPI, bedeutet das Medizinisch Psychologisches Institut, also meine MPU-Stelle (TÜV)?


    Den FAER-Auszug werde ich dann mal beantragen und morgen gehts zur FEB wg. der FE-Akte. Danke für die Auskunft, RA XDiver.

    Hallo ihr Lieben,


    mich beschäftigt die Frage, welche Daten über mich bez. FE, alte Vegehen im Strassenverkehr, Sperrfristen usw. bei welchen Behörden/Ämtern im Schrank sind und wen ich zwecks Einsicht/Auskunft kontaktieren muss.

    Der Hintergrund der Frage ist eine bevorstehende MPU (in ca. einem Jahr) und mich interessiert, was der Gutachter dann alles über mich an Datensätzen vorliegen haben wird.


    Mir fällt ein:


    1. Antrag Auskunft Fahrerlaubnisregister ZFER


    2. Antrag Auskunft Zentrales Fahreignungsregister FAER


    3. Die FEB bei mir in der Stadt, Akteneinsicht fordern



    Fällt euch noch eine Stelle ein bzw. sollte ich nur bei der FEB bei mir in der Stadt nachfragen?

    Ist es sinnvoll, das ich jetzt Akteneinsicht wünsche (mein Strafbefehl ist noch nicht bei mir, soll ich den zuerst abwarten damit sämtliche Daten aktuell sind)?


    Wer´s noch nicht kennt, Das "Warum" für die MPU habe ich hier thematisiert:
    EU-Führerschein nach Verkehrsunfall unter Alkohol beschlagnahmt

    Ich bin ganz deiner Meinung, ohne.

    Ich glaube, das manch einer trinkt bis zur zulässigen Promillegrenze und mit der Zeit "macht man sich selbst die Grenzen auf" und fährt dann u.U. beschwipst oder schlimmer Auto.

    Selbst wenn jemand bis zur zulässigen Promillegrenze trinkt und bei einer allgemeinen Kontrolle weiterfahren darf, aber darauf hin einen Unfall baut (schlimmstenfalls noch Personenschaden) - Dann ist die Kacke aber am dampfen.


    Alkohol 0.00, THC 0.00, klare Linie.

    Ich danke dir für die Antwort, HolyMen.


    Nehmen wir mal an, das meine Sperrfrist 12 Monate lang sein wird. Nach 9 Monaten wollte ich die FE neu beantragen oder die NU streichen zu lassen beantragen, also mit der FEB in Kontakt treten. Die würde mir dann sagen, das ich eine MPU benötige, dort würde ich mich dann melden und mir würde der Zeitraum über die nachgewiesene Abstinenz gesagt werden. So hatte ich mir das gedacht.

    Der Fehler in dem Plan ist aber, das ich dann relativ spät mit der MPU-Stelle Kontakt hätte.

    Um den geforderten Abstinenz-Zeitrahmen herauszufinden müsste ich schon eher die MPU-Stelle anschreiben.
    .....

    Habe grade gemerkt, das ich mich im Moment in Planerei und Gedanken machen verliere.

    Ich versuche Montag den Abstinenznachweis-Kram zu managen den ich für ein Jahr laufen lassen möchte.

    In dieser Woche werde ich die MPU-Vorbereitung bei einem Psychologen anleiern und demnächst kommst bestimmt der Strafbefehl.

    Und dann geht´s weiter.

    Wie schon geschrieben, möchte ich mich Montag beim Gesundheitsamt um den Start des Abstinenznachweises bemühen.
    Wird es eigentlich definiert, wie ich meinen Abstinenznachweis (Haare oder Urin) zu erbringen habe oder ist das meine freie Entscheidung?

    Könnte ich u.U. mit "Nichts" dastehen, wenn ich mich für "Urin" entscheide, die FEB allerdings "Haare" fordert?



    Ein noch:

    Ich glaube, hier im Forum (oder wo anders) gelesen zu haben, das bei der Beschlagnahme des FS von der Polizei, wenn man gegen die Beschlagnahme ausdrücklich Widerspruch erhoben hat (Ankreuzfeld mit "Ja"), ein Richter oder Staatsanwalt binnen drei Tagen etwas unternehmen muss. Ich habe ausdrücklich Widerspruch erhoben.

    Die Beschlagnahme war laut dem Blatt von der Polizei für mich am 29.06.2019. Heute ist der 05.07.2019, somit sind fünf Werktage vorbei und ich habe noch nichts bekommen. Könnte das für mich von Vorteil sein wegen "Frist überzogen"?

    RA XDiver Danke für die Auskunft. Falls ich alles richtig verstanden habe, gibt es scheinbar gar keine andere Möglichkeit außer MPU mit nachfolgenden Umschreiben des polnischen FS in einen deutschen FS.


    Wie wäre es, wenn ich Montag zum Gesundheitsamt gänge und höflich nach einem Abstinenznachweis frage und bestenfalls dort in Auftrag gebe (Haare oder Urin)? Dort kann man mir bestimmt auch die Frage beantworten, ob sich verdunstender Spiritus (von der Arbeit) als Alkoholabbauprodukt ausschließen lässt ( ohne Ich habe deine Antwort gelesen). Wenn ich dann später in 9-10 Monaten die MPU mache (falls meine Sperrfrist 12 Monate beträgt), hätte ich schon Pluspunke weil ich ja dann schon den Nachweis über einen abstinenten Zeitraum habe. Falls ich die MPU nicht schaffe, würde ich dann den Nachweis für den Abstinenten Zeitraum so lange fortführen, bis die MPU bestanden ist und ich meinen deutschen Führerschein bekomme.


    Falls ihr irgendwelche Fehler in meinem Gedankenkonstrukt findet - Helft mir bitte, ich brauche eine klare Linie wie es weitergehen soll.

    Hallo erstmal,


    ja, es wurde hier schon alles geschrieben, was der RA oben beantwortet hat.


    Das Ding ist, das ich mir vor einer MPU in die Hose mache. Vor allem wegen meinen Vorgeschichten. Hinzu kommt noch, das ich den medizinischen Teil u.U. nicht bestehen kann. Auf meiner Arbeit wird sehr viel mit Spiritus (zum entfetten) hantiert. Ich habe Bedenken, das ich den Dreck unweigerlich einatme und das das dann bei einer Haar- oder Urinanalyse als Alkoholabbauprodukte gewertet werden würde.


    Danke an falo für deinen Text mit den derzeitigen Problemen beim FS-Tourismus. Dessen war ich mir kaum bewusst. Muss aber auch zugeben, das ich in dem Bezug absolut nicht mehr up-to-date bin.

    Wie sind denn die Erfahrungen über andere mögliche Ausstellerländer, z.B. Spanien, Portugal oder Belgien oder Holland? Es muss doch irgendwo möglich sein...

    Ich habe gestern meinen Fall bei "Frag-einen-Anwalt.de" geschildert.


    Folgendes habe ich abgeschickt:


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    Hallo,


    ich war im Besitz einer polnischen EU-Fahrerlaubnis, ausgestellt in 2009, die 06.2019 beschlagnahmt wurde.


    Die Ursache der Beschlagnahmung: Ich hatte einen Sekundenschlaf und rammte ein parkendes Auto.

    Kur darauf war die Polizei da und hat meinen Ausweis und den EU-Führerschein inspiziert, alles in Ordnung. Dann habe ich einen Atemalkoholtest gemacht - 1,4 Promille. Später auf der Wache kam noch ein Arzt, der mir Blut abgenommen hat.


    Der Grund für meine EU-Fahrerlaubnis von 2009 war die Umgehung einer MPU-Auflage in Deutschland, da ich 2006 einen Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss hatte.

    Somit bin ich jetzt Wiederholungstäter.


    Natürlich wird nach dem letzten Vorfall wieder eine Sperrfrist verhängt werden, nach der ich mich schleunigst um die Neu- oder Wiederausstellung einer gültigen Fahrerlaubnis bemühen werde.


    In Foren habe ich mich schon grob über den zu erwartenden Verlauf erkundigt und möchte nun fachkundigen Rat von einem Anwalt mit Schwerpunkt Verkehrsrecht/EU-Führerschein.

    1. Ist mein Unfall von 2006 jetzt nach über zehn Jahren getilgt oder steht so etwas lebenslang in der Akte und wird negativ angerechnet? Falls nicht - Wie lange ist ein solches Vergehen in meiner Akte?


    2. Was ist für mich der einfachste Weg zur gültigen Fahrerlaubnis, muss ich zwingend zur MPU und würde mir dann nach Bestehen der deutsche Führerschein ausgehändigt, quasi die polnische EU-FE anerkannt und umgeschrieben oder gibt es einen anderen legalen Weg um in D regulär fahren zu dürfen?


    3. Wie hoch ist die zu erwartende Sperrfrist und die zu erwartende Strafe?


    4. Sollte ich mir für die anstehende Gerichtsverhandlung (oder wird das Ding für die Richter als 0815-Fall per Strafbefehl erledigt) vorher einen RA nehmen? In einem Forum wurde gesagt, das falls ich über 1,1 Promille nachgewiesen bekäme, ein Anwalt kaum etwas ausrichten kann weil es dann eine Straftat wäre.



    Ich bedanke mich für Antworten-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Später kamen die Antworten:


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    Sehr geehrter Fragesteller,


    zu Ihren Fragen:


    1. Ist mein Unfall von 2006 jetzt nach über zehn Jahren getilgt oder steht so etwas lebenslang in der Akte und wird negativ angerechnet? Falls nicht - Wie lange ist ein solches Vergehen in meiner Akte?


    Es steht nicht lebenslang in der Akte, wohl aber für zehn Jahre zzgl. fünf Jahre Überliegefrist, sodass Sie erst nach fünfzehn Jahren die Wiedererlangung ohne MPU beantragen könnten.


    2. Was ist für mich der einfachste Weg zur gültigen Fahrerlaubnis, muss ich zwingend zur MPU und würde mir dann nach Bestehen der deutsche Führerschein ausgehändigt, quasi die polnische EU-FE anerkannt und umgeschrieben oder gibt es einen anderen legalen Weg um in D regulär fahren zu dürfen?


    Entweder Sie beantragen nach der Sperrfrist den Führerschein erneut unter einer MPU Auflage oder aber Sie verlagern den Wohnsitz ins EU Ausland für mindestens 185 Tage und erlangen dort den EU Führerschein, den Sie hier in Deutschland ohne Probleme dann umschreiben können.


    3. Wie hoch ist die zu erwartende Sperrfrist und die zu erwartende Strafe?


    Ich gehe von einer Sperrfrist von ca. Einem Jahr aus und einer Strafe von ca. 2-3 Netto Monatsgehältern.


    4. Sollte ich mir für die anstehende Gerichtsverhandlung (oder wird das Ding für die Richter als 0815-Fall per Strafbefehl erledigt) vorher einen RA nehmen? In einem Forum wurde gesagt, das falls ich über 1,1 Promille nachgewiesen bekäme, ein Anwalt kaum etwas ausrichten kann weil es dann eine Straftat wäre.


    Grundsätzlich wird so etwas im Strafbefehlsverfahren gemacht. Ein Rechtsanwalt könnte hier die Höhe der Strafe überprüfen und ggf. im Vorfeld eine Verkürzung der Sperrfrist verhandeln. Auch könnte die Messung an sich überprüft werden. Die Gebühren liegen dabei bei 650,00 Euro.

    Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da Sie nur einmal unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir für Sie eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.


    Mit freundlichen Grüßen


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    Interessant was ich unter Frage 2. geantwortet bekam. Daraus lese ich, das ich (genau wie zur Erlangung meiner "ersten EU-FE") die Sperrfrist abwarten könnte und in einem Nachbarland den FS neu machen könnte und alles wäre legal. Ich bin mir sicher, das dieser Weg zur FE für mich der einfachere wäre.

    Könnt ihr der Aussage des RA zustimmen oder hat er sich da vertan im Verkehrsrecht?