Beiträge von RA XDiver

    Auch mit Cannabis Ausweis hat keiner etwas am Steuer zu suchen, meiner Meinung nach. Fahren und Kiffen passt nicht zusammen, auch wenn die Gerichte mittlerweile medizinisch verordnetes Cannabis am Steuer erlauben. Voraussetzung hierfür ist das man per MPU beweist das man trotz Dauermedikation ein Fahrzeug sicher führen kann. Eigentlich ein Witz. Dauermedikation heißt, die ganze Zeit zugedröhnt. Das geht überhaupt nicht.

    Dem muss ich widersprechen. Gerade die Dauermedikation führt dazu, dass das THC nicht mehr psychoaktiv wirkt. Die sind zwar "voll" bis unters Dach, sind aber eben genau so drauf wie ich, wenn ich nüchtern bin. Das Medizinalcannabis bewirkt ja gerade erst, dass die Patienten überhaupt am Leben und am Verkehr teilnehmen können.


    Ich habe mehrerer dieser Mandanten in der Betreuung. Teilweise bitte ich geradezu darum, vor dem Gespräch "eine zu rauchen", weil es eben alles einfacher macht.

    Aber auch für Euch nochmal (nicht, dass ich das nicht schon 10.000 Mal geschrieben und erzählt hätte).


    FEB:

    Anschreiben der ausstellenden Behörde, entweder mittels Formular oder direkter Anfrage. That´s it.


    StA:

    Wie oben, ersatzweise Amtshilfeersuchen mit umfangreichen Ermittlungen im Ausstellerstaat (letzteres geht gerne schief).


    Weitermachen!

    Ich würde eher 20:80 sagen.

    Wie ich hier bereits lesen konnte, empfiehlt hier im Forum Rechtsanwalt Wandt zur ADAC. Nur diese würde anstandslos EU-Führerscheinrecht mit übernehmen.

    Andere auch, aber der ADAC ist die schnellste und, auch nicht ganz unwichtig, unkomplizierteste.

    Aus aktuellem Anlass sei daran erinnert. dass mit Beginn des 1.1.21 Führerscheine aus GB (die ich ja ohnehin kritisch sehe) nicht mehr als EU-Führerschein sondern als Drittlandführerschein angesehen werden. Folge ist, dass eben nichtmehr das Privileg des § 28 FeV gilt, sondern nunmehr § 29 FeV einschlägig ist. Zum einen bedeutet das, dass diese Scheine zwingend (!) innerhalb von 6 Monaten umgeschrieben werden müssen, wenn man in Deutschland seinen Wohnsitz hat. Viel bedeutsamer ist indes, dass diejenigen, die noch mit einer Entziehung etc. im FAER gesegnet sind und den (zweifelhaften aber günstigen) Weg über GB gegangen sind, ab dem 1.1. ohne Fahrerlaubnis unterwegs sind (§ 29 Abs. 3 Ziffer 3 FeV).


    Bitte denkt daran!

    Das ist relativ einfach. Der Lux-FS würde nicht ohne Antrag zum Fahren in D berechtigen. Auch das hat der EuGH in einem vergleichbaren Fall abgesegnet (RS Wittmann, Urteil vom 21.5.15, Az. C-339/14).


    Zusammengefasst: Die Fortführung der Fahrausbildung bringt, zumindest für Deutschland, gar nichts mehr. Der Drops ist gelutscht.

    Bei einer Umschreibung bekommst Du nur die Klassen, die auch auf dem umzuschreibenden Schein erteilt worden sind. Für alle alten Klassen müsstest Du eine Wiedererteilung beantragen. So wurde es mir zumindest bei meiner Umschreibung gesagt.

    Das ist vollkommen korrekt. Was unteilbar ist -und selbst das ist umstritten- sind die FE-Gruppen 1 und 2. Da PKW jedoch 1 und LKW Gruppe 2 ist, kann man da sehrwohl unterscheiden - und wird dies im Regelfall auch tun.