Wie geht es bei mir weiter ???? :( :(

  • Moin,
    Achtung das wird eine lange Geschichte
    Musste zum zweiten Mal( wegen mehrerer Straftaten) zur MPU. Die erste wegen Alkohol habe ich durch Therapie , Abstinenznachweis usw. positiv bestanden und auch praktisch sofort meinen FS wiederbekommen.
    Nun hat man mir wegen Unfallflucht wieder den FS weggenommen. Kurz vor Ablauf der Sperrfrist habe ich einen neuen Antrag gestellt und wurde wieder zur MPU geschickt. Das Gutachten sagt aus dass wegen der Unfallflucht keine Bedenken mehr bestehen den Führerschein wieder zu bekommen. Allerdings war ich beim Fragebogen so ehrlich zuzugeben dass ich wegen Überlastungssyndrom und Depressionen krankgeschrieben bin. Auf diesen Punkt wurde in der MPU nicht eingegangen. Im Gutachten heisst es jetzt aber dass ich nicht stabil genug sei den FS wieder zu bekommen. Ich war immer (seit 2008) gut auf meine Medikamente eingestellt. Durch das zu Hause sitzen und meine Arbeitssituation sind nun aber die Depressionen wieder gekommen. Von meiner Hausärztin habe ich auch ein Schreiben abgegeben dass meine Medikamente und auch mein allgemeiner Zustand mich nicht hindern am Straßenverkehr teilzunehmen. Auf Nachfrage sollte ich auch einen neurologischen Bericht abgegeben. Ich habe darauf hingewiesen das dieser aber schon sehr viel älter sei und auch nichts über meinen jetzigen Zustand aussagt. (Habe damals noch getrunken) Das Gutachten empfiehlt nun einen neuen zusätzlichen Neurologischen Bericht vorzulegen und das wenn der positiv ist auch keine Bedenken mehr bestehen. Ich habe das extra telefonisch mit dem MPI besprochen. Der Gutachter meinte ich bekäme mit Sicherheit von der Zulassungsstelle eine Fristverlängerung in der ich mich um das neue Gutachten vom Neurologen kümmern kann.
    Pustekuchen- Traf gestern bei der Zulassungsstelle auf eine mir sehr unangenehme Mitarbeiterin die meine Hoffnungen und auch die Aussage des Gutachters in der Luft zerriss und mir erklärte nur der letzte Satz des Gutachtens sei wichtig, alles andere sei egal. ( Die Dame hat sich auch nur die letzten 2 Absätze des Gutachtens angeschaut). Ich bekäme in den nächsten Tagen Post von ihrer Chefin und kann mich denn entscheiden ob ich den Antrag zurückziehe oder auslaufen lasse. Beim zurückziehen würden die Gebühren verrechnet ansonsten muss ich die Ablehnung bezahlen. Eine Fristverlängerung gibt es nicht!


    So ich glaube das wäre es im Großen und Ganzen. Wer hat denn nun Recht? Habe auch schon mit meinem Anwalt gesprochen vorm Gang zur Behörde)-der fand auch das die Sache mit der Fristverlängerung durchaus positiv ist. Die Dame von der Zulassung meint aber das Gutachten ist negativ. Bin echt total durch den Wind.

  • Kann ich sehr sehr nachvollziehen und so pervers es sich auch anhören mag, bei der MPU ehrlich sein und aufrichtig...vergiss es...die drehen dir aus allem einen Strick...wenn es über die Lippen ist bzw. schlimmer noch wie bei dir schriftlich hast du eh schon verloren. Es muss ja dokumentiert werden...klar können die dir auch Lüge unterstellen aber so ist es einfacher...hilft dir auch nicht weiter...weiss ich...


    mit dem letzten Satz stimmt leider, noch einmal richtig pervers...ich hab ja auch schon in jünger Zeit (10 Jahre) 2 MPU bestanden...


    Beim ersten Gutachten hat die (sehr freundliche) Sachbearbeiterin es haarklein gelesen und sich dazu sogar einen Kaffee gegönnt...meim zweiten und letzen Mal wurde wirklich und wahrhaftig direkt die letzte Seite aufgeschlagen und der Satz gelesen der entscheidend ist(;-)). Der Rest kam in die Ablage... :Knüppel:

  • Kann ich denn noch auf die Chefin hoffen-liest die das genau -und ich bekomme noch ne Fristverlängerung?
    Oder geht der ganze Mist von vorne los?


    Danke übrigens für die schnelle Antwort-die machen mich erst depressiv. :nunu::nunu::water:

  • Es gibt hier Experten an Bord die sich sicher noch melden aber ich gehe nicht davon aus, dass die Chefin der Behörde das liest, die hat mit Sicherheit Besseres( dummes Wort), also anderes zu tun - jedenfalls nicht unaufgefordert daher Anwalt und rechtsmittel...wenn möglich...es gibt aber leider (will ich dir auch nicht vorenthalten) viel viel krassere Fälle in denen eine FEB ein eindeutig postives Gutachten zu Fall gebracht hat (wurde hier besprochen) denn die haben das letzte Wort, das MPI ist vollkommen egal, die sind unabhängig...

  • Vielleicht besser volles Programm neu in PL oder willst du dich völlig entwürdigen und verarschen lassen...sicher nicht...ist zwar deutlich teurer (vielleicht aber auch nicht...weisst ja nicht wie es weitergeht) aber auch irgendwie besser zu kalkulieren...leider kann ich fachlich keine Stellung mehr nehmen dazu kenn ich mich viel zu wenig aus...

  • @daggi
    Das vorgelegte Gutachten wird von der FeB negativ interpretiert wegen deiner depressiven Episode.Rechtsmittel gibts da leider keine.
    Ziehe den Antrag zurück und stelle,Zug um Zug,einen Neuantrag.Dann bekommst du von der FeB die Auflage,ein verkehrsmedizinisches Gutachten vorzulegen.Wenn dies positiv ist,wird eine neue MPU-Auflage erfolgen.Gehe dann zum gleichen MPI,wo man ja offensichtlich auf deiner Seite ist,und besorge ein neues,positives Gutachten.Abstinenznachweise werden keine erforderlich sein.Das ist zu packen und weitaus weniger kostenintensiv,wie ein EU-FS.
    Kosten:ca.700,-
    Zeitaufwand:ca.3 Monate.

  • Es kann doch nicht angehen das man wegen Depressionen was mittlerweile vor Rücken Volkskrankheit Nummer 1 ist als ungeeignet eingestuft wird während jeder Volldepp durch die Strassen prollt. Naja haben wir uns schon alle oft mokiert...es gibt auch 2 Mio Alk-Kranke die sind auch untauglich oder besser unwürdig, charakterlich ungeeignet steht im Strafbefehl.LOL

  • Ja der Zusammenhang ist mir schon klar, was natürlich wieder einmal lächerlich ist...ich meine so zu tun als wäre das was ganz Neues, neue Erkenntnosse über den Probanten...


    Praktisch jeder Suchtkranke hat als Komorbidität eine depressive Verstimmung, eigentlich fast jeder...fragt sich nur was eher da war, die Henne oder Ei...


    Generell kann man aber medizinisch fundiert aussagen das Alkohol oder generell Substanzmissbrauch immer eine zumindest zeitweilige depression nach sich zieht...hat mit dem Neurotransmitter-Haushalt zu tun und ist eigentlich fast unvermeidlich...aber das stabilisiert sich wieder aber braucht Zeit...

  • Ich schließe mich Belmondo an (ausnahmsweise was die MPU betrifft) bis auf die Kosten, denn auch da gibt es so eine Art "Erfüllungssoll". Aber Du bleibst die gleiche Person, gleiche Akte, kannst ja jetzt mal versuchen (unter Anti-Depressiva wahrscheinlich, dann bist Du nicht soo im Nachteil :knips: ) rasch mit der Chefin zu reden, ansonst wie Belmondo sagt, zurück ziehen, neu stellen und es wird mit ziemlicher Sicherheit nicht das "volle Programm" gefordert, Dir eben nur einige zusätzlich Geld bringende Maßnahmen "empohlen" werden. (Vorbereitungsseminar, Psychostunden usw).
    Um das genau zu erfahren,such einfach das offene, bzw nicht öffentliche, aber konkrete Gespräch.
    Alles Gute. :wink:

    Wenn die Meinungsfreiheit weggenommen wird, dann werden wir dumm und still wie die Schafe zur Schlachtbank geführt.


    - George Washington