Vorläufige Pause für neuen Führerschein

  • servus


    ich bin mir nicht ganz sicher aber der abschlepp Dienst gehört zur Messe, und behält auch die Gebühren fürs falsch parken, und ist auch kein privates Unternehmen so wie wir es kennen aus öffentlichen strassen

  • Das würde das Abschleppen erklären, denn natürlich kann der Eigentümer des Geländes "Störer" (zunächst) auf eigene Kosten entfernen lassen (und die Kosten nachher geltend machen). Auch hierfür der Verweis "Hier gilt die StVO", denn das bedeutet eben auch, dass Halteverbotsschilder beachtet werden müssen.


    Die Anwesenheit der Polizei kann ja andere Gründe haben, z.B. die Kontrolle, dass keine gestohlenen Fahrzeuge verkauft werden und ähnliches...

  • Probefahrten mit Fahrzeugen die in der Halle und auf dem Gelände ausgestellt sind - sind laut Messeordnung nicht möglich. Schon wenn ein Interessent versucht den Motor zu starten in der Halle (will ja wissen ob der Motor läuft und so...) gibts mit Regelmässigkeit massive Probleme durch die Messeleitung. Das kann bis zum Ausschluss von der Messe führen.
    Erst ab Ende der Veranstaltung dürfen die Karren rausgefahren werden - plötzlich kommt auch kein Sicherheitsdienst mehr und mosert... Noch Tage später riechen die Hallen nach Abgasen und werden massiv belüftet.


    In Stuttgart wurden schon am ersten Tag (Donnerstag) nach offiziellem Messeschluss Fahrzeuge aus den Hallen rausgefahren. Die waren verkauft und der Kunde hat seinen neuen Wagen halt sofort mitnehmen wollen. Meistens durften nur die Wagen am Rande geparkt in der Nähe eines Tores eigenständig fahren - die in der Mitte wurden meistens mit vereinten Kräften geschoben oder mit so einem mobilen Hubstapler (Elektroantrieb) rausgezogen.


    Im Prinzip ist die Messegesellschaft laut Vertrag für so gut wie gar nix verantwortlich zu machen - dafür dürfen wir Händler zig Vorgaben beachten. Deshalb die strengen Kontrollen vom Benzinstand usw.


    Ich habe kein eigenes rotes Kennzeichen mehr, im Fall einer Probefahrt darf der Kunde das mitbringen oder sich bei einer befreundeten Autowerkstätte ausleihen. Angemeldete Oldtimer habe ich nicht im Angebot, das wird mir bei späterer Nichtabmeldung viel zu stressig. Manchmal hat ein Wagen noch MOT, MfK oder sonstige TÜV ähnliche Bestätigungen und mag vielleicht sogar noch im Ausland korrekt zugelassen sein. Wenn der Käufer damit fährt ist das nicht meine Sache - ich montiere immer Kennzeichen am angebotenen Fahrzeug ab. Oder schraube rein zur Zierde uralte Kennzeichen dran die garantiert nicht mehr gültig sind. Zollei oder Vorkriegskennzeichen.


    Ich muss jetzt warten welche Aussage die Messeleitung meinem Anwalt gibt. Polizei ist auf der Messe öfters anzutreffen, es gibt immer wieder mal Verhaftungen (gesuchte Betrüger, Nepper, Schlepper usw.) oder sie werden gerufen wenn ein Fahrzeug möglicherweise über eine nicht eindeutige Identität verfügt. Hab schon Fahrzeuge gehabt die zwei unterschiedliche, EINGESCHLAGENE Fahrzeugnummern hatten. Und keine Bestätigung das ein Neuaufbau unter Verwendung eines Spenderfahrzeuges durchgeführt worden ist.
    Es sind auch schon geklaute oder unterschlagene Motoren und Teile aufgetaucht - die Polizei hat auf Oldtimermessen ein weites Betätigungsfeld.... :bw:

    „Irgendwann werden alle erkennen, dass wir es nur miteinander schaffen können, mit Menschenliebe und Humor. Weil der Humor nämlich das ist, was uns grundlegend von Terroristen und Fanatikern unterscheidet.“


    @Mama Bavaria Nockherberg 2016 (Luise Kinseher)

  • Hallo Antiktrader,


    ich entnehme Deinem Beitrag das viele Oldtimer auf dem Messegelände ohne gültige Kennzeichen; Zulassung und Versicherung bewegt werden.
    Wenn das Messegelände öffentlicher Verkehrsraum wäre, dann würden sich alle Fahrer und Eigentümer strafbar machen.


    Dein Kunde (pensionierter Staatsanwalt) der den Oldtimer gekauft hat, hätte sich dann bereits mit der Probefahrt auf dem Messegelände strafbar gemacht.
    Zusätzlich, als Du das KFZ auf den Hänger gefahren hast, wäre auch die Straftat gestatten Fahren ohne Fahrerlaubnis erfüllt gewesen.
    Zu diesem Zeitpunkt war der Kaufvertrag abgeschlossen und der Kunde (pensionierter Staatsanwalt) Besitzer; Halter des Kraftfahrzeuges.
    Wenn jetzt gegen Dich wegen FoFe ermittelt wird, dann müsste auch gegen den Käufer ermittelt werden.
    Interessant ist dann wie sich der Volljurist aus dieser Sache herauswindet. Mit den selben Argumenten kannst Du Dich dann auch verteidigen.
    Gleiches Recht für alle. :sf35:

  • Mein Kunde hat die Karre vor Verladung mit Kaufvertrag und Barzahlung rechtskräftig und "ordentlich" erworben. Für mich war das GEschäft abgeschlossen. Nur weil mich der Kunde gebeten hat mit dem Wagen zum Verladen zu fahren bin ich überhaupt auf die Idee gekommen damit zu fahren.
    Der Käufer hatte Angst den Wagen nicht ohne Beschädigungen aus der Halle und auf den Anhänger zu fahren, ihm fehlt die Fahrerfahrung mit einer großen unübersichtlichen Karosserie. Da er davon ausgegangen ist das ich die Karre vom Transport abgeladen habe - wollte er einfach sicher gehen das keine weiteren Kratzer oder Dellen ins Blech kommen.


    Via Email hat er mir mitgeteilt das für ihn der Kauf rechtskräftig durchgeführt worden sei, er will keine Rückabwicklung und wegen dem FoFS sei er nicht zuständig. Im Kaufvertrag wurde die Übernahme des Wagens durch den Käufer mit genauem Datum und Uhrzeit bestätigt. Und nachdem ich die Kohle in meiner Tasche habe ist das Geschäft für mich erledigt.


    Als Konsequenz werde ich generell keine Fahrten mehr mit irgendwelchen Kraftfahrzeugen unternehmen solange ich über keinen Führerschein verfüge. Es war für den Käufer nur ne Hilfestellung um die große Karre sicher aus dem Ausstellungsraum rauszubekommen. Der Wagen muss technisch (Vergaserüberholung, Kopfdichtung erneuern, Lenkgetriebe neu abdichten, Bereifung erneuern, Benzinleitungen sicherer verlegen) überarbeitet werden. Steht auch so im Kaufvertrag. Blechzustand sehr gut, originale Patina vorhanden. Seltener, unrestaurierter Originalzustand aus zweiter Hand.


    Muss jetzt warten wie die Messegesellschaft ihre Straßen genau einstuft, ist offenbar nicht ganz einfach.

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    @Mama Bavaria Nockherberg 2016 (Luise Kinseher)

  • servus


    ich habe bei mir auf der arbeit einen Kunden gefragt der bei der messe arbeitet, den habe ich mal deine situation erzählt, er sagt egal ob in der halle oder auf dem Gelände das ist alles privat und kein öffentlicher Platz oder Gelände und somit ist es schwachsinnig das du eine Anzeige bekommst. was ja eigentlich Sinn macht wenn man die ganzen Autos sieht die nicht zugelassen sind und die Typen (so wie ich ) die ohne Helm einen Rolle fahren und zigtausend mal an polizisten vorbeigedüst sind und nie ist was pssiert. also ich denke mal die Polizisten hatten dich auf den kika und wollten dich mal stressen ich hoffe für dich das die anzeige fallen gelassen wird.


    ps
    auf der messe Gelände gibt es auch noch mal eine Polizei Station F als wie schon geschrieben wurde was passiert Überfall , gestohlene Autos ect.

  • @ Antiktrader,


    ich denke mal bei einer größeren Messe, müsste es doch eine Art Hausordnung geben, vielleicht steht da irgendwas, wo dich weiter bringt.

    Die USA haben Barack Obama,
    Bob Hope, Stevie Wonder, Johnny Cash.


    Wir haben Angela Merkel,
    no hope, no wonder, no cash.

  • @ Antiktrader,


    ich denke mal bei einer größeren Messe, müsste es doch eine Art Hausordnung geben, vielleicht steht da irgendwas, wo dich weiter bringt.

    Ob die Hausordnung/Platzordung Leute ohne FS bedacht hat bleibt abzuwarten
    1. Sie dürfen ohne gültige Fahrerlaubnis auf dem Gelände Fahrzeuge führen ?
    Oder wie müsste so ein § dastehen ?


    Greetz

  • In den Hausordnungen steht im Allgemeinen immer, dass sie zuerst gelten, ansonsten die StVO.
    Konstruktiver wäre, sich eine innerbetriebliche Erlaubnis zu beschaffen, im Rahmen der Messearbeiten auf dem Gelände ein KFZ führen zu dürfen im Rahmen des allgemeinen Ablaufes. Notfalls unter Angabe des Umstandes, wozu man die Bescheinigung braucht.
    Denke, sie wird problemlos ausgestellt und alle Sorgen sind Schall und Rauch. :wink:

    Wenn die Meinungsfreiheit weggenommen wird, dann werden wir dumm und still wie die Schafe zur Schlachtbank geführt.


    - George Washington

  • Laut telefonischer Auskunft von heute morgen würde auf dem Messegelände die Vorgaben für FS "selbstverständlich" gültig sein. Einzig die Zulassung und Inbetriebnahme von nicht angmeldeten Kraftfahrzeugen sei ausgesetzt da es sich um Privatgrund handelt. Die Messeleitung besteht auf einen gültigen FS bei Inbetriebnahme von KFZs.
    Anfragen von der Polizei in meiner Sache seien so beantwortet worden - so die nette Dame der Messeleitung heute morgen.


    Damit habe ich keine Chance mehr ohne Strafe davon zu kommen - und die Polizei wird die Sache sicherlich nicht wegen Geringfügigkeit einstellen. Da wird das ganz große Instrumentarium aufgefahren: Anklage der Staatsanwaltschaft, Urteil und mögliche Berufung - da schon einschlägig vorbelastet wird es für mich recht unangenehm werden.


    Die Dame der Messeleitung hat mir auch in Aussicht gestellt das ich mit meiner Firma wohl nicht mehr an der Ausstellung teilnehmen kann, die Stellplätze für Verkauf sind ultra begehrt und es werden Leute die auffällig geworden sind einfach nicht mehr bei der Vergabe berücksichtigt.
    Aufgrund meines prägnaten Familiennamens hat sie sich gut an die Anfrage der Polizei erinnern können und wohl noch während des Telefonates einen Sperrvermerk für die nächsten Messen eingetragen. Sie wird mir per CC Mail mitteilen was der Polizei übermittelt worden ist... :motz:


    Erlaubnisse für Fahren ohne FS gibts von der Messeleitung nicht, die Messemitarbeiter mit KFZ Nutung müssen sogar spezielle Nachweise zur Fahreignung erbringen.

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    @Mama Bavaria Nockherberg 2016 (Luise Kinseher)


  • Siehe auch </iframe></ins></ins></ins>



    Jedoch findet öffentlicher Verkehr nicht nur auf Straßen, Wegen und sonstigen Verkehrsflächen statt, die ausdrücklich dem öffentlichen Verkehr gewidmet sind. Sondern auch überall dort, wo der Eigentümer oder sonstige Nutzungsberechtigte auf seinem Privatgelände die Nutzung für jedermann bzw. eine unbestimmte Anzahl von Nutzungsinteressenten zugelassen oder mindestens geduldet hat, findet öffentlicher Verkehr statt.


    Dem öffentlichen Verkehr dienen alle Flächen, die der Allgemeinheit zu Verkehrszwecken offenstehen ohne Rücksicht auf die Eigentumsverhältnisse. Maßgebend ist allein, ob eine tatsächliche Zugänglichkeit für die Allgemeinheit oder dass faktische Öffentlichkeit besteht (vgl. Jagusch / Hentschel, StraßenverkR, 38. Aufl., 2005, § 1 StVO, Rdnrn. 13 ff.).


    Das Landgericht Potsdam (Urt. v. 06.11.2003 - [url='http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=27%20Ns%20143/03']27 Ns 143/03) führt in diesem Zusammenhang aus:

    Zitat

    "Der Begriff des Straßenverkehrs im Strafrecht erfasst jede Art von Verkehr, der der Fortbewegung von Fahrzeugen, Radfahrern und Fußgängern auf allen Wegen, Plätzen, Durchgängen und Brücken dient, die jedermann oder wenigstens allgemein bestimmte Gruppen von Benutzern - wenn auch nur vorübergehend oder gegen Gebühr - zur Verfügung stehen; dieser Begriff unterscheidet sich von dem straßenrechtlichen Wortgebrauch."

    Handelt es sich in diesem Sinne um eine öffentliche Verkehrsfläche, wie z.B. im Parkhaus eines Warenhauses usw., dann sind die Regeln des Straßenverkehrsrechts (StVG, StVO, StVZO) direkt anwendbar.


    Nur wenn ersichtlich durch feste Einrichtungen oder Bekanntgaben für bestimmte Flächen oder bestimmte Zeiten der öffentliche Verkehr von der Nutzung ausgeschlossen sein soll, wird man davon ausgehen können, dass es sich eindeutig um Privatgelände handelt, auf dem die Regeln des Straßenverkehrsrechts nicht unmittelbar gelten sollen. Allerdings ist es dem Privateigentümer unbenommen, für den Gebrauch des von ihm eingeschränkten Benutzerkreises Regeln aufzustellen oder z. B. die "Geltung" der StVO anzuordnen (Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Werksgelände, "Parken nur für Kunden für maximal 2 Stunden" usw.)


    Allerdings werden aber auch ohne solche ausdrücklichen Anordnungen bei Unfallereignissen auf privaten Flächen zur Haftungsabwägung die Regeln der StVO, wenn auch nicht direkt, so doch zumindest entsprechend anwendbar bleiben, da diese Regeln als allgemeine Verhaltensnormen für die im Verkehr erforderliche Sorgfalt einen geeigneten Maßstab ergeben.


    Bezüglich eines berauschten Kfz-Führers ( 0,82 ‰ Alkohol und mehr als 7 ng/ml aktives THC), der auf einem mit einer Schrankenanlage versehenen Parkplatz ein Kfz geführt hat und von der Polizei noch auf diesem Parkplatz gestellt wurde, hat das Kammergericht Berlin (Beschluss vom 18.11.2008 - 2 Ss 330/08 - 3 Ws (B) 419/08) ausgeführt:

    Zitat

    "Der Begriff des Straßenverkehrs im Sinne des StVG, der StVO, der StVZO und des StGB bezieht sich auf Vorgänge im öffentlichen Verkehrsraum. Nach ständiger Rechtsprechung ist ein Verkehrsraum dann öffentlich, wenn er entweder ausdrücklich oder mit stillschweigender Duldung des Verfügungsberechtigten für jedermann oder aber zumindest für eine allgemein bestimmte größere Personengruppe zur Benutzung zugelassen ist und auch benutzt wird. Umfasst werden nicht nur Verkehrsflächen, die nach dem Wegerecht des Bundes und der Länder dem allgemeinen Straßenverkehr gewidmet sind, sondern auch solche, deren Benutzung durch eine nach allgemeinen Merkmalen bestimmte größere Personengruppe ohne Rücksicht auf die Eigentumsverhältnisse am Straßengrund oder auf eine verwaltungsrechtliche Widmung durch den Berechtigten ausdrücklich oder faktisch zugelassen werden. Für die Beurteilung, ob eine Verkehrsfläche dem öffentlichen Verkehrsraum zuzurechnen ist, kommt den äußeren Gegebenheiten, die einen Rückschluss auf das Vorhandensein und den Umfang der Gestattung bzw. Duldung des allgemeinen Verkehrs durch den Verfügungsberechtigten zulassen, maßgebliche Bedeutung zu. So kann sich etwa aus einer entsprechenden Beschilderung als "Privat-/Werksgelände", einer Einfriedung des Geländes und einer Zugangsbeschränkung ergeben, dass der Verfügungsberechtigte die Allgemeinheit von der Benutzung des Geländes ausschließen will. Soweit aufgrund solcher Maßnahmen nur einem beschränkten Personenkreis Zutritt zu dem Gelände gewährt wird, handelt es sich um eine nicht öffentliche Verkehrsfläche, denn in diesem Fall ist der Kreis der Berechtigten so eng umschrieben, dass er deutlich aus einer unbestimmten Vielheit möglicher Benutzer ausgesondert ist. Ist hingegen das Gelände der Allgemeinheit, das heißt einem nicht durch persönliche Beziehungen miteinander verbundenen Personenkreis, zugänglich, sind die darauf befindlichen Verkehrsflächen öffentlicher Verkehrsraum (vgl. BGHSt 49, 128 [BGH 04.03.2004 - 4 StR 377/03]; OLG Köln VRS 99, 363 [OLG Köln 06.06.2000 - Ss 227/00]; OLG Hamm VRS 114, 273; OLG Rostock, Urteil vom 28. November 2003 - 1 Ss 131/03 I 79/03 - [[...]], s. SVR 2004, 234). Für die Abgrenzung der Frage, ob eine private Fläche als öffentlicher oder nicht öffentlicher Verkehrsraum anzusehen ist, kommt es nicht nur auf die von dem Verfügungsberechtigten getroffene Zweckbestimmung an, sondern auch darauf, ob eine solche auch tatsächlich beachtet wird, also gegebenenfalls die Allgemeinheit tatsächlich von der Benutzung eines Parkplatzes ausgeschlossen wird. Ist dies der Fall, ist die gelegentliche Nutzung des Parkplatzes durch Unbefugte unschädlich (vgl. OLG Rostock a.a.O.; s. auch OLG Köln a.a.O.). Eine Verkehrsfläche kann zeitweilig öffentlich, zu anderen Zeiten nichtöffentlich sein (vgl. Geppert in LK, StGB 11. Aufl., § 142 Rdn. 14; BayObLG VRS 41, 42; OLG Hamburg VRS 37, 278; OLG Stuttgart VRS 57, 418). Um Nichtöffentlichkeit anzunehmen, muss der Verfügungsberechtigte tatsächlich verhindern, dass ein Grundstück von Unbefugten zu Verkehrszwecken benutzt und sein Beschränkungswille durch eine entgegengesetzte länger dauernde Übung missachtet wird (vgl. KGVRS 60, 130)."

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  • Hallo Bigdidi,


    Nach den Ausführungen müsste ein Messegelände öffentlicher Verkehrsraum sein. Warum darf man dann dort mit nicht zugelassenen Kraftfahrzeugen fahren??
    Auf der einen Seite verlangt die Messegesellschaft eine Fahrerlaubnis, anderterseits wird der Betrieb von nicht zugelassenen Kraftfahrzeugen toleriert, mit dem Hinweis es handelt sich um Privatgelände.


    Auf der anderen Seite gibt es Verkehrsübungsplätze. Diese sind öffentlich zugänglich und dort dürfen nur zugelassene und versicherte Autos fahren.
    Auf einem Verkehrsübungsplatz vom Fahrer eines Autos eine Fahrerlaubnis zu verlangen wäre absurd.


    Aus meiner Sicht sind beides Messegelände und Verkehrsübungsplatz nicht öffentlicher Verkehrsraum. Der Eigentümer bestimmt dann die rechtlichen Bedingungen der Nutzung.
    Verstöße gegen Nutzungsbestimmungen sind dann aber privatrechtlicher Natur. Wenn die Messegesellschaft eine Fahrerlaubnis verlangt dann sind das Verstöße gegen die Vertragsbedingungen der Messegesellschaft. Das zieht aber nicht unbedingt strafrechtliche Konsequenzen nach sich.
    Die Messegesellschaft kann auf ihrem Privatgelände bei Verstößen gegen Aussteller Hausverbote erteilen.

  • Um ehrlich zu sein: Ich habe keine Ahnung was da abgeht ! Ich kann nur vermuten , das die ganze Sache mit STVO und der andere Quatsch nur dazu dient , evtl.rechtliche
    Konsequenzen gegen den Eigentümer des Platzes , oder was auch immer , abzusichern . Siehe die Geschichte : Gilt auf einem Parkplatz "Rechts vor Links" .
    Wäre es mein Arsch der gerade qualmt , Ich wüsste auch nicht was Ich tun sollte . Ich habe nun einige Links angeschaut , aber so richtig weiß wohl auch der Gesetzgeber nicht , wie er damit umgehen soll . Nach meinem Dafürhalten , ist die Bullerei nicht berechtigt , auf solchen Geländen den Führerschein einzusehen ,ohne das der Betreiber es verlangt . Meine Meinung !

  • Vorher ist ein gelber Briefumschlag mit der offiziellen Anklage der Staatsanwaltschaft Stuttgart an mich zugestellt worden.


    Es wird mir ein Vergehen gegen § 21 StVG vorgeworfen. Die Vorwürfe gründen auch auf der Erklärung der Messegesellschaft das auf dem Gelände nur mit FS gefahren werden darf. Es folgen noch weitere Sätze das ich mich zur Tat nicht geäussert habe und der Staatsanwalt die öffentliche Klage zugelassen haben will.
    Als Zeuge wird mein Käufer benannt und die zwei kontrollierenden Polizisten neben einer Vertreterin der Messegesellschaft.


    Damit ist wohl eine Hauptverhandlung unvermeidlich geworden, die Sache wird unter Umständen für mich mit einer Freiheitsstrafe ausgehen. Da ja einschlägig vorbestraft und in vielen weiteren Fällen wegen FoFE vorbelastet.


    Strafforderungen werden in dem Anschreiben nicht gemacht, das ist jetzt laut RA nur die Zusammenfassung der Vorwürfe seitens der Staatsanwaltschaft gegen mich. Mein Anwalt ist etwas erstaunt das die Sache so fix zur Staatsanwaltschaft gegeben worden ist - aber das kann vielleicht die Eindeutigkeit der Sachlage verursachen.


    Habe nun 14 Tage Frist für Einwände gegen die Anklage. Am Freitag bin ich eh in München, da wird mit dem Anwalt besprochen wie weiter vorgehen zu ist. Allerdings sieht er keine großen Chancen auf eine Strafe verzichten zu können - vorallem weil halt die Messegesellschaft auch einen FS für Fahrten sehen will...!
    I


    In so zwei bis drei Jahren werden ich dann vielleicht wieder wegen einem PL FS nachfragen können - die Sache wird mit hoher Sicherheit sehr negativ für mich ausgehen.

    „Irgendwann werden alle erkennen, dass wir es nur miteinander schaffen können, mit Menschenliebe und Humor. Weil der Humor nämlich das ist, was uns grundlegend von Terroristen und Fanatikern unterscheidet.“


    @Mama Bavaria Nockherberg 2016 (Luise Kinseher)

  • kein mensch bekommt eine 2-3 jährige führerscheinsperre .
    wirst sehen , 1 jahr höchstens . und in den knast werden sie dich deswegen auch nicht stecken .
    dein frust ist verständlich aber so negativ wirds nicht ausgehen .
    spreche da aus erfahrung ...
    kopf hoch , wird schon wieder

  • Ob das wirklich nur ein Jahr Sperre für mich bedeutet? Mein Anwalt hat mich am Telefon auf eher zwei bis drei Jahre Sperre vorbereitet - er fordert die Akten an und die weitere Vorgehensweise ist von den darin befindlichen Beweisen abhängig.
    Gemäss seiner Ansicht das ich ja im Wiederholungsfalle und im selben Strafbereich aktiv geworden bin geht er von einer sehr empfindlichen Strafe aus. Vorallem weil auch noch in Baden Wuerttemberg verhandelt wird - die Richter dort sind bei Strafwiederholungen im selben Bereich fast noch strenger wie in Bayern. Und da ich ja schon mal ne Haftstrafe verbüssen musste dürften die Chancen für ne Bewährung nahezu Null sein.
    Oder es kommt eine empfindliche Geldstrafe noch dazu - die Strafmöglichkeiten in dem Bereich sind vielfältig.


    Meine letzte FS Sperre waren 28 Monate mit Haft und so - nicht ganz einfach.

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    @Mama Bavaria Nockherberg 2016 (Luise Kinseher)

  • Hallo Antiktrader,


    Als Austeller auf der Messe hast Du einen Vertrag mit der Messegesellschaft abgeschlossen, der auf dem Privatgelände gültig ist.
    Zusätzlich gibt es wohl auch einen Veranstalter der Messe, der nicht unbedingt auch die Messegesellschaft sein muss.
    Schreibe bitte mal was dort Vermerkt ist, bezüglich Benutzung von Kraftfahrzeugen und Zulassung und Versicherung der Oldtimer.
    Steht dort explizit für alle Kraftfahrzeuge wird Zulassung und Fahrerlaubnis zwingend benötigt?????
    Gibt es auch Außnahmen???
    Mir scheint bei Dir wird jetzt willkürlich eine Fahrerlaubnis verlangt. Bei anderen Kraftfahrzeugen werden Ausnahmen gemacht nach dem Motto wo kein Kläger da kein Richter.
    Das wäre aber pure Willkür.
    Was fährt den sonst noch so auf dem Messegelände (Golfcars zum Transport der Besucher; Transportfahrzeuge; Gabelstabler, Montagebühnen) rum??
    Alles was schneller als 6km/h fährt wäre dann Fahrerlaubnispflichtig. Wer überwacht das???

  • Vorallem weil auch noch in Baden Wuerttemberg verhandelt wird - die Richter dort sind bei Strafwiederholungen im selben Bereich fast noch strenger wie in Bayern.


    Also ich bin aus BW. Also bei uns sind die Richter auf jeden Fall nicht schlimmer als in Bayern.


    Hast Du eine geregelte Arbeit? Weil dann wird dich kein Richter in Deutschland wegen der Sache (vorausgesetzt Du hast auch grade keine Bewährung laufen) einsperren. Du hast ja auch nicht wissentlich gegen das Gesetz verstossen sonder dachtest zumindest das hier kein FS nötig ist. Klar unwissenheit schützt vor Strafe nicht aber es mildert Sie auf jeden Fall.


    Das wichtigste ist auf jeden Fall ein fester Job.