ARD-Beitrag (Heute Abend, um 21:45 Uhr)

  • Heute Abend erscheint im Ersten in der Sendung "Plusminus" auch ein Beitrag über Führerscheintourismus.

    Der dürfte nicht allzu lange dauern, da auch noch andere Themen in der halbstündigen Sendung behandelt
    werden, aber schau'n wir mal.

  • Mal sehen ob da wieder so ein ......loser Vermittler aus dem näheren Umland zu Worte kommt, was nicht zu hoffen wäre. Danke für die Info.... :wink:

    Da nicht nur ich, sondern auch der hilfsbereite Beamte meiner FsSt oder Polizeidienststelle lesen kann, halte ich mich mit persönlichen Daten sehr zurück. :bäh:

  • Da "Plusminus" vom MDR Produziert wird und nicht vom "Bayerischen Rundfunk" :bäh: , könnte der Grundton der
    Sendung ja vielleicht sogar recht ausgewogen sein. Zumindest wird wohl kein Vertreter der "heiligen Inquisition"
    im Studio moderieren. :D-bla:


    Zitat aus der Sendungsankündigung:


    "Plusminus ist auf eine Spur im Ausland geraten. Dort ist es vergleichsweise leicht und ganz legal an einen neuen
    Führerschein zu kommen. Ein regelrechter Führerschein-Tourismus hat sich dort entwickelt".


    Hm!? Ist das etliche Sendeminuten wert? Ist das jetzt eine echte Neuigkeit?


    Sommerloch, oder was?

  • Zitat aus der Sendungsankündigung:


    "Plusminus ist auf eine Spur im Ausland geraten. Dort ist es vergleichsweise leicht und ganz legal an einen neuen
    Führerschein zu kommen. Ein regelrechter Führerschein-Tourismus hat sich dort entwickelt".

    Vergleichsweise zu was ist es leicht?? Bin jetzt mal nicht so der Meinung, dass es Vergleichsweise leicht ist. Einzig das es möglich ist für eine bestimmte Gruppe von Bürgern legal zu einem FS zu kommen, aber leicht ist anders!!! ...... Ist doch schon wieder eine relativ einseitige Ankündigung und Meinungsmache! :böse:

    Da nicht nur ich, sondern auch der hilfsbereite Beamte meiner FsSt oder Polizeidienststelle lesen kann, halte ich mich mit persönlichen Daten sehr zurück. :bäh:

  • Flüchtling :

    Da bin ich ganz Deiner Meinung! LEICHT ist hier erst mal gar nichts. Vielleicht früher mal, aber das kann ich nicht beurteilen.

    Das was in der Ankündigung steht, dass klingt so nach dem Motto: "Im Ausland geht ALLES und jetzt fahren in DE die ganzen
    Besoffenen, Algis und Kiffer durch die Gegend".

    Da sage ich nur eines: "Ihr wolltet sie doch unbedingt haben, eure EU. JETZT habt ihr sie, mit allen Vorteilen und eben auch
    allen "Nachteilen".

  • Ja war eine Wiederholung mit Rolle, was ich interessant fand, ist die Stellungnahme des Innenministerium der CZ.


    Die Deutschen haben ein Recht auf einen vorrübergehendem Wohnsitz in CZ. :Handd: :CZ Fan:


    Gruss Epox :wink:

    Die USA haben Barack Obama,
    Bob Hope, Stevie Wonder, Johnny Cash.


    Wir haben Angela Merkel,
    no hope, no wonder, no cash.

  • Hier mal in Worten:

    Führerscheintourismus: Das Geschäft mit neuen Papieren
    Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Unterwegs mit einem tschechischen Führerschein ]
    "Plusminus" begleitet Michael C. in die nordböhmischen Stadt Most. Der Deutsche hat seinen Führerschein wegen Fahrens unter Drogeneinfluss verloren. In Deutschland ist es ihm auch nach Jahren nicht gelungen, ihn wiederzubekommen. Deshalb vertraut er sich nun Rolf H. an, der ihm schnell und unkompliziert zu einem tschechischen Führerschein verhelfen will.
    2.350 Euro bar auf die Hand
    Noch am selben Tag zahlt Michael C. 2.350 Euro an den deutschen Vermittler. Rolf H. fährt nach eigenen Angaben selbst seit 2004 mit einem tschechischen Führerschein. Seitdem hilft er anderen dabei, ihre Fahrerlaubnis im Nachbarland zu erwerben. Seine Kunden wollen wie er die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) umgehen.
    MPU: Eine Hürde, an der viele scheitern
    Die rund 1.500 Euro teure MPU ist zwingend vorgeschrieben nach Alkoholfahrten über 1,6 Promille, ebenso bei einer Drogenfahrt und bei 18 Punkten in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Wurde die MPU wegen einer Alkohol- oder Drogenfahrt angeordnet, steht am Anfang immer ein Nachweis der Abstinenz. Dabei muss eine mindestens sechsmonatige Enthaltsamkeit belegt werden können. Hinzu kommt ein Leistungstest, bei dem das Reaktionsvermögen überprüft wird. Am Ende kommt das Kernstück jeder MPU, das psychologische Gespräch. Dabei scheitert fast die Hälfte der 100.000 Verkehrssünder, die jährlich zu einer MPU müssen. Viele, die die MPU nicht bestehen, fühlen sich missverstanden, sagt Markus Schäpe vom ADAC:
    "Tatsächlich haben viele Betroffene den Eindruck, im Rahmen einer MPU unfair behandelt zu werden, weil ihnen Suggestivfragen in den Mund gelegt werden und sie bei schlechter Vorbereitung nicht wissen, worauf es eigentlich ankommt."
    Ein Wohnsitz in Tschechien
    Am zweiten Tag seines Tschechien-Aufenthaltes macht sich Michael C. auf den Weg zur Meldebehörde. Um einen tschechischen Führerschein zu bekommen, muss er einen Wohnsitz im Nachbarland nachweisen. Bei den deutschen Behörden wächst der Ärger über den "Führerscheintourismus". Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kündigt Widerstand an:
    "Es sind eindeutig zu viele, die unser deutsches Führerscheinrecht umgehen wollen. Und deshalb müssen solche Missbräuche auch energisch bekämpft werden."
    Doch der Europäische Gerichtshof sieht das anders. In mehreren Urteilen stellt er fest, dass der Führerscheinerwerb von EU-Bürgern in einem anderen EU-Land rechtens ist, wenn keine Führerscheinsperre vorliegt, das Fahrverbot also abgelaufen ist, und der Antragsteller in dem jeweiligen Land seit mindestens 185 Tagen einen Wohnsitz hat.
    Wohnen im Hotel
    Mit Hilfe des deutschen Vermittlers hat Michael C. im Handumdrehen einen Wohnsitz im tschechischen Most. Gemeldet ist er in einem Hotel im Ort. In der Herberge sind viele deutsche "Führerscheintouristen" offiziell gemeldet. Für das Hotel ist das ein lukratives Geschäft. Es konnte seinen Gewinn in den letzten Jahren um mehr als 400 Prozent steigern. Wir fragen im tschechischen Innenministerium in Prag nach, wie man mit dieser Situation umgeht. Man sei machtlos, sagt Sprecherin Marketa Pokorna:
    "Deutsche als EU-Bürger haben das Recht auf einen vorübergehenden Wohnsitz in Tschechien. Das ist nur ein Verwaltungsakt. Für die tschechischen Behörden gibt es nur sehr begrenzte Möglichkeiten, die Anmeldung eines vorübergehenden Wohnsitzes zu verweigern."
    Ein neuer Führerschein in zehn Minuten
    Und so können deutsche Verkehrssünder in Tschechien legal eine neue Fahrerlaubnis erwerben. Ein Hotelrestaurant ist jeden Montagnachmittag Treffpunkt der abschließenden Prüfung. Drehen dürfen wir nicht. Michael C. erzählt uns wenig später, für die theoretische und praktische Prüfung habe er keine zehn Minuten gebraucht. Noch hat Michael C. seinen neuen Führerschein nicht. Die tschechischen Behörden prüfen noch seinen Hotelwohnsitz. Und auch das bayerische Innenministerium wird bei allen, die ihren Führerschein im Nachbarland machen, genau hinsehen, kündigt Innenminister Joachim Herrmann an:
    "Da muss dann sorgfältig geprüft werden: Wie ist dieser Führerschein überhaupt zustande gekommen? Lagen da die üblichen Voraussetzungen vor oder handelt es sich um einen Missbrauch?"
    Autor: Andreas Wolter



    Wer ist wohl Rolf H. ? :D-bla: Der letzte Satz ist der geilste überhaupt...........

  • Was mich an diesem Bericht hauptsächlich stört, dass man dafür "monatelang" (Originalton) recherchiert hätte.


    Herausgekommen ist dabei ein öffentlich-rechtlich finanzierter "Werbespot" für Herrn H.


    Dieser "Werbespot" suggeriert dem Zuschauer, dass alles mehr oder weniger ja kein Problem ist, mehr schon
    eher eine reine Geldfrage.

  • Tom :

    Ja, schon! Rechtssicher mag ja sein, da beißt auch unser Verkehrsminister nicht so ohne
    Weiteres den Faden ab.

    Aber es ist eben nun mal nicht so einfach, wie dargestellt.

    Motto: Führerschein, am "Drive-in Schalter", so eben im Vorbeigehen.

  • Ist noch nicht online das Ding (der Beitrag Plusminus vom 17.07. 21.45 Uhr) She nur die Vorschau, frage: kam das wirklich Soo?
    Führerscheintourismus: Das Geschäft mit neuen Papieren
    Nahaufmahme eines tcheschischen Führerscheins (Bild: IMAGO) Unterwegs mit einem tschechischen Führerschein
    "Plusminus" begleitet Michael C. in die nordböhmischen Stadt Most. Der Deutsche hat seinen Führerschein wegen Fahrens unter Drogeneinfluss verloren. In Deutschland ist es ihm auch nach Jahren nicht gelungen, ihn wiederzubekommen. Deshalb vertraut er sich nun Rolf H. an, der ihm schnell und unkompliziert zu einem tschechischen Führerschein verhelfen will.


    2.350 Euro bar auf die Hand


    Noch am selben Tag zahlt Michael C. 2.350 Euro an den deutschen Vermittler. Rolf H. fährt nach eigenen Angaben selbst seit 2004 mit einem tschechischen Führerschein. Seitdem hilft er anderen dabei, ihre Fahrerlaubnis im Nachbarland zu erwerben. Seine Kunden wollen wie er die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) umgehen.


    MPU: Eine Hürde, an der viele scheitern


    Die rund 1.500 Euro teure MPU ist zwingend vorgeschrieben nach Alkoholfahrten über 1,6 Promille, ebenso bei einer Drogenfahrt und bei 18 Punkten in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Wurde die MPU wegen einer Alkohol- oder Drogenfahrt angeordnet, steht am Anfang immer ein Nachweis der Abstinenz. Dabei muss eine mindestens sechsmonatige Enthaltsamkeit belegt werden können. Hinzu kommt ein Leistungstest, bei dem das Reaktionsvermögen überprüft wird. Am Ende kommt das Kernstück jeder MPU, das psychologische Gespräch. Dabei scheitert fast die Hälfte der 100.000 Verkehrssünder, die jährlich zu einer MPU müssen. Viele, die die MPU nicht bestehen, fühlen sich missverstanden, sagt Markus Schäpe vom ADAC:


    "Tatsächlich haben viele Betroffene den Eindruck, im Rahmen einer MPU unfair behandelt zu werden, weil ihnen Suggestivfragen in den Mund gelegt werden und sie bei schlechter Vorbereitung nicht wissen, worauf es eigentlich ankommt."


    Ein Wohnsitz in Tschechien


    Am zweiten Tag seines Tschechien-Aufenthaltes macht sich Michael C. auf den Weg zur Meldebehörde. Um einen tschechischen Führerschein zu bekommen, muss er einen Wohnsitz im Nachbarland nachweisen. Bei den deutschen Behörden wächst der Ärger über den "Führerscheintourismus". Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kündigt Widerstand an:


    "Es sind eindeutig zu viele, die unser deutsches Führerscheinrecht umgehen wollen. Und deshalb müssen solche Missbräuche auch energisch bekämpft werden."


    Doch der Europäische Gerichtshof sieht das anders. In mehreren Urteilen stellt er fest, dass der Führerscheinerwerb von EU-Bürgern in einem anderen EU-Land rechtens ist, wenn keine Führerscheinsperre vorliegt, das Fahrverbot also abgelaufen ist, und der Antragsteller in dem jeweiligen Land seit mindestens 185 Tagen einen Wohnsitz hat.


    Wohnen im Hotel


    Mit Hilfe des deutschen Vermittlers hat Michael C. im Handumdrehen einen Wohnsitz im tschechischen Most. Gemeldet ist er in einem Hotel im Ort. In der Herberge sind viele deutsche "Führerscheintouristen" offiziell gemeldet. Für das Hotel ist das ein lukratives Geschäft. Es konnte seinen Gewinn in den letzten Jahren um mehr als 400 Prozent steigern. Wir fragen im tschechischen Innenministerium in Prag nach, wie man mit dieser Situation umgeht. Man sei machtlos, sagt Sprecherin Marketa Pokorna:


    "Deutsche als EU-Bürger haben das Recht auf einen vorübergehenden Wohnsitz in Tschechien. Das ist nur ein Verwaltungsakt. Für die tschechischen Behörden gibt es nur sehr begrenzte Möglichkeiten, die Anmeldung eines vorübergehenden Wohnsitzes zu verweigern."


    Ein neuer Führerschein in zehn Minuten


    Und so können deutsche Verkehrssünder in Tschechien legal eine neue Fahrerlaubnis erwerben. Ein Hotelrestaurant ist jeden Montagnachmittag Treffpunkt der abschließenden Prüfung. Drehen dürfen wir nicht. Michael C. erzählt uns wenig später, für die theoretische und praktische Prüfung habe er keine zehn Minuten gebraucht. Noch hat Michael C. seinen neuen Führerschein nicht. Die tschechischen Behörden prüfen noch seinen Hotelwohnsitz. Und auch das bayerische Innenministerium wird bei allen, die ihren Führerschein im Nachbarland machen, genau hinsehen, kündigt Innenminister Joachim Herrmann an:


    "Da muss dann sorgfältig geprüft werden: Wie ist dieser Führerschein überhaupt zustande gekommen? Lagen da die üblichen Voraussetzungen vor oder handelt es sich um einen Missbrauch?"

    Wenn die Meinungsfreiheit weggenommen wird, dann werden wir dumm und still wie die Schafe zur Schlachtbank geführt.


    - George Washington

  • Jepp :soist: kam so,nicht nur in Plusminus.


    Allerdings,der letzte Satz kam so nicht
    " Und so können deutsche Verkehrssünder in Tschechien legal eine neue
    Fahrerlaubnis erwerben. Ein Hotelrestaurant ist jeden Montagnachmittag
    Treffpunkt der abschließenden Prüfung. Drehen dürfen wir nicht. Michael
    C. erzählt uns wenig später, für die theoretische und praktische Prüfung
    habe er keine zehn Minuten gebraucht. Noch hat Michael C. seinen neuen
    Führerschein nicht. Die tschechischen Behörden prüfen noch seinen
    Hotelwohnsitz. Und auch das bayerische Innenministerium wird bei allen,
    die ihren Führerschein im Nachbarland machen, genau hinsehen, kündigt
    Innenminister Joachim Herrmann an:




    "Da muss dann sorgfältig geprüft werden: Wie ist dieser Führerschein
    überhaupt zustande gekommen? Lagen da die üblichen Voraussetzungen vor
    oder handelt es sich um einen Missbrauch?" "


    Der war neu. Sehr wahrscheinlich der Situation angepasst,dass die wohl doch schwierigkeiten zurzeit in CZ haben mit den FS.
    Daran sieht man aber wieder mal, dass die CZ sehr wohl was machen können bei 1000 Wohnsitze in einen Hotel", sonst wär es ja nicht so,
    dass die zurzeit schwierigkeiten haben in CZ FS raus zu rücken. Ergo kann D sehr wohl druck ausüben. Da der Bayrische Hammel
    dass ja überhaupt nicht will, das die Deutschen mit einen EU FS rumfahren und gar, ja sage mal, Führerscheintourismus begehen...Sappalot! :jipp:
    BULLSHIT-müssen wir nu die EU wieder abschaffen....so ein ding aber auch. Ok, das mit den 1000 Wohnsitzen :VL: in einen und den gleichen Hotel,
    kann ich verstehen dass das auffällt,wenns CZ erlaubt,ok,solls so sein. Nur,ich würds nicht machen.
    Dann lieber ordentlich Wohnung nehmen dank OKL,-besser ist.

  • Was heisst denn hier "Schmieren". :sw68:

    In CZ bekommst Du aktuell keinen FS, weder für Geld noch für gute Worte.

    Höchstens, Du würdest so viel Geld mitbringen, dass Du Dir auch einen unserer Beamten hier in DE
    kaufen könntest.

  • NUR MAL SO EINE IDEE VON MIR!
    In ganz CZ gibt es doch derzeit massive Probleme mit der FS-Ausstellung.Das weiß wohl auch unser Gesetzgeber.Warum also nicht die deutschen Verkehrssünder durch diese GEZIELTE Werbesendung nach Most oder Teplice locken,suggerierend wie easy dort alles abläuft und die Kunden abschließend erkennen lassen,daß es niemals zu einer Ausstellung kommt und somit von dem Plan EU-Führerschein abbringen?Bitte nicht vergessen:ARD(bzw.MDR)ist ein öffentlich rechtlicher Sender.