Aufgefallen in der Probezeit (cannabis)

  • Schönen guten Abend,


    Also ich habe hier ein wenig nachgeforscht, konnte aber noch nicht alle Fragen klären.


    Ich kläre mal eben meinen Fall:


    Ich wurde im Mai letzten Jahres auf dem Weg zur Arbeit von der Polizei angehalten und gefragt, ob ich Drogen konsumiert hätte.


    Hab natürlich nein gesagt, trotzdem wollten sie von mir eine Urinprobe
    haben. Habe dann auch nachgefragt, wieso die ausgerechnet darauf kommen,
    dass ich Drogen genommen hätte. Die Antwort war lediglich "sie fallen
    in unser Muster. Sie sehen so aus als würden sie Drogen konsumieren"
    habe dann nachgefragt, wieso ich aussehe als würde ich Drogen
    konsumieren. Darauf kam dann, dass ich durch meine blasse Haut, meinen
    Körperbau (sehr schmal) und müde Augen den Anschein mache,
    Drogenkonsument zu sein. (erste frage : darf man mich wegen solchen
    Dingen direkt auf Drogen kontrollieren?) Habe jetzt noch nicht so viel
    Erfahrung damit gehabt, hab also eingestimmt. Der Test war natürlich
    Positiv, da ich am Vorabend ein paar Joints geraucht hatte. Sie haben
    mich mit auf die Wache genommen und eine Blutabnahme durchgeführt. Nach
    ein paar Wochen habe ich dann einen Brief bekommen, indem etwas von
    einem Geldstrafe und Führerscheinentzug für 4 Wochen stand. Habe aber
    niemals ein Ergebnis der Blutprobe bekommen. Ein oder zwei Monate darauf
    kam ein Brief, dass ich mich innerhalb der nächsten 8 Tage um einen
    Termin beim TÜV-Nord bemühen soll für eine weitere Blutprobe. Hab ich
    gemacht. Die ergebnisse sagten bei allen drei Werten "nicht
    nachweisbar". Irgendwann danach kam dann ein Brief, dass ich an einem
    "Besonderen Aufbauseminar" teilnehmen solle. Das habe ich getan, bzw bin
    dabei. Dort sagte man mir jetzt, dass ich auf jeden fall eine MPU
    machen werden muss. Aber gleichzeitig wurde mir geraten, den ersten
    Termin, sobald ich einen Brief bekomme, nicht wahrzunehmen, da ich einen
    Abstinenznachweis von 12 Monaten machen muss. Kann ich natürlich nicht,
    da ich ja nicht regelmässig zur Urinkontrolle gehe. Ich sollte also den
    ersten Termin verstreichen lassen, da ich eh durchfallen werde und
    gleich anfangen meine Abstinenz nachzuweisen. Wobei das ja dann auch für
    mich heissen würde, dass der Führerschein ab dato dann weg ist, wenn
    ich nicht zur MPU gehe. Wenn ich dann etwa ein Jahr Abstinenz nachweisen
    kann, soll ich einen Antrag stellen, werde dann wieder aufgefordert zur
    MPU zu gehen, dem ich dann auch Folge leisten soll.


    Großes hin und her.. macht das denn alles so Sinn, wenn ich die erste
    MPU verstreichen lasse? Ist es 100%, dass ich eine MPU machen muss, wenn
    ich den zweiten Bluttest ohne probleme bestanden habe? Wie lange würde
    es in der Regel dauern, bis ich einen Bescheid bekomme, dass ich zur MPU
    muss? Ist es normal, dass ich von den ersten Blutwerten keine
    Ergebnisse bekommen habe?




    Ich hoffe ich bin hier an der richtigen Stelle, bin im allgemeinen noch Forumneuling.




    Ich bedanke mich im vorfeld für eine aufschlussreiche Antwort.




    MfG


    Jan

  • Quelle

    Jeder ist selbst seines Glückes Schmid.
    Bitte keine Fragen per PN, diese werden nur im Forum beantwortet.
    Ich bin zwar Moderator, aber wenn ich in dieser Funktion unterwegsbin dann schreibe ich generell in blau!!!!
    Ansonsten habe ich eine eigene persönliche Meinung, die nix mit der Moderatorfunktion zu tun hat.

  • Danke für deine schnelle Antwort, aber das klärt jetzt leider noch nicht ganz alle Fragen.
    also Fakt ist : ich muss in jedem Fall zur MPU.. (?)
    -Soll ich nun so schnell wie es geht damit anfangen, meine Abstinenz nachzuweisen, auch ohne einen Bescheid bekommen zu haben, zur MPU zu müssen? ( habe gehört, ich muss da mit so ner bestimmten Stelle einen Vertrag abschließen, wo ich dann die Urinproben durchführen muss)
    - ist es dann möglich, dass die Zeit, in der ich Abstinenz nachgewiesen habe (ohne einen Bescheid bekommen zu haben) mir angerechnet wird?
    - habe ich nun die Abstinenz freiwillig nachgewiesen vor der mpu, wird der Führerschein trotzdem eingezogen ? (Zitat: "Für die Dauer der erforderlichen Abstinenzzeit
    wird die Fahrerlaubnis entzogen, falls dies nicht schon vorher geschehen ist.")


    ich bin wohl ein wenig überfordert mit dem ganzen Thema.. und dazu habe ich auch noch überhaupt keine Ahnung.

  • Hi



    - ja, du musst zur MPU!


    - Die Polzisten brauchen keine Begründung, sie können jeden Kontrollieren, nur wenn du einen urintest oder mahsantest verweigerst ud sie eine Blutprobe anordnen, in der dann nichts gefunden würde, könntest du sie höchstens wegen körperverletzung belangen. Aber sie haben dich ja richtig eingeschätzt *schmunzel*


    - Du solltest die Blutwerte der 1. Blutprobe mal posten. Als Gelegenheitskiffer kommst du mit 3 bis 6 cm Haar aus, ab dem Zeitunkt, wo du "clean bst" natrürlich. Ob der Gutachter 3 oder 6 cm fordert (wenn du auch härtere drogen genommen hast, ist das dann wieder ein anderer Schnack) hängt von deinem Konsummuster ab.


    - Ansonsten musst du natürlich deinen Konsum / Veränderung widerspruchsfrei und überzeugend darlegen können. Versuche nicht dir eine Stry zurecht zu legen, viele Gutachter sind sehr gut darin, das zu erkennen , durch springen in deiner chronologie, abchecken, wie detailreic und variabel du berichtest, vergleichen deiner angaben mit den Laborbefunden usw.

  • Die erste Blutabnahme war im Mai 2012 und ich habe bis heute keine Ergebnisse bekommen!
    Bei mir war nur Cannabis im Spiel. Den anderen Dreck rühre ich nicht an. Das mit der Haaranalyse ist ein bisschen schwieriger bei mir. Ich rasiere mir die Haare regelmässig ab (ohne Aufsatz ;>).. daher wird das mit der Haaranalyse etwas schwierig sein bei mir. Das letzte mal war jetzt am 30.12.2012.. also knapp einen Monat her. Da ich, als ich noch Cannabis konsumiert habe alles andere als ein Gelegenheitskonsument war, eher richtung Dauerkonsument, werden die Werte wohl dementsprechend gewesen sein. Wo kann ich die Werte denn anfordern? Müssten die mir nicht eigentlich von der Gerichtsmedizin zugesandt werden? Seit dem Tag, an dem ich angehalten wurde, habe ich nicht mehr gekifft, habe mich nicht in Räumlichkeiten aufgehalten, in denen Konsumiert wurde oder ähnliches. Allgemein keine Drogen oder Alkohol zu mir genommen..
    Ist es sehr unwahrscheinlich die MPU ,ohne einen entsprechenden Vorkurs zu absolvieren, zu bestehen?
    Also sollte ich mich schleunigst darum kümmern bei einer anerkannten Stelle mir meine Abstinenznachweise zu besorgen?
    Kann man etwa sagen, in welchem Zeitraum nach der Drogenfahrt sich die entsprechende Stelle wegen einer MPU melden wird?
    Ich habe im Internet viele verschiedene Aussagen gelesen, die einen sagen ein Nachweis von 12 Monaten wird benötigt, die anderen sagen es sind nur 6 Monate.
    Wie lange muss ich nun genau nachweisen, dass ich "clean" bin?
    Man man man, ist das alles ein Stress...
    Kann ich irgendwie die MPU, sobald ich einen Brief bekomme, herauszögern.. etwa indem ich versuche gerichtlich dagegen vorzugehen?
    Dann hätte ich in der Zeit ja die Möglichkeit, die Nachweise anzusammeln um dann nurnoch zur MPU direkt gehen zu können, ohne den Führerschein in der Zeit abgeben zu müssen.
    Da ich in meinem Job meinen Führerschein zwingend benötige, wäre das auf jeden fall von Vorteil. Ich habe mal gehört, dass wenn man ohne den Führerschein quasi seinen Job verlieren würde, was bei mir sehr gut der Fall sein kann, da mein Vertrag bald ausläuft, dieses irgendwie umgehen kann. Ist an der Geschichte was dran?

  • 1. SCHEISSE zu lesen Deine Geschichte so ganz ohne ABSATZ!!!



    Hallo Janston,


    ich denke du bist dir der Tragweite deiner Handlung noch gar nicht bewusst oder?


    Weißt du was es heißt eine MEDIZINISCH-PSYCHOLOGISCHE-UNTERSUCHUNG zu machen und diese auch positiv abzuschließen?


    Ob du deine Arbeit verlierst oder nicht interessiert NIEMANDEN!
    DU bist schließlich unter Drogeneinfluß gefahren und hast dich und andere gefährdet....
    Somit ist es mehr als legitim dir die Fahrerlaubnis zu entziehen.


    Aber da du nur 7 Monate nachdem Vorfall im Mai 2012 schon wieder unter Drogeneinfluß ein Kraftfahrzeug gelenkt hast (Stichwort Wiederholungstäter) und vermutlich auch noch höhere Werte als "damals" haben wirst kannst du mit einer Abstinenzzeit von 12 Monaten rechnen.
    Dies wird dir aber das MPI (Medizinisch-Psychologisches-Institut) dann schon sagen...


    Und nein, du kannst die MPU nicht gerichtlich hinauszögern denn die Anordnung wird ja wohl rechtens sein (nachdem du geschrieben hast daß du Dauerkonsument bist).
    Das einzigste was man versuchen kann ist daß man sie vielleicht um 2-3 Monate hinauszögern kann.
    Aber ich denke bei 12 Monatiger Abstinenz"pflicht" wird das auch nichts bringen.


    Am besten überdenkst du erstmal dein Leben und deinen Konsum und entscheidest was dir wichtiger ist....
    Dein Führerschein oder dein Spaß am kiffen...

  • Urin und Wisch Tests sind Freiwillig. Kannst du ohne Gründe ablehnen. Und mit einer Blutabnahme wäre ich auch nich einverstanden, würde mich aber nicht körperlich dagegen wehren. Wurde dem aber zu keiner zeit zustimmen usw.


    Ein Video zu dem Thema findest du HIER

  • Urin und Wisch Tests sind Freiwillig. Kannst du ohne Gründe ablehnen. Und mit einer Blutabnahme wäre ich auch nich einverstanden, würde mich aber nicht körperlich dagegen wehren. Wurde dem aber zu keiner zeit zustimmen usw.

    Das habe ich auch schon öfters gehört, und glaube sogar einen Bericht diesbezüglich im TV gesehen zu haben. Wenn dann nix ist, kann man sie belangen,das weiß ich noch. Werde mich mal diesbezüglich nochmal schlau über mein RA machen, und dann wieder berichten. vllt. intressiert es ja dann wem.

  • Nachdem ich in dem Thema sehr fit bin.. hier mal meine Infos, die bisher als richtig sich erwiesen haben.



    Jegliche Tests vor Ort, ob Wisch oder Urintest sind freiwillig.
    Auch die Tests mit den Augen, Finger zusammenführen sind freiwillig (wenn man es genau nimmt, dürfte die sowas gar nicht,da sie keine Ärzte sind)
    Falls sie aber meinen, sie finden dennoch etwas, können sie mit einem, auch mit Zwang, zum Blutabnehmen fahren.
    Widerstand dagegen ist nicht erlaubt.


    Hier in Bayern ist es zumindest so, das bei einer Ablehnung eines Tests sie immer davon ausgehen, dass man etwas zu verbergen hat und es ist
    für sie ein Grund, nun wirklich ins Krankenhaus zu fahren.


    Mir ging es sogar schon so weit, dass ich mit Handschellen in der Polizeistation ins Auto gebracht worden bin, um ins Krankenhaus zu fahren, ich sagte stehts, dass ich einer Blutentnahme widerspreche und falls sie es machen, eine Anzeige erstatte.
    Nachdem sie mich in den Bus geschleppt haben, machten sie die Handschellen auf und gaben mir meine Papiere.... gute weiterfahrt....


    Aber die Regel ist das nicht....


    Hier machen sie extrem schnell eine Blutentnahme, weil sie nichts zu befürchten haben. Selbst, was leider zu selten passiert, wenn sie nichts finden, hat man das Recht, dagegen Anzeige zu erstatten, weil sie ja einen körperlichen Eingriff usw. gemacht haben, ohne richtigen Verdacht.
    Selbst dann, bekommen die Beamten ja an sich keine Probleme, da die entstandenen Kosten,die somit auf die Polizei abgewälzt werden kann, das Präsidium zahlt, nicht die Beamten selber... so sind das ja nur "zu vernachlässigbare Unkosten"


    Es dürfte erst anders werden, wenn alle die freiwilligen Tests ablehnen und bei einer B.Abnahme sofort dagegen Anzeige machen...
    irgendwann dürfte die dann umdenken,aber das dürfte derzeit im Promille Anteil sein


    Es gibt ja auch einen Unterschied zwischen Verdacht und Hinweis...
    Sie sagen, rote augen sind ein Verdacht auf BTM... eigentlich ist das nur ein Hinweis (dürfte somit auch nicht verwendet werden)


    Das dürfte glaub ich alles zu dem Thema sein was freiwillig ist oder nicht
    Sie dürften vieles nicht, aber da nichts dagegen unternommen wird, ist die Erfolgschance höher, als nach den ganzen Gesetz zu gehen...