Negatives Gutachten

  • Bitte um Hilfe,


    Habe ein negatives Gutachten bekommen, mit der Empfehlung: Eine Suchtberatung aufzusuchen......Nach Abschluss der therapeutischen Betreuung muss Herr Lehmann in der Regel über ein Jahr belegen können, dass er eine stabile Alkoholabstinenz eingehalten hat ( mindestens aber ein halbes Jahr nach Abschluss der Betreuung bei einem Gesamtzeitraum der Abstinentz von eineinhalb Jahren.


    Ich habe im Vorfeld der MPU eine Reha besucht schon ein Jahr Abstinentz nachgewiesen, besuche regelmäßig die Suchtbratung, bin beim Phsychlogen und bitte daher, mir bei der Erläuterung der Empfehlung , ob nun nochmal 1 oder sogar 1 1/2 Jahre nachzuweisen sind.

    Oder sind die eineinhalb Jahre als gesamte mit dem 1 schon gemachte zu verstehen. Insgesamt bin ich schon 23 Monate insgesamt trocken und auch froh darüber. Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.:sw68:

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe die Empfehlung im Original abgeschrieben und hoffe das Du recht hast. Ich habe mir für mein neues Leben einen genauen Plan gemacht und sah diesen schon über den Haufen geschmissen. Ich dachte alles war umsonst und ich muss von Null anfangen. Beide Gutachten erhielt ich letzten Donnerstag und den Antrag bei der FSST werde ich zurückziehen. Es ist aber auch für mich unverständlich geschrieben und aus meinem Umfeld interpretierte dies jeder anders.

  • Ich verstehe das so, dass du die Reha-Zeit mit in die Abstinenz-Zeit mitrechnest? Oder hab ich das missverstanden????


    Nochmal die Zeit wird nicht mit Angerechnet für die MPU!

    Du musst nach abgeschlossener "Alkohol Reha?" noch weiterhin mindestens 1 Jahr Abstinenz nachweisen für eine erfolgreiche MPU!

  • Hallo Frank3011,


    da du bei der MPU deine Reha etc angegeben hast, bist du auch offensichtlich Alkoholkrank. Das ist alles OK, da du dazu stehst und auch Maßnahmen ergriffen hast, Wie schon erwähnt wurde, musst du nach der Reha 12 Monate gelebtes und stabile Verhaltensänderungen nachweisen. Dies machst du in Form von aktuellen screens und natürlich was du so von dir erzählen kannst.


    So ganz verstehe ich deine Aussage oben allerdings nicht, du hast im Vorfeld der MPU eine Reha besucht, ok was für eine und hast du dann 12 Monate Abstinenz nachgewiesen in Form von aktuellen screens über diese Zeit? Ich kann dir echt nur helfen, wenn du genau schreibst was passiert ist, was du unternommen hast und wieso die bei der MPU auf die Aussage kommen das deine Zeit nicht reicht.

    Nach Abschluss der therapeutischen Betreuung muss Herr Lehmann in der Regel über ein Jahr belegen können, dass er eine stabile Alkoholabstinenz eingehalten hat ( mindestens aber ein halbes Jahr nach Abschluss der Betreuung bei einem Gesamtzeitraum der Abstinentz von eineinhalb Jahren.

    Da steht nämlich du hast es nicht nachgewiesen!

    Gr. holger


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  • Hallo Forum,


    Ich versuche nochmal meine Frage zu stellen und diesmal ausfürlicher.



    FB Alkohol



    Zur Person


    Geschlecht: M


    Größe: 1.87 m


    Gewicht: 98


    Alter: 53



    Was ist passiert?


    Datum der Auffälligkeit: 22.08.2018


    BAK: 2.11


    Trinkbeginn: 22.00 Uhr


    Trinkende:12.00 Uhr


    Uhrzeit der Blutabnahme: 14.30 Uhr



    Stand des Ermittlungsverfahrens


    Gerade erst passiert: nein


    Strafbefehl schon bekommen: ja


    Dauer der Sperrfrist: 12 Monate



    Führerschein


    Hab ich noch: nein


    Hab ich abgegeben: ja am selben Tag


    Hab ich neu beantragt: ja 20 April 2020


    Habe noch keinen gemacht: nein



    Führerscheinstelle


    Hab schon in meine Akte geschaut Nein: nein


    Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein


    Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):



    Bundesland: Mecklenburg Vorpommern




    Konsum


    Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: nein


    Ich lebe abstinent seit: 05.10. 2018



    Abstinenznachweis


    Haaranalyse ja/nein: ja 4x..1x Blutentnahme


    Urinscreening ja/nein: nein


    Keinen Plan?:



    Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: laut Mpu sehr gut



    Aufarbeitung


    Suchtberatungsstelle aufgesucht?: ja seit August 2018


    Selbsthilfegruppe (SHG): ja seit November 2018


    Psychologe/Verkehrspsychologe: ja Psychologe seit 2019 leider durch Corona unterbrochen 2020 5x


    Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein


    Ambulante/stationäre Therapie: 14.01.2019- 06.05.2019


    Keine Ahnung:



    MPU


    Datum: 19.08.2020


    Welche Stelle (MPI): TÜV Nord Greifswald


    Schon bezahlt?: ja


    Schon eine MPU gehabt? ja diese


    Wer hat das Gutachten gesehen?: keiner


    Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:



    Altlasten


    Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten:



    Leider ja 2003 mit 1,56 .....halbes Jahr Entzug






    Negatives Gutachten am 10.09.2020 bekommen:



    Wie oben beschrieben kann ich mit der Empfehlung nichts anfangen. ich verstehe diese einfach nicht.


    Selbsthilfegruppe jede Woche, Haaranalyse, Suchtberatung alle 2 Wochen, Reha, mein Leben komplet umgestellt, immer auf Montage gearbeitet.....


    seit 01.10.2019 Arbeitsplatz zu Hause gesucht und ich bin Stolz über meine Entwicklung....das Leben macht wieder Spaß.


    Das Gespräch dauerte 62min.



    Auszug



    Bei der heutigen medizinischen Untersuchung ergaben sich keine Anhaltspunkte für fortbestehenden Alkoholkonsum.



    Herr ……….hat eine Entwöhnungsbehandlung erfolgreich abgeschlossen und durch verwertbare Laborbefunde einen ausreichenden Abstinenzzeitraum glaubhaft belegen können. Damit sind die verkehrsmedizinischen Voraussetzungen einer günstigen Beurteilung bei Alkoholabhängigkeit erfüllt.





    psychologische Beurteilung:



    Zu den hier erhobenen Leistungsbefunden ist Folgendes festzustellen:



    Zwar unterschritt Herr …… zum Teil den geforderten Prozentrang von 33, erreichte aber zumindest einen Prozentrang von mindestens 16. Angesichts der den Anforderungen entsprechenden Ergebnisse in den anderen Testverfahren mit Prozenträngen von mindestens 33 kann daher von einem insgesamt ausreichenden Leistungsvermögen für eine Fahrerlaubnis der Gruppe 2 ausgegangen werden.



    Zu den beurteilungsrelevanten Aspekten ist aus verkehrspsychologischer Sicht Folgendes festzuhalten:



    Herr ……….. gab in Übereinstimmung mit der fachlich zu erhebenden Forderung an, konsequent alkoholabstinent zu leben. Letztmalig habe er vor 22 Monaten Alkohol konsumiert. Herr …….konnte bereits eine umfassende Veränderung seiner Lebenssituation hinsichtlich der vormals die Abhängigkeitsentwicklung bedingenden Einflussfaktoren darstellen.



    Einer positiven Prognose stehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings noch folgende Punkte entgegen.



    Herr …… stand der Frage, warum es trotz längerer abstinenter Lebensphasen, mit im Vorfeld durchlaufenen Entwöhnungsbehandlungen und Reha-Maßnahmen, immer wieder zu Trinkrückfällen gekommen ist, weitgehend ratlos gegenüber.



    Im gegebenen Fall ist davon auszugehen, dass Herr …….. sich mit den persönlichen bzw. lebensgeschichtlichen Hintergründen seiner Alkoholproblematik sowie der Funktionalität des Alkoholkonsums noch nicht in ausreichendem Maße auseinandergesetzt hat.



    Herr…….. konnte sich zu den individuellen Hintergründen der Entwicklung seiner Alkoholabhängigkeit noch nicht hinreichend nachvollziehbar äußern. Insbesondere die in der eigenen Person wurzelnden Bedingungen der Abhängigkeitsentwicklung blieben weitgehend im Dunkeln.


    Herr ……..konnte bislang noch keine ausreichenden Verhaltensstrategien entwickeln, die es ihm erlauben würden, emotionale Belastungen dauerhaft


    ohne missbräuchlichen Konsum von Alkohol zu bewältigen. Herr ….verfügt noch nicht über als tragfähig einzuschätzende alternative Verhaltensstrategien zum Alkoholmissbrauch.



    Die hier noch festzustellenden Aufarbeitungsdefizite sind auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass sich der Untersuchte noch in der therapeutischen Aufarbeitungsphase der vorliegenden Alkoholabhängigkeit befindet.



    Eine günstige Prognose in Hinblick auf eine künftige Verkehrsteilnahme ohne Alkoholeinfluss kann vor diesem Hintergrund noch nicht gestellt werden.



    V. BEANTWORTUNG DER FRAGESTELLUNG



    Es ist zu erwarten, dass Herr ……..auch zukünftig ein (Kraft-) Fahrzeug unter einem die Fahrsicherheit beeinträchtigenden Alkoholeinfluss führen wird. Es liegen im Zusammenhang mit dem früheren Alkoholkonsum keine leistungspsychologisch nachweisbaren Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines (Kraft-) Fahrzeugs der Gruppe 1 /2 (F E Klasse A, A2, A1, CE, C, C1 E, C1, BE, B, AM, L, T / 1+2) in Frage stellen.



    EMPFEHLUNGEN



    Herrn …….. wird geraten, die bei ihm vorliegende Alkoholabhängigkeit aufzuarbeiten und eine stabile Alkoholabstinenz sowie eine intrinsische Abstinenzmotivation zu erreichen.



    Herr ……… wird geraten die bereits begonnene Psychotherapie fortzusetzen, ebenso ist die weiterführende regelmäßige Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe zu empfehlen.



    Weiterhin sollte sich Herr ……. unter Vorlage dieses Gutachtens zunächst an eine Suchtberatungsstelle wenden, um dort geeignete weiterführende therapeutische Maßnahmen zu ergreifen bzw. weitergehende Behandlungsschritte einzuleiten.



    Zur Klärung der Frage, inwieweit ihm eine stabile Aufarbeitung der Alkoholabhängigkeit gelungen ist, müsste eine erneute medizinisch-psychologische Untersuchung erfolgen, die allerdings nur dann Aussicht auf ein positives Ergebnis bietet, wenn Herr ……… auf der Grundlage einer therapeutischen Betreuung zu einer konsequent alkoholabstinenten Lebensweise gefunden hat und darüber hinaus die Erarbeitung einer soliden Rückfallprophylaxe darstellen kann.



    Nach Abschluss der therapeutischen Betreuung muss Herr……… in der Regel über ein Jahr belegen können, dass er eine stabile Alkoholabstinenz eingehalten hat (mindestens aber ein halbes Jahr nach Abschluss der Betreuung bei einem Gesamtzeitraum der Abstinenz von eineinhalb Jahren).



    Ich würde mich über eure Meinungen sehr freuen. Wie gehts weiter?

  • OK, jetzt wird einiges klar! Also durchgefallen bist du, weil du einfach keine Ahnung hattest was du bei der MPU sagen musst. Mir ist das zwar ein Rätsel, da du ja laut deinen Angaben bei einem Verkehrspsycho warst (bist) der dich eigendlich darauf vorbereiten soll und du zudem an einer Selbsthilfe Gruppen teilnimmst.


    Fakt ist, du konntest keine Verhaltensänderung glaubhaft rüber bringen, allein deine Maßnahmen langen da leider nicht. Ich würde dir empfehlen, dich anständig auf die MPU vorzubereiten, und zwar in dem du lernst welche Fragen kommen und was du zu antworten hast. Da du das Gutachten nicht abgegeben hast, zieh dein Antrag zurück, such dir ein Forum das dich vorbereitet und dann gehst du in ein paar Wochen zu einer anderen MPI und machst eine neue MPU, die du mit richtiger Vorbereitung auch bestehst.


    Wichtig ist, du musst die Vorgaben einhalten, nach deiner Ambulante/stationäre Therapie: 14.01.2019- 06.05.2019 musst du 1 Jahr Abstinenz belegen können. Wenn du was davon erzählst das du dich immer noch in einer Therapie befindest, ist dem Psycho klar, das du deine Aufarbeitung noch nicht abgeschlossen hast, das bedeutet wiederum, das man noch nicht von einer stabilen Verhaltensänderung ausgehen kann.


    Hier findest du ein paar ehemaligen Kollegen von mir, die dich da durchbringen, Anmelden und loslegen!

    Gr. holger


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  • Anmerkend noch, sehe ich gerade hast das Forum schon gefunden, und das was arcr11 da von sich gibt, sehe ich leider ganz anders. Warte bis dir die Kompetenten Leute dort helfen, denn du hast die MPU nur vergeigt, weil du keine Ahnung hattest was dich erwartet!


    Gr. holger


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  • Danke Holger, leider war ich so leichtgläubig und habe zuviel aus meiner Vergangenheit erzählt und natürlich nicht vorbereitet. Wie kann ich denn die Empfehlung zwecks der Abstinentz verstehen nochmals 1 Jahr nachweisen oder 1 1/2 Jahre oder nur 1/2 Jahr. Zur Suchberatung gehe ich ja sowieso.

  • Also erzählen kannst du alles und je mehr und offener desto besser, jedoch musst du auch zu allem eine Gegenmaßnahme haben, die du ja in deiner Abstinenten Zeit gelernt hast. Du machst aus allem negativen in der Vergangenheit heute was positives, das nennt man Verhaltensänderung. Du hast immer ein Plan B, gerade wenn man in Rückfall Gefahr rutscht!


    Wenn du dich an diese Empfehlung hälst, musst du deine offene Tera abschließen, und dann nochmal 1 Jahr AB nachweisen. Das ist natürlich völliger quatsch!


    Du hast die Tera am 06.05.2019 abgeschlossen und kannst locker über 1 Jahr AB belegen. Was du nicht machen darfst, ist von aktiven Sitzungen beim Psycho reden, das ist tödlich! Selbsthilfe Gruppen oder alles was für eine vernünftige Nachsorge da ist, ist gut.


    Wie gesagt, du bist durchgefallen, weil du kein Plan hattest, bereite dich richtig vor, und in ein paar Wochen machste das ganze nochmal mit Verstand!

    Gr. holger


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