mpu fahrrad 2,11 promille damals 34jahre

  • hallo, ich bin Alex und wurde vor zwei Jahren betrunken auf dem Fahrrad erwischt und meine mpu steht an ich habe ein halbes Jahr Abstinenz mit Nachweis und ein Jahr Kontrolliertes Trinken mit Psychologischer Begleitung ich wollte euch fragen wir ihr meine Aussagen findet.

    liebe Grüße

    mit dem Fahrrad 3 uhr Nachts 2,11% mai 2018

    geboren 1984

    Tattag
    ich war an dem Tag seit 13.30 uht mit einem Freund beim Baden im Nachbarort. Dort trafen wir auf ehemalige Klassenkameraden aus der Realschule, wir verstanden uns gut und schwelgten in erinnerungen, dann fragten sie ob wir auf das Volksfest mit wollen. Dort tranken wir gegen 18 uhr das erste Bier. Ich hatte beschlossen mit dem Partybus heimzufahren und das Fahrrad am nächsten Tag mit meiner Freundin zu holen.

    Das fest war richtig schön und ausgelassen, haben viel getanzt und von früher geredet, ich habe nicht über die Trinkmenge nachgedacht wir waren 6 Männer und 4 Frauen und wir Männer haben immer abwechselnd eine Runde geholt. Es müssen insgesamt 10 Bier und 2 Schnäpse gewesen sein

    Wir hatten den Bus verpasst und 3 der Männer ermunterten mich das Rad zu nehmen. Zu meiner Schulzeit sind wir die Strecke ca 5 km oft gefahren und ich konnte sie im schlaf, das war schulweg, täglicher weg zur freundin , weg zum baden und der weg zum feiern also ich bin die strecke mehrmals taglich gefahren und betrunken fahren war auf dem Land nie ein Thema ich wusste nicht dass man mit dem fahrrad auch den führerschein verliert und was für gefahren drohen. ich dachte es kostet vielleicht 20€ und ich gefährde nur mich. mittlerweile weiß ich was für eine gefahr das ist auch für andere, wenn sie mir zum beispiel ausweichen und gegen einen Baum fahren.
    seit dem Umzug nach Augsburg bin ich aber nicht mehr gefahren.
    wie viel tranken sie davor
    es begann mit 15 beim geburtstag meines Bruders da trank ich zum ersten mal Bier mit. Im selben Jahr ging es dann auch im Freundeskreis im Jugendraum los. Mit 3 Bier am Wochenende.

    Der Höhepunkt war das Abi und der Verlusst der ersten Freundin und die ersten zwei Semester. Ich war im Studium von Mittwoch bis Sonntag feiern mit Alkohol. Und habe damals auch nicht mitgezählt und auch zu Schnäpsen und Cocktails nicht nein gesagt.

    Dann hatte ich eine neue Freundin mit ihr Wurde es deutlich weniger da wir eine Wochenendbeziehung hatten habe ich selten getrunken aber wenn dann viel. Wir gingen jedes zweite wochenende weg und ich ging auch nur noch auf zwei musikfestivals im Jahr.

    Ich habe auch keine schnäpse mehr gekauft aber wenn es welche umsonst gab nicht abgelehnt.
    Abstinenzphasen:

    einmal mit 23 ein halbes Jahr wegen verlorener Wette.

    bis zur Tat immer in der Fastenzeit nach der Fasnet aber seit dem bin ich nicht mehr in dem Fasnetverein
    wie trinken sie heute
    direkt nach der Tat hatte ich mir ein Limit von 6 Bier an jedem zeiten Wochenende gesetzt und jeden Schnaps abgelehnt auch geschenkte. Kurz vor ablauf der MPU frist wurde mir bei einem Gratis vorbereitungskurs bewusst dass das viel zu viel ist und das auch die geringe Zeit nicht für ein Bestehen ausreichen würden. Also beschloss ich für die MPU den Alkoholverzicht, ab November 2018 bis mai 2019 während dessen kam ich zu dem Entschluss nach der 6 monatigen Abstinenz einen Neustart mit Kontrolliertem Trinken zu machen, denn mein Ziel war es zu lernen meine Trinkmenge zu kontrollieren die Stärke zu haben nicht in alte Muster zu verfallen in denen ich unbewusst trinke und nur so viel dass ich immer die Kontrolle behalte und mich nicht zu weiterem Alkohol verleiten lasse. Ich will die gleichen Rechte und Pflichten haben wie andere Menschen auch wenn ich weiß dass mir zu Recht nun viele Rechte genommen wurden und das Vertrauen in Frage gestellt wird. So begann ich eine Beratung bei einer Psychologin die mir das Kontrollierte Trinken erklärte und auch erklären konnte warum die Trinkmengen für mein bisheriges Verständnis sehr gering sind.
    Heute trinke ich einmal im Monat zu vorher festgelegten Anlässen 2 0,33 Bier.
    ich werde nicht mehr am verkehr betrunken teilnehmen da ich mich nicht zu spontanen Anlässen hinreißen lasse.

    wenn ein solcher anlass ist dann nehme ich weder Fahrrad noch auto mit und kläre vorher genau ab wie ich nach hause komme.

    meine Trinkmenge habe ich festgesetzt und verinnerlicht so dass ich auch nicht die Schwelle überschreite mich zu weiteren Bieren oder einer Alkoholfahrt hinreißen zu lassen.

    leben geändert
    ich denke ich trank damals oft aus langerweile oder um sich vor Problemen zu drücken lieber feiern gehen anstatt zu lernen

    ich habe das thema studium hinter mir gelassen und bin nun sehr glücklich mit meiner selbstständigkeit und nicht mehr das zwanghafte bestehen eines studiums im kopf zu haben. ich gehe nicht mehr auf veranstaltungen in bei denen es vornehmlich ums trinken geht. Gestrichen habe ich Dorffeste, Diskos, Musikfestivals und Fasnetverein also ich gehe nicht mehr zu festen die mir nüchtern keinen spaß machen. Sollte es unerwartet trotdem langweilig werden dann gehe ich auch selbstbewusst, ich habe nun genug andere Hobbies.

    Ich gehe auf konzerte meiner lieblingsbands wo ich sogar mehr tanze weil ich mehr ausdauer habe, früher dachte ich ich würde mit alkohol mehr tanzen aus Schüchternheit aber das war eben nur bei bands die ich nüchtern nicht gut genug fand.

    Generell verlasse ich seit dem die meisten Feste um 12 danach passiert nichts gutet lautet eine Weisheit. Ich merke seit meiner veränderung wie dumm und sinnlose viele diskussionen sind. Bei mir war früher durch den Kater und Müdigkeit oft der ganze Sonntag verloren und somit kein Raum für Ausflüge und andere aktivitäten

    Ich mache täglich den trimm dich pfad mit meinem Hund den wir nach der Tat gerettet haben und gehe ab und zu joggen wenn ich probleme habe oder schreibe. wenn es ganz schlimm ist telefoniere ich oder treffe mich mit freunden. ich schwimme täglich zur gewichtsreduktion, und habe wegen des Fahrradverbotes auch skaten angefangen. meine freundin hat mich vor einem Monat verlassen und trotzdem habe ich keine Flucht in den Alkohol gesucht und ich habe festgestellt dass es auch in dieser schlimmsten Phase meines Lebens besser ist, viel besser ohne Alkohol ist. Bei meiner Krise mit der ersten, der ich wirklich ein Jahr hinterhertrauerte habe ich mich mit Alkohol tatsächlich noch viel mehr reingesteigert. Nüchtern habe ich zwar auch viele Tiefphasen aber ich finde es geht schneller vorbei und ich werde nach einer Stunde wieder klar und kann alles besser reflektieren. Vor allem ist es gut dass ich stark bleiben konnte ihr nicht dauernd zu schreiben oder vielleicht sogar was unüberlegtes zu schreiben.

    Ich finde diese aktuelle Krise ist doch der Ultimative beweis dass ich auch in extremsituationen nicht rückfällig werde. Ich habe eine andere Einstellung zum Alkohol, vorher habe ich ihn als Partymittel misbraucht, Party = Alkohol, mit Bier machen auch langweilige sachen spaß, oder um zu verdrängen wenn man stress hatte konnte man das mit einer Party auf morgen verschieben. Natürlich hatte man danach mehr stress und noch weniger zeit und dazu nen dicken schädel.
    Ich habe niemals Alleine getrunken ich glaube das war auch immer die rechtfertigung für mich nicht einzugestehen dass ich einen falschen umgang mit alkohol hatte. es fällt mir leicht auf alkohol zu verzichten und ihn abzulehnen. Mit dem Hund kann ich ohnehin nicht länger als 6 Stunden außer Haus, außerdem ist er in meinen jetztigen Aktivitäten nicht mehr so present.

    Ich habe sieben neffen und nichten und bei familienfesten spiele ich viel mehr mit denen und habe mehr ausdauer auf deren Trampolin oder bei fange. So lange die noch wach sind trinke ich ohnehin nicht. Auch meine engsten Freunde haben mitttlerweile kinder und die abende mit ihnen sind ruhiger und entweder grillen oder spieleabend, wo sich meine freunde ziemlich angepasst haben vor allem weil ihre freundinnen immer sagen nimm dir mal ein beispiel an alex.



    Frage:

    soll ich sagen dass ich beim radeln unsicher war und Gedächtnislücken habe oder sind Filmrisse nicht generelles ausfall Kriterium vor allem bei kt?

    darf ich sagen dass ich wöchentlich shisha rauche sonntags in der wanne?

  • Ich hab mir das jetzt nicht durchgelesen, aber wieso solltest du das nicht sagen dürfen? Ich bin der Meinung, wer bei der Höhe von Promille noch ohne Probleme fahren kann als wär er nüchtern, dann spricht das schon für sich. Nämlich das man das trinken gewohnt ist. Ich würde da kein Blatt vor den Mund nehmen.


    Und für was möchtest du denen von Shisha rauchen erzählen? Würde ich gar nicht machen, ist ja wieder eine Droge und zu viel Kohlenmonoxid kann fahruntüchtig machen und eine Gefahr für die achso disziplinierten anständigen Menschen auf den Strassen bedeuten. 🤣🤣🤣🤣 lass das mit der Shisha weg, meine Meinung.


    Hab es nun doch mal schnell überflogen. Sag niemals nie. Es kann immer mal zu einer Situation kommen die du nicht mehr unter Kontrolle hast und zu viel für dich ist. Tor der Eltern oder sonst was. Wie auch immer... Ein Rückfall beginnt nicht beim eigentlichen Konsum...... sondern schon früher, nämlich im Kopf. Weiß jetzt nicht ob da auch was von iwo Hilfe holen steht, aber es ist nie verkehrt es zu erwähnen. Ich würde auf jeden Fall noch sagen das man es nie komplett ausschliessen kann, aber dir vorgenommen hast bevor es passiert schon Unterstützung und Hilfe zu holen.


    Das man niemals wieder besoffen am Steuer sitzen wird wollen sie nicht wirklich hören.