CZ-FS Gültigkeit läuft aus. was tun?

  • Hallo Forengemeinde


    Ich bin schon seit Jahren unregistrierter Mitleser in diesem Forum. Jetzt habe ich mich für meinen ersten Beitrag doch registriert.

    Denn nun komme ich in eine Situation, die viele schon mehr oder weniger erfolgreich bewältigt haben:


    Mein CZ-FS läuft zum 19.01.2019 aus!


    Kurz zu meinen Daten:

    -10.01.2004: FS nach Trunkenheitsfahrt gem. §94 StPo beschlagnahmt/sichergestellt/in Verwahrung genommen

    -14.05.2004 Beschluß: Vorsätzliche Trunkenheit im Verkehr, StGB §316 Abs. 1, §69, §69a Tatkennziffer: A12

    Vor Ablauf der Sperrfrist am 09.12.2004 Antrag auf Wiedererteilung gestellt:

    Es wurden folgende Entscheidung getroffen:

    Unanfechtbare Versagung der FE / §2 StVG i.V.m. §§11u. 20 FeV

    Gründe: 551 – Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung nicht erbracht. (Antrag nicht zurückgezogen)

    -19.10.2006 : Nach negativer MPU (nicht der FEB vorgelegt) folgende Entscheidung:

    Unanfechtbare Versagung der FE / §2 Abs. 2 Ziff. 3 StVG Versagung Erteilung.

    Gründe: 551 – Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung nicht erbracht. (Antrag nicht zurückgezogen)

    Tilgungsfrist wurde verlängert von ehemals 14.05.2019 nun bis 19.10.2021

    Im Nachhinein habe ich erfahren, dass ich den Antrag nach meiner negativen MPU hätte zurückziehen müssen. Wusste ich damals leider noch nicht.

    (Geht das eigentlich rückwirkend nach so langer Zeit noch? Wahrscheinlich nicht, oder?)


    Ende 2008 habe ich meinen CZ-FS mit CZ-WS dann über Agentur Miehe gemacht und ihn Anfang 2009 bekommen. Dazu ein Dokument vom 12.XI.2008 „Potvrzeni o prechodnem pobytu na uzemi“ (Bestätigung des vorübergehenden Aufenthalts in den Gebieten). Könnte das meine Bürgerkarte sein? Leider weiß ich nicht, ob mein WS 185 Tage betrug, oder nicht.

    Übrigens war ich zu dieser Zeit nicht in D abgemeldet, da dies zu der Zeit noch kein Thema war.



    Welche Optionen habe ich nun? Ich habe hier einiges gelesen, wegen Verlust und so. Aber welche Variante ist für mich die mit dem kleinsten Risiko?

    Meine Gedanken kreisen um folgende Situationen:


    1) Ich halte die Füße still und riskiere die Weiterfahrt bis Tilgungsende. Lebe eher ländlich, also weniger Polizei. Bei einer Kontrolle könnte man ja den Überraschten spielen.

    Falls es aber

    doch schiefgeht, wirkt sich ein FoFE Tilgungshemmend aus? (Mal abgesehen von der zu erwartenden Strafe)

    2) Ich lasse meine FS-Kopie beglaubigen und melde auf der FsST einen Verlust. Dann werden die Nachfragen in CZ wohl aber genauer sein, oder?

    3) Ich gehe auf´s Bürgerbüro und beantrage einfach eine Verlängerung meines FS´s. und da ja nun D dafür zuständig ist, gleich eine Umschreibung.

    4) Ein Ratschlag, den ich hier auch schon gelesen habe: Mich in NRW für die Zeit des Umschreibens anmelden. Diese Möglichkeit habe ich leider überhaupt nicht.


    Vielleicht konnten hier schon einige Erfahrung sammeln und mir daher gute Tipps geben.

    Wohne übrigens in BW (Schwarzwald)


    Danke euch schonmal :knips:

  • Habe ich schon. Er schlug mir den WS Wechsel nach NRW vor. Ist bei mir aber nicht machbar. Daraufhin meinte er, ich solle auf gut Glück aufs Bürgerbüro gehen. Allerdings machte er mir nicht wirklich Hoffnung, da scheinbar bis heute kein Miehe Schein erfolgreich umgeschrieben wurde.


    Ich hatte noch vergessen zu erwähnen:

    Als vor ein paar Jahren bei einer Hausdurchsuchung bei Miehe wegen gefälschten HU Scheinen eine Liste u.a. mein Name auftauchte, bekam ich ein Schreiben von unserer hiesigen Kripo mit der Aufforderung, meinen Schein dort vorzulegen. Ich habe den Beamten daraufhin angerufen, dass ich nicht erscheinen werde aus Angst mich selber zu belasten. Aus gutem Willen habe ich ihm jedoch die Rückseite meines CZ-FS zugefaxt um ihm zu zeigen, dass ich keinen HU-Schein habe. Er bedankte sich artig und meinte aber, dass er das trotzdem dem LRA melden müsse.

    Da kam bis heute aber nix. Entweder sah das LRA keine Veranlassung dazu, oder der Beamte hat nur geflunkert.

  • Hallo Gemeinde,

    ich versuche mein Glück morgen bei FS Stelle München!!! (Gott steh mir bei) wegen CZ Schein Umschreibung. Läuft März 2019 ab. Hoffe auf die sogenannte Tilgung. Letzte Mpu 2000 und danach 2002 letzter Eintrag wegen Trunkenheit war damals mit Mofa unterwegs da für Mofa kein FS notwendig war. Kann mir jemand behilflich sein, jemand der sich mit der Sache auskennt ob ich da richtig liege und wie die Chancen stehen für erfolgreiche Umschreibung? In den 10 Jahren mit CZ Schein vier mal angehalten davon zwei mal bockige Beamte erwischt die gleich verfahren eingeleitet haben, beide male hat die Staatsanwaltschaft von sich aus Verfahren eingestellt! Denke mal haben nach Prüfung des WS alles für ok befunden. Bin für jede hilfreiche Antwort dankbar

  • Inverter : kurz vor Ende der MPU-Frist umschreiben lassen, wenn nix dazugekommen ist, sollte es ohne Probleme gehen.

    Früher war das nach dem Datum der Rechtskraft+15Jahre.

    Zeitnah, aber nicht auf den letzten Drücker umschreiben.

    Verzicht+Neuerteilung ginge auch, aber bei Neuerteilung auch das KFZ-Versicherungsproblem.

    Oft habe ich es gesagt, umschreiben und umschreiben und ehemalige Klassen neu erteilen lassen, das ist der Königsweg.

  • Also ich möchte Dir da jetzt keine Angst machen, aber ich denke am sinnvollsten wäre es zunächst einmal eine ADAC-Rechtsschutz abzuschließen, bevor Du da irgendwas startest. Die zahlen Dir dann zur Not auch den Anwalt.


    Dein Hauptproblem dürfte die noch existierende MPU-Auflage sein, die sich zwar erübrigt hat, wenn Dein CZ-FS standhält, aber hier bin ich mir nicht wirklich sicher, daß der Schein hält.


    Alternativ könntest Du den Weg gehen, den Jagus vorgeschlagen hat.