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mustermaxi233

Anfänger

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1

Montag, 29. Januar 2018, 21:57

MPU mit BAK 1,04%

Hallo,
ich hätte mal eine Frage und leider bin ich verwirrt durch verschiedene Aussagen.
Ich schildere erstmal so kurz wie möglich den Sachverhalt.

Person X hat den Führerschein seit Juli 2016, ist 19 Jahre alt und somit noch in der Probezeit. Er wurde noch nie geblitzt oder hat sonstige Verkehrsverstöße begangen.
Im September 2017 wird er von einer Polizeistreife angehalten, da er den Motor stark aufheulen ließ und stark beschleunigte (laut Anklageschrift). Atemalkoholwert betrug zu der Zeit 1,14%. Führerschein wird sofort beschlagnahmt und eine Blutentnahme wird 2 Stunden später auf der Wache durchgeführt. BAK Wert lautet 1,04%. Dadurch das Ausfallerscheinungen vorhanden waren, kann es zu keinem Fahrverbot kommen. Einen Fachanwalt für Verkehrsrecht habe ich bereits beauftragt, der meinte das die Führerscheinakte sauber ist und ich NICHT zur MPU muss (lediglich ein Aufbauseminar für besondere + Probezeitverlängerung), da der BAK Wert 1,04% ist.
Komme aus Berlin und da ist eine MPU ab einem BAK-Wert von 1,1% fällig.

Als ich letztens bei dem Anwalt war meinte er diesmal was anderes und zwar das eine MPU trotzdem kommen kann und dies von der Führerscheinstelle abhängig ist.
Ich habe bisschen recherchiert und gelesen, das durch eine einmalige Trunkenheitsfahrt keine MPU angeordnet werden darf und der BAK-Wert ist ja auch unter 1,1% d.h. 1,04%.

Meine Angst ist jedoch dadurch dass ich Ausfallerscheinung hatte und der BAK-Wert 0,07% unter dem Wert für die MPU ist , dass trotzdem eine fällig werden kann , natürlich hat das Gericht keinen Einfluss darauf, sondern die Führerscheinstelle, meine Frage ist jedoch wie hoch sind die Chancen , dass keine MPU fällig sein wird.

Ich würd mich über jede Antwort / Hilfe freuen.


Mit freundlichen Grüßen
Mustermaxi233

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mustermaxi233« (29. Januar 2018, 22:35)


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2

Montag, 29. Januar 2018, 22:42

Bei Ausfallerscheinungen begründet die FEB damit berechtigt ihre Eignungszweifel und zack, das Ding ist gebucht.
Ermessensspielraum eben.
Die könnten dir auch bei 0,7 und Ausfallerscheinungen eine MPU aufdrücken, so sie das wollen.
E30 - was sonst?

mustermaxi233

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3

Montag, 29. Januar 2018, 22:44

Dann heißt es wohl einfach nur abwarten und schauen was die nette Führerscheinstelle in Berlin von mir haben will.
Habe gelesen dass wohl "Ausfallerscheinungen" positiv sein sollen, da man daran wohl merken soll dass man kein geübter Trinker ist und nicht noch mehr verträgt.
(was in meinen Augen eig. kein Sinn macht)

Naja aufjedenfall denke ich ist es eine 50/50 Chance , was die Führerscheinstelle da machen wird.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »mustermaxi233« (29. Januar 2018, 22:59)


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4

Montag, 29. Januar 2018, 23:09

Bei BAK > 1,00 geht man allerdings von Alkoholgewöhnung aus.
Ein ungeübter Trinker/Gelegenheitstrinker ist da zum Führen eines Kfz gar nicht mehr in der Lage.
So zumindest in etwa die Definition.
Ausfallerscheinungen sind immer negativ.
Du kannst ja damit https://www.anwalt.de/rechtstipps/keine-…vom_103613.html argumentieren, evtl. geht ja was.
E30 - was sonst?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »CabrioM50B32« (30. Januar 2018, 00:04)


mustermaxi233

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5

Montag, 29. Januar 2018, 23:13

Genau das selbe denke ich auch.
Ich habe mich nämlich über das mit den Ausfallerscheinungen gewundert, da ich vorhin gelesen habe
dass jemand unter 1,6 eine MPU bekommen hat und die Führerscheinstelle ihn wohl meinte , dass zu wenig Ausfallerscheinungen im Blutentnahmeprotokoll vorhanden sind.

raver

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6

Dienstag, 30. Januar 2018, 04:54

Auch Berlin muss sich an die 1,6 Promille halten. Was ein übereifriger SB daraus macht weiß man nicht. Aber wenn du "nur" 1,04 hattest, dann ist es ehr unwahrscheinlich das du zur MPU gebeten wirst.

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7

Dienstag, 30. Januar 2018, 05:47

Wenn es so einfach wäre...
Ab 1,6 ist Pflicht, darunter Ermessenssache.
Paradox daran:
Hast du unter 1,6 und Ausfallerscheinungen, begründet die FEB mit ebendiesen.
Hast du unter 1,6 und keine Ausfallerscheinungen begründet die FEB mit den fehlenden AE Alkoholmißbrauch.
Liegt allein im Ermessen der FEB, ich wünsche dir, daß die "nur" 1,04 dich retten.
An sich hat sich durch das Urteil des BVerwG nichts geändert.
E30 - was sonst?

holger

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8

Dienstag, 30. Januar 2018, 08:22

Hallo mustermaxi,

hier werden ein paar Dinge verdreht!

Wenn du noch in der Probezeit (Fahranfänger) bist und mit einem Promillewert über 0,3 BAK erwischt wirst, ist nicht nur eine Nachschulung gebucht sondern du gehst auch zur MPU!

Das du Ausfallerscheinungen hattest spielt erstmal nur für die MPU eine Rolle. Das ist positiv und bedeutet nichts anderes, wie daß du bei einem BAK von 1,04 nicht mehr ganz bei Sinnen warst und damit auch den hohen Pegel nicht gewohnt bist. Hier reden wir also nicht von einer Abhängigkeit!

Zitat

Wenn es so einfach wäre...
Ab 1,6 ist Pflicht, darunter Ermessenssache.
Paradox daran:
Hast du unter 1,6 und Ausfallerscheinungen, begründet die FEB mit ebendiesen.
Hast du unter 1,6 und keine Ausfallerscheinungen begründet die FEB mit den fehlenden AE Alkoholmißbrauch.
Liegt allein im Ermessen der FEB, ich wünsche dir, daß die "nur" 1,04 dich retten.
An sich hat sich durch das Urteil des BVerwG nichts geändert.


1. Das ist insofern nur richtig wenn es sich nicht um Fahranfänger handelt!
2. Die Fsst wird sich auch ganz klar an Ihre Vorgaben halten, da gibt es kein Spielraum.
Gr. holger

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Dienstag, 30. Januar 2018, 09:00

Hallo Holger,

ich bin etwas überrascht was Du schreibst.
Als Ersttäter!!! mit 1,04 Promille kommt keine MPU. Im Wiederholungsfall sieht das aber anders aus.
Die Ausfallerscheinungen mit aufheulendem Motor müsste ein guter Rechtsanwalt wegbekommen.
Dann wäre die Tat nur eine OWI und die Straftat wäre vom Tisch.
Man kann auch nüchtern mal im 2 Gang anfahren, da heult eben der Motor auf.

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Dienstag, 30. Januar 2018, 09:35

Probezeit,

holger

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Dienstag, 30. Januar 2018, 10:09

Zitat

Hallo Holger,

ich bin etwas überrascht was Du schreibst.


Zitat

Person X hat den Führerschein seit Juli 2016, ist 19 Jahre alt und somit noch in der Probezeit.



Zitat

Probezeit,


Hast du wohl überlesen! :Handd:
Gr. holger

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mustermaxi233

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Dienstag, 30. Januar 2018, 10:30

Viele dank erstmal für alle Antworten,
Am 07.02 habe ich erstmal beim Anwalt einen Termin um alles vor dem Gerichtstermin zu besprechen.
Und am 08.02 der Gerichtstermin , mal schauen was alles da auf mich zu kommt.

Laut dem Anwalt ist mein Führerschein bestimmt 11-12 Monate weg, was meiner Meinung nach übertrieben ist wenn man es mit anderen Urteilen vergleicht,
andere Leute haben mit 1,3% oder 1,6% grade mal 6-8 Monate bekommen.
Liegt natürlich immer am Richter und man kann es nie wissen.

holger

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13

Dienstag, 30. Januar 2018, 10:41

Hallo mustermaxi,


Wenn dein Anwalt weiss was er tut, wird er dich auf Fahrlässigkeit da durch bringen. Das Gericht geht immer erstmal von Vorsatz aus und verteilt damit die Höchststrafen. Unter normalen Umständen, ist dein BAK nämlich nicht hoch genug, um gegen den Vorsatz zu argumentieren. Jetzt kommen dir eben die Ausfallerscheinungen zu gute, denn du warst nicht mehr zurechnungsfähig und damit ist die Tat des Vorsatzes ausgeräumt.

Das sollte dein Anwalt aber Wissen!!
Gr. holger

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14

Dienstag, 30. Januar 2018, 11:46

Die geballte Sachkompetenz des Verkehrsportals ist auch meiner Meinung.
Unter 1,1 Promille, selbst in der Probezeit als Ersttäter gibt es keine MPU!!

http://www.verkehrsportal.de/board/index…howtopic=123452

mustermaxi233

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15

Dienstag, 30. Januar 2018, 11:55

Ja, ich denke ich habe jetzt genug antworten die mir bestätigen, dass eine MPU nicht fällig sein wird, sowohl hier und auch drüben im Verkehrsportal.

holger

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16

Dienstag, 30. Januar 2018, 11:56

Die geballte Sachkompetenz des Verkehrsportals ist auch meiner Meinung.
Unter 1,1 Promille, selbst in der Probezeit als Ersttäter gibt es keine MPU!!

http://www.verkehrsportal.de/board/index…howtopic=123452


Schön für das tolle Portal, haben aber leider unrecht. Und ich finde es schlimm wenn ein Portal wie dieses dann so ein Mist erzählt!!!

Und wie ich gerade dort lese, wollen die Leute auf eine Ordnungswidrigkeit hinaus, dann ist der Sachverhalt auch wieder ganz anders. Aber gut, es wird sich zeigen was bei der Geschichte raus kommt, und ich hoffe nicht das du mustermaxi dir jetzt den bequemsten Weg suchst und denkst die haben da schon alle recht. Ich könnte es jetzt aus meinem Hausforum zitieren und wieder Wind hier rein bringen, dazu habe ich aber keine Lust mehr.

In dem Sinne hoffe ich das beste für dich. :-)
Gr. holger

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mustermaxi233

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17

Dienstag, 30. Januar 2018, 12:04

@Holger,
vielen dank ich werd mich aufjedenfall nach dem Gerichtstermin am 08.02 hier melden und berichten was dabei rausgekommen ist.

mustermaxi233

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18

Mittwoch, 7. Februar 2018, 13:44

Also ich war heute bei meinen Anwalt und der meinte dass nein Trunkenheit in der Regel kein Verfahren eingestellt wird, auch nicht gegen Geldauflage. Er will das ich vor Gericht eine ,,Jugendstrafe,, kriege, und keine ,,erwachsenen Strafe,, was ich laut ihm Bekommen hätte wenn es nicht zum
Termin kommen würde als Beispiel kam ein Seminar in Betracht für die Jugendstrafe.

Bezüglich MPU habe ich ihn nochmal gefragt und er hat mir wieder mitgeteilt dass es in Berlin ab 1.1% BAK IST (?),
Laut Bundesverfassungsgericht wurde es doch in jedem Bundesland auf 1.6% geregelt ?
Mein Kopf ist verwirrt .

EU_Fahrer

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19

Mittwoch, 7. Februar 2018, 14:05

Eine MPU-Auflage wird man kaum bei erstmaligem Verstoß begründen können, aber auf jeden Fall eine Probezeitverlängerung um zwei Jahre und der Betroffene muss an einem Aufbauseminar teilnehmen.

mustermaxi233

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20

Mittwoch, 7. Februar 2018, 14:15

Ich hoffe es mal ...
Das ist die Anklageschrift (das wichtigste kurz gefasst)

Am Tattag gegen 02:50 lenkte und steuerte der Angeschuldigte den PKW in der ... Straße, wobei er den Motor laut aufheulen ließ und in Fahrtrichtung stark beschleunigte. In Höhe der ... Straße, stelle die Zeugin PK anlässlich der Fahrzeugkontrolle deutlichen Alkoholgeruch des Angeschuldigten fest, der beim Aussteigen einen leichten Ausfallschritt in Richtung seines Fahrzeugs und zurück machte.
Eine dem Angeschuldigten am Tattag um 04:50 entnommene Blutprobe wies einen Mittelwert von 1,04 Promille Ethanol im Vollblut auf.