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Pioneer

unregistriert

41

Samstag, 22. Mai 2010, 10:11

@ charly

Nur mal zur Klarstellung:

Wer hier was, wann, wo und wie macht bzw. nicht macht, entscheidet in diesem Forum immer noch das Mod-Team. :motz:

42

Samstag, 22. Mai 2010, 11:51

Wobei das Mod Team auch noch nen "Führer" hat :lach:
Andersrum lebt ein Forum von den Usern und nicht von den Mods... (Sollte jetzt keine Kritik an den Mods sein)!

So, nun gehabt euch wohl und genießt die Sonne solange sie noch da ist!

43

Samstag, 22. Mai 2010, 15:07

@ charly

Nur mal zur Klarstellung:

Wer hier was, wann, wo und wie macht bzw. nicht macht, entscheidet in diesem Forum immer noch das Mod-Team. :motz:
Nur mal zur Gegenklarstellung:

Die normalen User sind hier im Forum in der Überzahl und nicht die Vermittler.

Für die Vermittler wurde eigens ein eigener Bereich für Werbung eingerichtet. Dann ist dieser auch dafür zu nutzen und nicht in jedem Thread aufs neue Eigenwerbung - in welcher Form auch immer, sei es threadbezogen oder auch nicht - zu platzieren.

Ich hab ja nichts dagegen, wenn ein Vermittler in einem Thread antwortet. Dann aber so neutral, daß es nicht nach Eigenwerbung stinkt.
Jeder ist selbst seines Glückes Schmid.
Bitte keine Fragen per PN, diese werden nur im Forum beantwortet.
Ich bin zwar Moderator, aber wenn ich in dieser Funktion unterwegsbin dann schreibe ich generell in blau!!!!
Ansonsten habe ich eine eigene persönliche Meinung, die nix mit der Moderatorfunktion zu tun hat.


44

Samstag, 22. Mai 2010, 18:41

@ Charly
Wende dich doch mit deinem Anliegen an den Forumsbetreiber oder einem der diversen Moderatoren.
Der dafür zuständige wird sich sicherlich deines Problems annehmen und entsprechend reagieren (Oder auch nicht)
:wink:

Pioneer

unregistriert

45

Samstag, 22. Mai 2010, 23:02

Ich hab ja nichts dagegen, wenn ein Vermittler in einem Thread antwortet.
Na, da bedanke ich mich aber für deine ausgesprochene Großzügigkeit.

Ich habe bereits klargestellt, wie es hier bekanntermaßen abläuft und ob dir das paßt oder nicht, ist mir, gelinde gesagt, völlig gleichgültig.

Damit ist dieses Thema hier beendet.

46

Sonntag, 23. Mai 2010, 01:50

Statt sich der Kritik zu stellen, werden einfach Beiträge gelöscht.

Super MOD-Team

Damit du dich von dem Super MOD-Team mal erholen kannst, wirst du erstmal 7 Tage moderiert, wenn du es anders nicht verstehen willst. Pioneer
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Ansonsten habe ich eine eigene persönliche Meinung, die nix mit der Moderatorfunktion zu tun hat.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pioneer« (23. Mai 2010, 02:03)


Unterwegs

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47

Sonntag, 23. Mai 2010, 09:07

Was für eine aggressive Stimmung. ich teile die Einschätzung von Charly auch nicht und ich halte Oberklops tatsächlich für einen sehr fairen Vermittler auch wenn ich noch nicht mit ihm persönlich zu tun hatte. Ich bin auch sehr glücklich darüber, die Einschätzungen von RA Xdiver zu lesen. Da kommt mir wirklich sehr viel Substanzielles herüber. Aber Charly ist halt so. Seit ich dieses Forum beobachte, warnt er vor EU-Führerscheinen. So jemanden braucht es auch, um die Chancen und Risiken abzuwägen. Allerdings fällt mir da gleich ein netter Spruch ein: "Manche leben so vorsichtig, dass sie irgendwann einmal wie neu sterben werden."



Grüsse von Unterwegs (besonders an Charly und das meine ich so, ohne Ironie)

Unterwegs

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48

Sonntag, 23. Mai 2010, 21:49

Mal eine Frage, die vielleicht ein Anwalt beantworten kann.

Besteht eigentlich die theoretische Möglichkeit für einen EU-Bürger, der keinen Wohnsitz in Deutschland hat, seinen EU-FS in Deutschland anerkennen zulassen, wenn entsprechende Eintragungen im VZR vorhanden sind, also auch auf die Gefahr einer MPU oder erklären sich die dt. FEBs da für unzuständig?

49

Sonntag, 23. Mai 2010, 22:33

Warum soll das nicht gehen?

Hierfür ist jede D-FEB dann zuständig.

Wenn der FS durch ein Vergehen in D aberkannt wurde, muss er ja auch wieder auf Antrag anerkannt werden, wenn die entsprechenden Eignungszweifel ausgeräumt sind bzw. in Form einer MPU ausgeräumt werden.
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50

Sonntag, 23. Mai 2010, 23:49

Sicher braucht ein Forum auch Leute wie @charly, die vor EU-FSen warnen.
Aber 15 Jahre auszusitzen ist in meinen Augen keine Philosophie - es ist ja nicht einmal ein Weg.
Es geht also nur im Inland MPU oder im Ausland EU-FS. Wer da weder das eine, noch das andere in Betracht zieht, also weder Fisch noch Fleisch ist, und dann noch Hinweise und Tips geben will - ich denke nicht, das damit auch nur einem User hier geholfen ist.
Ebenso wenig, wenn man vor dem oder dem Vermittler warnt, und nicht gleichzeitig sagt - von der oder dem ist nichts Negatives bekannt. Kann man machen - aber dazu sollte Charly ein eigenes Forum eröffen, wo man 15 Jahre in Bandmaße einteilt :klatsch2:
Und zu der Anerkennungsfrage (von der ich nichts halte, nebenher) - wer nicht im Zuständigkeitsbereich der FEB wohnt - da ist sie einfach nicht zuständig.
Normalerweise. Momentan wurden wir ja durch H.G. in BY eines Besseren belehrt. NU in Abwesenheit, noch dazu in Flensburg eingetragen - aber Steffi ist schon dran, dem Seppl die Lederhose lang zu ziehen. :wink:
Wenn die Meinungsfreiheit weggenommen wird, dann werden wir dumm und still wie die Schafe zur Schlachtbank geführt.

- George Washington

Unterwegs

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51

Montag, 24. Mai 2010, 00:31

Ich wollte ja auch nur wissen, ob ich als Nichtdeutscher und ohne deutschen Wohnsitz überhaupt die Möglichkeit hätte, eine deutsche MPU zu machen.

52

Montag, 24. Mai 2010, 09:25

Aber 15 Jahre auszusitzen ist in meinen Augen keine Philosophie - es ist ja nicht einmal ein Weg.
Diese Entscheidung mußt Du schon jedem User selbst überlassen.

Jedenfalls gibt es diesen Weg und dieser ist neben der MPU in Deutschland der legalste. Vor dem 01.01.1999 gab es diesen Weg noch gar nicht. Damals gab es zwar auch die 10jährige Tilgung, aber die Tat durfte lebenslänglich verwertet werden. Das hieß, selbst nach 20 Jahren FS-Entzug konnte im Rahmen der Neuerteilung eine MPU gefordert werden

1. Man benötigt keinen Scheinwohnsitz Denn nichts anderes sind die Wohnsitze, die beim ausländische EU-FS vermittelt werden.
2. der Betreffende muß keine 185 Tage warten bis er die Pappe bekommt. In der Regel wird die Pappe in D nach ca. 6 Wochen Bearbeitungszeit - wenn keine MPU mehr im Raum steht - ausgehändigt.
3. kommt es auf die Situation beim einzelnen an. z. B. wie lange die Tat her war. Jemand, der nach 15 Jahren den D-Fs wieder holt wird ihn in der Regel länger in Händen halten als jemand, der nach der Sperrfrist ins EU-Ausland geht. Hier im Forum sind ja ein paar Fälle - wenn auch teilweise nur in Form einer Pressemitteilung - vorhanden, die nichts daraus gelernt haben.
4. kostet der FS nach 15 Jahren ein vielfaches weniger als ein ausländischer EU-FS. z. B. bei meiner FEB nur 80 Euro zuzüglich der Gebühren für Führungszeugnis, Passbilder sowie Sehtest oder augenärztliches Gutachten. Die 80 Euro decken ja nicht mal die Anreisekosten nach CZ oder PL. Ganz zu schweigen von den zusätzlichen Hotelkosten in EU-Ausland trotz vorhandenem Wohnsitz.
5. sind in vielen Bundesländern keine erneute Prüfungen nötig.
6. besteht bei einem D-FS nicht die Gefahr daß er in D aberkannt werden kann. Entweder man verhält sich so, daß man ihn sein Leben lang hat oder man bekommt ihn halt entzogen. Letzteres passiert aber auch mit einem ausländischen EU-FS bei einem entsprechenden Vergehen in D.

Der einzige Vorteil, den der ausländische EU-FS bietet und was für ihn spricht, ist, daß man trotz Aberkennung für D überall auf dem Rest der Welt trotzdem fahren darf. Was aber im Endeffekt in D nichts nutzt solange der Job und die Familie in D sind und weil die Aberkennung im VZR eingetragen wird und erneut 15 Jahre zu laufen beginnen.

Ergo, machte es unterm Strich doch Sinn entweder die 15 Jahre auszusitzen oder eine MPU zu machen.

Ihr Vermitlter stellt euch alles viel zu einfach vor bzw. schaut die ganze Sache nur mit der Scheuklappe an. Anstatt auch mal über den Tellerrand hinweg zu schauen.
Jeder ist selbst seines Glückes Schmid.
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Ich bin zwar Moderator, aber wenn ich in dieser Funktion unterwegsbin dann schreibe ich generell in blau!!!!
Ansonsten habe ich eine eigene persönliche Meinung, die nix mit der Moderatorfunktion zu tun hat.


Jasmin

Schüler

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53

Dienstag, 25. Mai 2010, 20:30

Ich habe Heute meinen D-FS abgeholt von der FEB, hatte nen CZ. :appl: :oma:
Ich kann es immer noch nicht glauben, wird wohl auch noch einpaar Tage dauern und schau ihn immer noch ungläubig an. So ganz ohne Tarnmodus fahren is, t schon komisch, wenn Sportclub Grün-Weiss an einem vorbei fährt, hatte ich heute auch :knips: :wink:

Ich möchte mich hiermit nochnal gaaannz herzlich ein großes Danke nochmal bei Marc Wandt alias RA XDiver (rechtlicher Beistand und Hilfe,besseren Anwalt gibt es nicht) und Medusa (taktische Hilfe und Ideen, wenn man weiter gehen muss als FEB) bedanken. :DK: -cla-

mein tag Heute :oma: :oma:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jasmin« (25. Mai 2010, 20:45)


54

Dienstag, 25. Mai 2010, 21:43

Bei dem schönen Beitrag spar ich mir die Antwort auf den letzten von @charly :oma: :supi:
Gabs übrigens schon länger bei uns, dieses Wort: "Wandtseidank" :soist:
Wenn die Meinungsfreiheit weggenommen wird, dann werden wir dumm und still wie die Schafe zur Schlachtbank geführt.

- George Washington

Medusa

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55

Dienstag, 25. Mai 2010, 22:03

3. kommt es auf die Situation beim einzelnen an. z. B. wie lange die Tat her war. Jemand, der nach 15 Jahren den D-Fs wieder holt wird ihn in der Regel länger in Händen halten als jemand, der nach der Sperrfrist ins EU-Ausland geht. Hier im Forum sind ja ein paar Fälle - wenn auch teilweise nur in Form einer Pressemitteilung - vorhanden, die nichts daraus gelernt haben.


Du bist lange genug dabei um die Zahlen der falsch positiven und falsch negativen MPUs zu kennen. Zu den Zahlen der Aussitzer gibt es leider keine Statistik. Bei Zehntausenden EU-FE'lern sind die 100 / 200 aufgebauschten Pressefälle ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Der einzige Vorteil, den der ausländische EU-FS bietet und was für ihn spricht, ist, daß man trotz Aberkennung für D überall auf dem Rest der Welt trotzdem fahren darf.


Bei der hiesigen Kontrolldichte fahren EU-FE'ler zumeist jahrelang ohne auch nur in eine Kontrolle zu geraten. Die gewonnene Mobilität ist für die Betroffenen sicherlich ein großer Vorteil. Wie es für Erwerber ab dem 19.01.2009 aussieht muß noch der EuGH entscheiden. Ich sehe diese Frage für D. als verloren an.

Sicherlich ist eine EU-FE keine einfache und billige Angelegenheit. Vermittler und Anwälte wollen zurecht verdienen.

Die Chance aber generell zu verneinen ist ein Fehler. Wer 15 Jahre abwarten will könnte bis Fristablauf auch schon verstorben sein :knips:
Meine Vorlagefragenidee verrate ich nicht :knips: // Steckbrief

Medusa

Profi

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56

Dienstag, 25. Mai 2010, 22:16

Und nun ihr Stoffel ..

Herzlichen Glückwunsch @Jasmin
Meine Vorlagefragenidee verrate ich nicht :knips: // Steckbrief

DODOXX

Profi

Beiträge: 1 258

Registrierungsdatum: 30. November 2009

Beruf: Immer und Ständig

Führerschein aus: D-EU FS

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57

Mittwoch, 26. Mai 2010, 09:01

Von mir auch Glücksschuh @ Jasmin und @ Hr.Wandt. :klatsch:

Sollte man in Wikipedia aufnehmen "Wandtseidank" :lach:

Generell vorsichtig im Hochloben bin, wer schnell hochgelobt wird,
wird auch schnell wieder runter gebuht.

Trotzdem :Respekt:
:wink: :DK: :wink:

Pioneer

unregistriert

58

Freitag, 21. Januar 2011, 04:59

Ein guter Anwalt,der vorallem gnadenlos ehrlich ist und mit dem ich die besten Erfahrungen gemacht habe ist

Rechtsanwalt Ralf Hölzen aus Goch
Soweit der Tip vom User @ Baron und nun der Bericht dazu:

Zitat

KRIMINALITÄT
Das schnelle Geld
Von Diehl, Jörg
Zwei Deutsche wurden in Österreich mit falschen US-Noten im Wert von fast 500 Millionen Dollar geschnappt. Jetzt muss ein Gericht klären, ob sie Betrüger sind oder Betrogene.
Er träumte vom Leben eines Millionärs, von einer Villa im Wald, von einem Aston Martin V12 Vantage, am liebsten in Quantum Silver. Er, ein ehemals durchschnittlich erfolgreicher Provinzanwalt, wollte nicht länger nur zuschauen, wenn andere sich an den ganz großen Deals gesundstießen.
Die Villa, der Aston Martin, alles perdu. Ralf Hölzen, 46, groß, schlank, ergraut, ein Stück Schwarzwälder Kirsch auf dem Kuchenteller, sitzt in einem Rentnercafé im niederrheinischen Goch und löffelt Sprühsahne aus seinem Kaffee. Er wohnt jetzt wieder bei seinen Eltern, zwei Straßen weiter.
Ende Januar wird sich Hölzen vor dem Vorarlberger Landesgericht Feldkirch verantworten müssen. Er und sein Kumpan Dietmar B., 52, sind von der österreichischen Justiz angeklagt wegen versuchten schweren Betruges und Besitzes von falschen Geldscheinen.
Vor fast einem Jahr waren Hölzen und B. in einer Bank im Kleinwalsertal festgenommen worden. Das Duo soll dort versucht haben, 202 Millionen Dollar Falschgeld einzutauschen. Weitere falsche 291 Millionen Dollar fand die Polizei im schwarzen Samsonite-Koffer der beiden.
Nominell war das einer der größten Fahndungserfolge, den europäische Polizeiorgane im Kampf gegen falsche US-Noten je erzielen konnten. Von einem strategischen Ermittlungscoup mochte freilich nicht mal die österreichische Kripo sprechen. Dazu mangelte es den Angeklagten an Plan und Professionalität.
Vielmehr dürfte der Prozess in Feldkirch ein Lehrstück darüber werden, wie in Zeiten der Gier auch kleine Leute das schnelle Geld suchten; wie sie glaubten, mit Schrottpapieren und ein bisschen Schlitzohrigkeit zu Reichtum kommen zu können; und wie sie dabei ihre Existenz ruinierten.
"Die Sache", so nennt Ralf Hölzen im Rückblick seine Hoffnung auf den maximalen Reibach, beginnt mit einem unangekündigten Besuch im September 2008. Es läuft gerade nicht gut für ihn. Seine Ehe ist in die Brüche gegangen, die Zulassung als Rechtsanwalt ist ihm entzogen worden, wegen "ungeordneter Vermögensverhältnisse", wie es heißt. Hölzen hat Schulden beim Finanzamt, Zehntausende Euro, und schlägt sich als Berater durch.
Eines Nachmittags treten zwei Männer in sein Büro. Hendrik van den B. ist ein älterer Herr, groß und hager, er trägt einen teuer aussehenden dunklen Anzug und stellt sich als niederländischer Geschäftsmann vor. Der hat Geld, sagt sich Hölzen.
Der andere, klein und kahlköpfig, ist Dietmar B. aus Essen. Seine Erscheinung macht deutlich weniger her. Dass er ein langzeitarbeitsloser, sechsfach vorbestrafter Maschinenschlosser ist, der wegen versuchten Betruges und schweren Bandendiebstahls schon im Gefängnis gesessen hat, sagt er laut Hölzen nicht.
Sie kämen auf Empfehlung eines ehemaligen Mandanten, schmeicheln die Besucher. Hölzen möge ihnen doch bitte einen Kaufvertrag aufsetzen, es gehe um historische Wertpapiere, unter anderem amerikanische Silberzertifikate. Diese fast wie gewöhnliche Dollarscheine aussehenden Noten seien nie als herkömmliches Zahlungsmittel eingesetzt worden, sehr wohl aber früher zwischen Banken gehandelt worden - und noch immer sehr, sehr wertvoll.
Hölzen kennt sich mit Mietsachen aus, Steuerrecht und Straßenverkehrsdelikten; von Devisengeschäften hat er keine Ahnung. Auch wenn ihm seine neuen Mandanten merkwürdig erscheinen sollten, so unterdrückt er doch jegliche Skepsis. Hölzen hat früher auch Anlagebetrüger vertreten, die mit der Gier der Menschen kalkulierten. Jetzt will er dabei sein, wenn mit wenig Arbeit viel Geld verdient wird. Er hofft, seine Pechsträhne könnte schon bald ein Ende finden.
Deshalb will Hölzen mehr tun, als seiner neuen Kundschaft nur juristische Schriftstücke aufzusetzen. Hendrik van den B. scheint das gelegen zu kommen, er überlässt dem Ex-Anwalt eine Note, damit dieser sie überprüfen kann. Hölzen scannt den Schein ein und verschickt ihn per Mail an verschiedene Bekannte.
Von einer Angestellten der Privatbank Julius Bär erhält er prompt die Antwort, die Papiere seien wertlos. Doch er glaubt der Auskunft nicht, will ihr nicht glauben. Das Geschäft seines Lebens darf nicht vorbei sein, ehe es überhaupt begonnen hat. "Das ist doch meine Chance", sagt er sich.
So jedenfalls erzählt Hölzen die Geschichte. "Ich war naiv" - das ist das Eingeständnis, zu dem er bereit ist. Die kriminelle Energie jedoch, die ihm in der Anklage zur Last gelegt wird, so beteuert er, sei nicht von ihm ausgegangen.
Das österreichische Nationale Analyse Center (NAC) hat die 493 bei Hölzen und B. gefundenen Scheine untersucht. Es handelt sich bei 295 ursprünglich um Ein-Dollar-Noten. Fälscher haben den Nennwert der Noten auf eine Million Dollar erhöht, indem sie sechs Nullen hinzufügten. Das sei "sehr aufwendig und professionell" gemacht worden, urteilen die Spezialisten. Die übrigen 198 Eine-Million-Dollar-Papiere aus Hölzens Besitz sind laut NAC komplette Fälschungen.
Dem Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden ist das Phänomen der Eine-Million-Dollar-Scheine wohlbekannt. In Deutschland tauchen sie seit 2003 immer häufiger auf. Sie werden vorwiegend mit imitierten Echtheitsbescheinigungen bei Geschäftsbanken zum Umtausch vorgelegt. Im vergangenen Juni fand die italienische Finanzpolizei im Reisegepäck von zwei Japanern gar angebliche US-Anleihen im phantastischen Wert von 134 Milliarden Dollar. Es waren Blüten, und sie waren handwerklich nicht mal gut gemacht.
Ex-Anwalt Hölzen will in seinem Fall von der Echtheit der Scheine bis zur Festnahme überzeugt gewesen sein - und sich nur deshalb immer stärker engagiert haben. Zusammen mit seinem Mandanten Hendrik van den B. fährt er Anfang Januar 2009 nach Rohrschach in die Schweiz. Dort treffen sie einen spanischen Geschäftsmann, von dem sie hoffen, dass er die "Zertifikate" zu richtigem Geld machen kann. In einem Café übergibt van den B. dem Spanier Cristian C. einen Umschlag mit insgesamt 490 Noten à eine Million Dollar. Hölzen sitzt daneben, tut wachsam und lässt sich die Transaktion auf einem Quittungsblock bestätigen.
Den Ermittlern zufolge will C. die Papiere von einer Bank prüfen und beleihen lassen. Hölzen gibt später zu Protokoll, Cristian C. habe mit dem Kredit im großen Stil spekulieren und einen satten Gewinn für alle herausholen sollen.
Doch der Spanier vermag sein angebliches Versprechen nicht zu halten, weder kann er die Noten beleihen, noch kann er sie eintauschen. Er ruft nicht mehr an und geht immer seltener ans Telefon. Van den B. und Hölzen werden nervös, sie fürchten, C. werde sich aus dem Staub machen.
Am 21. Januar fährt Ralf Hölzen zum zweiten Mal in die Schweiz, Dietmar B. begleitet ihn. Um 12.45 Uhr sind sie mit Cristian C. in Rohrschach verabredet, doch der lässt seine Kompagnons warten.
Hölzen und B. sitzt die Zeit im Nacken, sie haben bereits vor Tagen einen Termin in der Volksbank Riezlern im Kleinwalsertal vereinbart. Riezlern ist ein beliebter Touristenort für Skifahrer und Wanderer. Da das Tal nur von Deutschland aus zu erreichen ist, hat sich in der Exklave auch eine vitale Bankenszene entwickelt. Viele Deutsche tragen ihre Ersparnisse auf die österreichischen Konten.
Hölzen kennt die Volksbank Riezlern aus seiner Zeit als Anwalt. Dort sollen die Zertifikate zu Geld gemacht werden, denn mit dem deutschen Fiskus, das hat er sich geschworen, teilt er dieses Geschäft nicht.
Als Cristian C. nach über einer Stunde endlich auftaucht, übergibt er den beiden Deutschen einen braunen DIN-A4-Umschlag mit den Scheinen. Hölzen unterschreibt eine Quittung, keiner zählt nach. "Das Zeug ist wertlos", will C. gesagt haben, doch Hölzen und B. hätten ihm nicht glauben wollen.
Im Kleinwalsertal werden sie von der Bankangestellten Jutta B. empfangen. Die Männer sind ungeduldig, sie wollen die vermeintlich historischen Papiere loswerden, die Bank soll in den USA deren aktuellen Marktwert ermitteln und ihn den Konten gutschreiben, die sie in Riezlern eröffnen wollen. Das ist der Plan.
Fünf Noten à eine Million Dollar legen die Besucher zur Ansicht auf den Schreibtisch. "Ich hatte dabei das Gefühl, dass die beiden glaubten, diese Wertpapiere und das Geld seien absolut echt", wird Jutta B. später der Polizei sagen. Da ihr die vorgelegten Papiere nicht bekannt sind, reagiert sie zurückhaltend. Ralf Hölzen und Dietmar B. packen daraufhin noch mehr Scheine aus: zwei Bündel, eines mit 99, eines mit 100 Noten, insgesamt also 199 Millionen Dollar, der Rest bleibt im Koffer. Jutta B. bittet um Entschuldigung und verlässt ihr Büro. Sie telefoniert mit der Zentrale, ein Kollege in Wien sagt ihr, Eine-Million-Dollar-Scheine gebe es seines Wissens nicht. Dann ruft jemand aus der Bank die Polizei.
Ob die beiden Deutschen an den Wert der Noten glaubten oder ob sie bewusst Fälschungen in Umlauf bringen wollten, wird die Kernfrage des Prozesses sein. Die Ermittler werfen Hölzen und B. vor, sie hätten sich spätestens in Riezlern "damit abgefunden, dass die Papiere falsch sein könnten". Ihr Kalkül sei gewesen: Die Volksbank werde den Schwindel schon nicht erkennen und "trotz der Wertlosigkeit der Papiere eine Gutschrift tätigen".
Ralf Hölzen und der in Untersuchungshaft sitzende B. bestreiten das. Sie versichern, dass sie nicht so dumm seien, wissentlich mit einer halben Milliarde Dollar Falschgeld in eine Bank zu gehen. Der frühere Rechtsanwalt will deshalb vor Gericht die seiner Meinung nach eklatanten Ermittlungsfehler und die juristischen Widersprüche der Anklage deutlich machen.
Von Hendrik van den B., dem Mann, der die Blüten auf noch ungeklärten Wegen einst beschaffte, darf Hölzen keine Entlastung erwarten. Er wird in dem Verfahren als Zeuge auftreten. Dem 74-Jährigen haben die Beamten bislang keine Straftat nachweisen können. Er behauptet, von Hölzens und B.s Ausflug ins Kleinwalsertal rein gar nichts gewusst zu haben.
Quelle

Ob er noch weiterhin an der Vertretung der Mandanten mit EU-FS-Problemen interessiert ist, bleibt fraglich. :lach:

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