http://www.merkur-online.de/lokales/land…et-1217161.html
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Schongauer Land - Ein Mann hat angetrunken einen schlimmen Unfall verursacht, seine schwerstverletzte Beifahrerin im Auto zurückgelassen und sich im Wald versteckt. Doch nicht genug damit.
Bei dem flüchtigen Unfallverursacher handelt es sich auch noch um den Besitzer einer Fahrschule in der Region Schongauer Land. Um so unglaublicher ist die Geschichte, die sich am vergangenen Karfreitag bei Engen/Steingaden (Landkreis Weilheim-Schongau) abspielt. Horst K. (Name geändert) macht in seinem Porsche eine Spritztour auf der B 17 von Peiting in Richtung Steingaden. Neben dem 48 -Jährigen auf dem Beifahrersitz: eine junge Dame (29) aus Peiting.
In einer scharfen Kurve bei Engen kommt der Wagen des Peitingers auf die Gegenfahrbahn. Der Fahrer eines BMW aus Peiting (22) kann nicht mehr ausweichen. Der Porsche schleudert in den Wagen. Der BMW-Fahrer wird beim Zusammenstoß verletzt. Die Beifahrerin des Porschefahrers erwischt es schlimm. Der Unfallverursacher selbst bekommt nur ein paar Kratzer ab.
Was dann passiert, ist schlichtweg unfassbar. Der Fahrlehrer bittet einen Landwirt an der Unfallstelle darum, telefonieren zu dürfen. „Er wirkte verwirrt, nervös, wie unter Schock“, erzählt Josef Echtler. „Deshalb hab ich ihn nicht aus den Augen gelassen.“ Als Bauer Echtler dem Porschefahrer kurz den Rücken zuwendet, nutzt der die Gunst der Stunde. „Auf einmal hat meine Mutter geschrien: Der ist gerade in den Wald gelaufen!“ Josef Echtler nimmt die Füße in die Hand, will dem Unfallverursacher folgen. Doch der ist im Dickicht verschwunden. „Der muss einen Affenzahn drauf gehabt haben“, staunt Josef Echtler. Verwunderlich. Denn sowohl der Landwirt als auch später die Polizei erschnuppern beim Unfallversursacher nur unschwer eine „Fahne“.
Während Ersthelfer und dann der Rettungsdienst sich um die Verletzten kümmern – die Peitingerin wird schwerstverletzt mit dem Hubschrauber ins Unfallklinikum nach Murnau geflogen – ruft die Polizei die Feuerwehr zur Hilfe. Und auch ein zweiter Rettungshubschrauber mit Wärmebildkamera sucht von der Luft aus den Wald nach Horst K. ab. Immerhin 40 Feuerwehrmänner aus Steingaden, Lauterbach und Urspring durchkämmen das Unterholz nach dem flüchtigen Unfallfahrer. Einer von ihnen ist Christian Schweiger aus Urspring. Fast eine Stunde hat er mit seinen Kameraden den Wald durchkämmt. „Dann bin ich fast über ihn drübergestolpert.“
Horst K. hatte sich bei einer Jagdhütte unter junge Bäume gelegt. „Man hat ihn kaum gesehen.“ Verwirrt sei er ihm vorgekommen, berichtet Feuerwehrmann Schweiger. „Wie unter Schock.“ Doch der Unfallflüchtige scheint sich von seinem „Schock“ schnell erholt zu haben. Als die Polizei wegen deutlichen Alkoholgeruchs zum Alkotest bittet, verweigert Horst K., wehrt sich. Schließlich wird eine Blutentnahme erzwungen – und der Führerschein sichergestellt. Nicht zum ersten Mal. Horst K. ist weder bei der Polizei noch bei der Kfz-Zulassungsstelle in Schongau ein Unbekannter. Nicht erst einmal ist er mit ordentlich Promille hinterm Steuer erwischt worden. Immer wieder waren der Schein und auch die Zulassung für die Fahrschule weg.
http://www.merkur-online.de/lokales/scho…en-1219293.html
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Schongau - Die Fahrerlaubnisbehörde hat prompt reagiert: Der alkoholisierte Fahrlehrer, der am Karfreitag einen schweren Unfall verursacht und mit seiner Flucht vom Unfallort die Rettungskräfte auf Trab gehalten hat, ist seine Lizenz los.
„Die betroffenen Fahrschüler müssen ihre Ausbildung woanders fortsetzen“, erklärte gestern Helmut Deschler, Leiter der Fahrerlaubnisbehörde im Landratsamt in Weilheim. Davon sind etwa knapp 20 junge Burschen und Mädchen betroffen. Sie haben aber das Glück, dass ein Angestellter der Fahrschule, Alfred Riegg, eine eigene Fahrschul-Lizenz besitzt. Unter dem Firmennamen „Fredl’s Fahrschule“ hat er in Abstimmung mit dem Landratsamt ein eigenes Unternehmen angemeldet, das die bereits begonnene theoretische und praktische Schulung zu Ende bringen kann.
Ein kleiner Trost für die betroffenen Fahrschüler: „Beim Wechsel der Fahrschule werden in diesem Fall keine Gebühren fällig“, deutete Helmut Deschler vom Landratsamt an. Denn diese Schüler seien unverschuldet in die Situation geraten, und deshalb würden die 20 Euro Wechselgebühr ausnahnmsweise nicht erhoben.
Eine von den betroffenen Fahrschülern ist die 16-jährige Ann-Katrin Schubert aus Peiting. Sie macht derzeit ihren Führerschein in der jetzt eingestellten Fahrschule. In ihrer gestrigen Übungsstunde wurde ihr bestätigt, dass der angestellte Fahrlehrer Alfred Riegg alle derzeitigen Fahrschüler übernehmen wird. „Der Lehrerwechsel stört mich eigentlich nicht“, meint die Schülerin, die mit ihrem Führerschein regulär fortfahren will. Den vom Landratsamt gesperrten Fahrschulinhaber beschreibt sie als einen „äußerst netten und freundlichen Mann“.
Wieviel Promille dieser freundliche und nette Mann im Blut hatte, das steht noch nicht genau fest. „Es dauert etwa eine Woche, bis uns das Ergebnis der Blutentnahme vorliegt“, erklärte Schongaus Polizei-Chef Rudolf Fischer auf Anfrage.
Fest steht aber der Tatbestand: Der Fahrlehrer hat unter Alkoholeinfluss auf der B 17 bei Steingaden einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem seine Beifahrerin schwer verletzt worden ist. Anschließend war er - wie berichtet - geflüchtet und hatte sich in einem Waldstück versteckt, wo ihn Feuerwehrmänner nach einer einstündigen Suche aufgreifen konnten und der Polizei übergaben.
„Seit dem Unfall am Karfreitag darf dieser Fahrlehrer nicht mehr schulen und lehren“, bezieht Helmut Deschler von der Fahrerlaubnisbehörde eindeutig Stellung. Die Fahrlehrerlaubnis und die Lizenz zum Betreiben der Fahrschule würden solange ruhen, bis von den Justizbehörden ein Urteil vorliege.
Zwei Jahre lang, von 2008 bis 2010, war besagtem Fahrlehrer schon einmal die Lizenz entzogen worden. Gegen diese Entscheidung hatte er geklagt und auch vor einem Gericht in München verloren. „Im vergangenen Jahr hat er die Lizenz dann wieder bekommen, nachdem von einem Gutachter festgestellt worden war, dass er als Fahrschullehrer geeignet ist“, begründete Helmut Deschler die erneute Erteilung der Fahrschullizenz.
„Wenn es zum Entzug der Fahrerlaubnis kommt, erlischt automatisch auch die Fahrlehr-Erlaubnis“, verweist Deschler auf das geltende Fahrlehrergesetz. Gerade weil ein Fahrlehrer eine Vorbildfunktion habe, würde bei ihm eine Verfehlung - zum Beispiel eine Geschwindigkeitsüberschreitung - viel mehr ins Gewicht fallen und nicht als Ordnungswidrigkeit gewertet, sondern dann erfolge in der Regel eine Verwarnung oder auch eine Abmahnung.
Im Landkreis Weilheim-Schongau gibt es laut Deschler derzeit 21 Fahrschulen. Sie werden ständig überwacht. Für die Erteilung einer Fahrschullizenz gelten hohe Hürden. „Ein Fahrlehrer ist auch ein Pädagoge. Er muss charakterlich geeignet und zuverlässig sein“, betont Helmut Deschler.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Neptun« (10. Mai 2011, 22:37)
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bikerjoe1969« (11. Mai 2011, 20:28)
Grund: Unnötiges Zitat gelöscht.
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Führerschein aus: EU Polen GÜLTIG ! BALD EU D :-)
Seit wann sind Gutachter Klug? Meiner Meinung haben die mehr Defizite wie ein Sibirischer WahlfängerWas sich auch nett liest, ist das er wohl schon nee MPU positiv absolviert hatte,
da müssen ja die klugen Gutachter wohl ein Fehlbeurteilung getätigt haben.
Zeigt mal wieder die Sinnlosigkeit einer MPU
Vielleicht wollte sich der Angestellte sowieso in nächster Zeit selbständig machen. Jedoch hat dies nun der Unfall des Chefs beschleunigt.warum besitzt denn ein angestellter der fahrschule eine fahrschul-lizenz? wird ja bestimmt was kosten, so ein teil.![]()
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Gezählt seit: 8. September 2008, 00:23
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