Fulda (dpa/th) - Für eine großangelegte Betrugsmasche mit Führerscheinen muss ein Ehepaar aus Eisenach ab 9 Uhr vor dem Landgericht Fulda geradestehen. Die beiden Inhaber einer Agentur in Bad Hersfeld sollen rund 100 000 Euro Anzahlungen erbeutet haben. Sie warben in Zeitungsanzeigen für EU-Führerscheine ohne sogenannten Idiotentest (MPU).
Von Januar 2006 bis Juni 2007 gingen ihnen mehr als 60 Autofahrer auf den Leim, denen der Führerschein entzogen worden war. Sie hofften, mittels eines kurzzeitigen Zweitwohnsitzes im europäischen Ausland einen neuen Führerschein kaufen zu können, ohne den gefürchteten «Idiotentest» machen zu müssen. Die Opfer leisteten Anzahlungen, Führerscheine erhielten sie aber nicht. Das Gericht hat bis zum 21. Juni elf Verhandlungstage angesetzt
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