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Neptun

Schüler

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1

Freitag, 20. August 2010, 23:56

VIP-Führerscheine für US-Amerikaner

Ich habe einen Beitrag zu diesem Thema, das im übrigen nicht neu ist, schon bei fahrerlaubnisrecht.de gepostet. Ich denke aber, dass es für viele hier sehr interssant ist.

Laut Feb-Mitarbeitern soll es ja in Deutschland bei der Erteilung von Fahrerlaubnissen nur auf die Eignung und Befähigung der Bewerber ankommen und wirtschaftliche Gründe keine Rolle spielen.

In den Bundesländern
Hamburg
Hessen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Saarland

sieht man das offenbar anders und schreibt entgegen Anlage 11 FeV US-Führerscheine aus allen US-Bundesstaaten unter bestimmten Bedingungen prüfungsfrei um.


Quelle:
http://www.amcham.de/services/driver...n-germany.html
(auf "Developments" klicken)
Pressemitteilung der Freien und Hansestadt Hamburg:
http://www.englishpages.de/hamburg/i...mitteilung.pdf
Pressemitteilung des Landes Hessen:
http://www.wirtschaft.hessen.de/irj/zent…00000005004.htm


Besonders interessant sind die Aussagen der hessischen und hamburgischen Verkehrsminister dazu:





Zitat


Freie Fahrt für amerikanische Investoren und Arbeitnehmer

Zudem machen wir Hessen als Wirtschaftsstandort und Finanzplatz für Unternehmen aus den Vereinigten Staaten noch attraktiver.

Die Mobilität amerikanischer Investoren und Arbeitskräfte in Hessen soll nicht eingeschränkt sein – weder im Geschäftsleben noch in der Freizeit.

Hamburg hat sich damit als erstes Bundesland offen vom Prinzip der Gegenseitigkeit bei der Anerkennung von Fahrerlaubnissen gelöst und damit einen konsequent wirtschaftsfreundlichen Weg beschritten.

Wir wollen Hamburg auch für ausländische Unternehmen zur wirtschaftsfreundlichsten Stadt machen und schaffen damit ein Klima größtmöglicher Flexibilität und Mobilität.

Die Beseitigung dieses Kuriosums ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der sog. weichen Standortfaktoren für amerikanische Unternehmen, die es jetzt in Hamburg noch leichter haben und herzlich willkommen sind.




Hier werden also VIP-Führerscheine verteilt aus rein wirtschaftlichen Gründen und durch Aussagen belegt, die in ihrer Deutlichkeit wohl kaum mehr zu überbieten sind.


Die Verkehrssicherheit, Gegenseitigkeit, Eignung, Befähigung spielen hier wohl keine Rolle mehr.




Wie kann man dann aber ernsthaft ausschliessen, dass im wesentlichen nicht wirtschaftliche Gründe für die MPU sprechen, vor allem wenn man sich ansieht, wer im Aufsichtsrat, Verwaltungsrat, Vorstand der TÜV-Gesellschaften sitzt und deren Verbindung zur Politik?

Meiner Meinung nach müssen im Bezug auf die Umschreibung alle gleich behandelt werden und wirtschaftliche Gründe dürfen keine Rolle spielen. Also entweder gilt Anlage 11 für alle in allen Bundesländern oder man schreibt generell in allen Bundesländern alle US-Führerscheine prüfungsfrei um.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Neptun« (21. August 2010, 00:05)


Pioneer

unregistriert

2

Samstag, 21. August 2010, 01:40

Also entweder gilt Anlage 11 für alle in allen Bundesländern oder man schreibt generell in allen Bundesländern alle US-Führerscheine prüfungsfrei um.
Das sollte man annehmen aber wir sind hier in D. Da waren einige schon immer gleicher als andere, das ist nichts Neues. Das gilt natürlich auch im Ausland, nur da wird sich auch nicht ständig vor lauter Begeisterung über die allgegenwärtige, vorgebliche Gerechtigkeit sich selbst auf die Schuler geklopft, da weiß man schlicht, wie es geht und hält die Klappe.

Einige BL haben einfach vermutlich nur eine andere Ausgabe der Anlage 11, das ist schon alles. So what?

Es ist hier eben schlicht eine Bananenrepublik und Vetternwirtschaft und das nicht nur auf dem FS-Sektor, das geht noch ganz anders ab, wenn ich z.B. an den Bereich Bau denke. Da stecken alle bis zum Hals mit drin, auch die Behörden und die Politik.
Gleichzeitig regt man sich hier über Siemens, MAN und andere auf, die ihre Verkäufe im Ausland mit etwas Kleingeld unterstützen, ich faß es nicht, diese Naivität.

Ich habe schon länger gesagt, das eigentliche Geschäft für den Kleinunternehmer der Dientleistungsbranche ist die passende WS-Beschaffung für vielfältige Zwecke in D, nicht im Ausland. :KL:
Das hat echt Zukunft - suche bei dieser Gelegenheit noch ein leerstehendes Hochhaus in Hamburg. :lach: