Essen-Stadtkern (ots) - Nach einer Unfallflucht auf der Schützenbahn nahm die Polizei gestern Abend (11.Januar) einen Verdächtigen fest. Er hatte sich in der eigenen Wohnung versteckt.
Der Auffahrunfall ereignete sich gegen 19:30 Uhr an einer Ampel in Höhe der Gerlingstraße. Nach dem Zusammenstoß gerieten die beiden Beteiligten zunächst verbal aneinander. Als sich der mutmaßliche Unfallverursacher (46) in seinen BMW setzte und davonfahren wollte, stellte sich sein Unfallgegner (40) vor das Fahrzeug, um die Weiterfahrt zu verhindern. Der 46-Jährige fuhr trotz des Anhalteversuchs los. Der 40-Jährige wurde auf die Motorhaube aufgeladen, bis er einige Meter später zu Boden fiel.
Der BMW-Fahrer umkurvte den Schwerverletzten und fuhr davon.
Dank mehrerer Zeugen, die sich das Kennzeichen des Flüchtigen gemerkt hatten, erschien die Polizei kurze Zeit später an dessen Wohnung in der Steeler Straße.
Auf Schellen öffnete den Beamten eine Frau und versicherte, sich allein in der Wohnung aufzuhalten. Frischer Schneematsch in der Diele machte die Polizisten der Citywache skeptisch. Die Spuren auf den hellen Fliesen führten quer durch die Wohnung und endeten an der unverschlossenen Balkontür. Im Freien fanden die Fahnder den Gesuchten schließlich. Er hatte sich neben einem Stapel Autoreifen unter einer Plane versteckt. Sie nahmen den angetrunkenen Mann fest. Der zuvor in der Glashüttenstraße aufgefundene BMW der 7er-Reihe gehört dem Sohn des Ehepaares.
Auf der Wache entnahm ein Arzt dem Alkoholisierten eine Blutprobe. Zudem musste er sowohl seinen deutschen als auch den polnischen Führerschein abgeben. (LL)
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