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Derewigwartet

Anfänger

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Beiträge: 34

1

Samstag, 9. Januar 2010, 20:25

Damit es weh tut: Der Führerschein ist schneller weg

Landkreis (kai/pm) - Kaum etwas trifft junge Erwachsene so hart wie der Verlust des Führerscheins. Oder die für Jugendliche trübe Aussicht, den „Lappen“ erst gar nicht zu bekommen. Dieser Erkenntnis folgend startet das Landratsamt Günzburg die Aktion „Gelbe Karte“.

Nach den einschlägigen Bestimmungen der Fahrerlaubnisverordnung kann Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Führerschein verweigert oder abgenommen werden, wenn sie „charakterlich nicht geeignet“ sind, Auto oder Motorrad zu fahren. Charakterliche Schwächen in diesem Sinne sind aggressives Verhalten, Gewalttaten oder der Konsum von Alkohol und Drogen.
Gewalttaten
Bekommt die Führerscheinstelle im Landratsamt - etwa von der Polizei - Hinweise auf Gewalttaten, die ein hohes Aggressionspotenzial erkennen lassen, oder Kenntnis von Alkohol- oder Drogenkonsum, werden die Betroffenen verwarnt und bekommen die „Gelbe Karte“.
Wie das Landratsamt mitteilt, erhalten sie ein Schreiben mit dem Hinweis, dass sie bei Bekanntwerden weiterer Gewalttaten bzw. Alkohol- und Drogendelikten den Führerschein nur bekommen, wenn sie ihre Eignung durch ein medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU) nachweisen. Wer schon einen Führerschein hat, kann in solchen Fällen ebenfalls zu einer MPU aufgefordert werden und muss mit dem Entzug des Führerscheins rechnen, wenn das Gutachten negativ ausfällt.
Dadurch verspricht sich die Führerscheinstelle eine zusätzliche Möglichkeit, auf die jungen Leute einzuwirken. Die Aktion „Gelbe Karte“ soll die Betroffenen schon vor gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen aufrütteln und sie darauf aufmerksam machen, dass ihr bisher an den Tag gelegtes Verhalten den Führerschein kosten kann.
„Immer wieder werden Gewalttaten Jugendlicher oder junger Erwachsener bekannt. Auch außerhalb des Straßenverkehrs wie etwa bei Schlägereien aus nichtigen Anlässen in der Nacht vor oder in der Diskothek, auf Feten, aber auch Gewalttaten im häuslichen Bereich gegen die Freundin oder Familienmitglieder“, erklärt das Landratsamt.
Dabei sei oft auch Alkohol im Spiel, manchmal auch Drogenkonsum. Nicht selten aber hätten Jugendliche und junge Erwachsene auch ohne entsprechenden Rausch ein hohes Aggressionspotenzial. Oft reichten Belanglosigkeiten, um gewalttätig zu werden.
Die Polizei und das Jugendamt befürworten laut Landratsamt die Aktion. „Der Führerschein ist den meisten Jugendlichen heilig. Der Verlust des Scheins und die damit verbundene Einschränkung der Mobilität tun richtig weh“, erklärt die Behörde. Die „Gelbe Karte“ soll eine zusätzliche Möglichkeit sein, „nachhaltig“ auf junge Erwachsene einzuwirken.

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Guenzburg/Lokalnachrichten/Artikel,-Damit-es-weh-tut-Der-Fuehrerschein-ist-schneller-weg-_arid,2040872_regid,7_puid,2_pageid,4497.html

andreas34

Moderator

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2

Samstag, 9. Januar 2010, 21:05

Ich glaube in Zukunft sollte man lieber den Babtisten beitreten! :lach:
Ich frage mich wie die Grenzen definiert sind, das kann für einen aus unseren Reihen wahrscheinlich hart ausgelegt werden!
Z.B. mit 0,1%o unschuldig in eine Schlägerei verwickelt und das wars oder wie?
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »andreas34« (9. Januar 2010, 21:11)


Pioneer

unregistriert

3

Samstag, 9. Januar 2010, 23:29

Die ganze Argumentation aus Günzburg läßt doch nur die völlige Unfähigkeit sowie totale Hilflosigkeit der zuständigen Behörden erkennen, die tatsächlichen Ursachen dieser Verhaltensweisen zu analysieren und sich zumindest um Abhilfe zu bemühen.
Das wird natürlich nicht sofort funktionieren, ist zugegebenermaßen auch extrem schwierig und das nicht nur in Günzburg, da die natürlich unbestittene Tatsache einer zunehmenden Gewaltbereitschaft eben ein gesellschaftliches und kein FS-Problem ist.
Da man aber keine Lösung hat, muß also einmal mehr der FS herhalten, wie einfach. Das ist selbstverständlich völlig kontraproduktiv, vermutlich im Ergebnis sehr zur Freude der EU-FS-Vermittler geeignet, denn genau das wird dabei herauskommen, oder auf der anderen Seite noch mehr Gewalt, bzw. FoFe und weitere, auch weitaus schwerere Straftaten. Hier wird lediglich Aktionismus und eine völlig sinnlose Kriminalisierung, ja geradezu deren gezielte Förderung betrieben, weil die Betroffenen dann erst recht keine Möglichkeit mehr sehen, in irgendeiner Form an einem "normalen" Leben jemals teilzuhaben.
Das sind eben immer die Ergebnisse, wenn man mit dem "Gummiknüppel" denkt, weil der eigene Kopf dafür nicht geeignet ist und solche Flachpfeifen werden dann auch noch von unseren Steuergeldern bezahlt.
Das sind Gedankenmuster von vor 70-80 Jahren. Die haben damals schon nicht gepaßt und sie passen in unsere heutige, sehr komplexe Gesellschaft noch viel weniger. Das ist reine Anstiftung zu kriminellen Handlungen oder bestenfalls das Eingeständnis der absoluten eigenen Unfähigkeit.

andreas34

Moderator

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4

Sonntag, 10. Januar 2010, 16:11

oder auf der anderen Seite noch mehr Gewalt, bzw. FoFe und weitere, auch weitaus schwerere Straftaten. Hier wird lediglich Aktionismus und eine völlig sinnlose Kriminalisierung, ja geradezu deren gezielte Förderung betrieben, weil die Betroffenen dann erst recht keine Möglichkeit mehr sehen, in irgendeiner Form an einem "normalen" Leben jemals teilzuhaben.
@Pioneer Sehr schön ausformuliert, das trifft den Nagel exakt auf den Kopf! :wink:
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