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Epox

Pressestelle (Moderation)

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1

Samstag, 13. September 2008, 20:26

Neuer Führerschein statt Idiotentest (13.09.08)

Rechtstipp: Neuer Führerschein statt Idiotentest

Wer seinen Führerschein los wurde, muss in besonderen Fällen den Behörden ein medizinisch-psychologischen Gutachten vorlegen. Um den „Idiotentest“ zu umgehen, überlegen viele, einen neuen Führerschein im Ausland zu machen. Ob das so einfach funktioniert, weiß SWR4-Rechtsexperte Martin Roeber.
Die Europäische Union hat es möglich gemacht und der Europäische Gerichtshof in Luxemburg setzt sich immer wieder dafür ein: Juristische Akte sollen in allen EU-Mitgliedstaaten gegenseitig anerkannt werden. Im Juni dieses Jahres haben die höchsten EU-Richter diesen Grundsatz noch einmal für die Erteilung von Führerscheinen bekräftigt. Grundsätzlich sind danach die Mitgliedstaaten verpflichtet, einen von einem anderen Mitgliedstaat ausgestellten Führerschein ohne jede Formalität anzuerkennen.

Der Führerschein aus Tschechien gilt also in Deutschland. Aber natürlich ist es den Verkehrsrechtlern ein Dorn im Auge, wenn ein blühender Führerscheintourismus dazu führt, dass strenge nationale Anforderungen einfach ausgehebelt werden können. Deshalb gibt es zwei Einschränkungen bei der Anerkennung einer Fahrerlaubnis aus dem EU-Ausland:

Sperrfristen
Deutsche Sperrfristen müssen auch im Ausland beachtet werden. Besteht zum Beispiel die Auflage, dass erst nach einem Jahr der Führerschein neu gemacht werden darf, dann ist der tschechische Führerschein, der vor Ablauf der Frist erworben wurde, in Deutschland ungültig.

Ordentlicher Wohnsitz
Wer im Ausland seinen neuen Führerschein erwirbt, der muss auch dort zum Zeitpunkt der Ausstellung seinen ordentlichen Wohnsitz haben. Ob das der Fall ist, dazu dürfen die deutschen Behörden keine eigenen Ermittlungen anstellen, sagt der der Europäische Gerichtshof. Wenn aber im ausländischen Führerschein der deutsche Wohnsitz angegeben ist, dann ist die Sache klar: Die Erlaubnis in Deutschland zu fahren kann verweigert werden.

Martin Roeber
Quelle:http://www.swr.de/swr4/bw/giessbert/allt…umy4/index.html[/quote]
Die USA haben Barack Obama,
Bob Hope, Stevie Wonder, Johnny Cash.

Wir haben Angela Merkel,
no hope, no wonder, no cash.

Shagrat

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2

Samstag, 13. September 2008, 21:25

Na endlich mal ein Bericht - und dazu noch bei den Öffentlich-Rechtlichen - der in knappen Worten die Tatsachen wiedergibt und nicht versucht durch geschickte Wortwahl die Fakten zu verschleiern.

Gruss
Shagrat

Linus28

unregistriert

3

Samstag, 13. September 2008, 21:48

:klatsch: :klatsch: :klatsch:

Oberklops

Zauberlehrling

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4

Samstag, 13. September 2008, 22:32

SWR4-Rechtsexperte

Ausnahmsweise mal von einem sogenannten Rechtsexperten wahre Worte - auch wenn das "alte" Kamellen sind, also nicht wirklich neu. :wink: Nette Grüsse
Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.

Paule

Menschlich

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5

Samstag, 13. September 2008, 22:34

Die Erlaubnis in Deutschland zu fahren kann verweigert werden.


Hier beachtet man mal, das kann werweigert werden!!! :klatsch:

Urquell

unregistriert

6

Samstag, 13. September 2008, 22:38

Hier beachtet man mal, das kann werweigert werden!!!


@
sollte man aber den ganzen Satz zitieren!!
Wenn aber im ausländischen Führerschein der deutsche Wohnsitz angegeben ist, dann ist die Sache klar: Die Erlaubnis in Deutschland zu fahren kann verweigert werden.
Urquell

KloPpY

Fortgeschrittener

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7

Sonntag, 14. September 2008, 09:05

Die Diskussion hatten wir doch nun schon oft genug. Kann, aber muss nicht...
Wird aber höchst wahrscheinlich, da die deutschen Behörden Sturköpfig und Engstirnig sind.

Shagrat

Anfänger

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8

Sonntag, 14. September 2008, 14:53

Die Diskussion hatten wir doch nun schon oft genug. Kann, aber muss nicht...
Wird aber höchst wahrscheinlich, da die deutschen Behörden Sturköpfig und Engstirnig sind.


Ich glaube, die sind ziemlich verzweifelt. Man darf bei der ganzen Sache nicht vergessen, dass die deutschen FS-Behördenmitarbeiter selbst ein gewaltiges Interesse am Erhalt der MPU haben. Dieses ganze Prozedere "Antrag auf Wieder-/Neuerteilung prüfen", "Notwendigkeit eine MPU beizubringen feststellen", "Erhaltenes Gutachten auf Rechtsfehler prüfen", "Über Wieder-/Neuerteilung entscheiden", "Wiedersprüche bescheiden" etc. sichert auch dort die (besserbezahlten) Arbeitsplätze.

Was bleibt denn von so einer FS-Stelle noch übrig, wenn die nur noch Formulare für die Bundesdruckerei ausfüllen dürfen? Jedenfalls kaum noch Stellen im Bereich des gehobenen und höheren Dienstes. Und wenn diese erst mal weggefallen sind steht dann auch irgendwann die Besoldungsgruppe des Amtsleiters und dessen Stellvertreter in der Diskussion, da sich diese ja auch aus der Zahl und Qualifikation der Mitarbeiter ableitet.

Eine ähnliche Situation gilt auch für die Beamten der Landes- und Bundesbehörden. Wenn die MPU wegfallen würde, hätten da einige ein Problem, den Bedarf für ihre Stelle zu begründen.

Es gibt nicht nur eine MPU-Industrie, sondern auch einen MPU-Verwaltungsapparat.

viele Grüsse
Shagrat

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Shagrat« (14. September 2008, 16:52)


Pioneer

unregistriert

9

Sonntag, 14. September 2008, 15:14

:spitze: Völlig richtig gesehen. Es sind ja nicht alle Personen an den horrenden Gewinnen der MPU-Industrie beteiligt.

Die unteren Dienstränge in den Verwaltungen kämpfen einfach nur um die Erhaltung ihres relativ ruhigen und gutbezahlten Arbeitsplatzes.

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10

Sonntag, 14. September 2008, 16:28

ganz klar auf welcher Seite die Behörden sind.

ehemaliger "Staatssekretär Bayern" = heutiger "Tüv Süd Vorstand" und das ist nicht der einzige....
Every time you feeds a troll... God kills a kitten! Please, think of the kitten....