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Donnerstag, 24. Dezember 2015, 14:33

Spanien: Umtauschpflicht für deutsche Führerscheine

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"Öfter mal etwas Neues", lautet offenbar das Motto der spanischen Behörden im Hinblick auf die Gültigkeit von ausländischen Führerscheinen. Nach einigem Hin und Her soll 2016 nun tatsächlich eine Umtauschpflicht für ältere deutsche Führerscheine kommen.

Betroffen sind alle EU-Ausländer - insbesondere Deutsche und Österreicher - deren Führerscheindokument kein konkretes Ablaufdatum aufweist und die über zwei Jahre als Residenten in Spanien registriert sind. Lediglich wer seinen "Lappen" nach dem 19. Januar 2013 erworben hat, ist aus dem Schneider. Denn solche Dokumente sind auch in Deutschland auf 15 Jahre befristet und müssen laut EU-Führerscheinrichtlinie weiter uneingeschränkt anerkannt werden.

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Die Regelung einer spanischen Verordnung, laut der man den deutschen Schein behalten konnte und hierzulande nur eine Registrierung mit Gesundheitstest über sich ergehen lassen musste, wird 2016 hinfällig. Nur wer bereits in der Vergangenheit zwangsweise oder auf freiwilliger Basis als Fahrer registriert wurde (bis Januar 2015 gängige Praxis), darf weiterhin von diesem kleinen Privileg profitieren.

Quelle/Volltext

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Neptun« (24. Dezember 2015, 14:40)


logitune

Anfänger

Beiträge: 40

Registrierungsdatum: 19. September 2015

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Donnerstag, 24. Dezember 2015, 16:33

Spanien macht doch schon länger auch bei Urlaubern Probleme bei unbefristeten Führerscheinen, sei es Papier oder Karte, so hört man es zumindest.

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Freitag, 25. Dezember 2015, 10:49

Führerscheintausch: "Die Beweislast liegt beim Polizisten"

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Uwe Schindler hat neuerdings kein gutes Gefühl, wenn er sich ans Steuer seines Wagens setzt. Das liegt an der Verpflichtung für deutsche Insel-Residenten, ihren unbefristeten Führerschein in einen befristeten spanischen umzutauschen – eine Regelung, die ab dem neuen Jahr nach einer zu Ende gehenden Gnadenfrist auch kontrolliert werden soll. Nun dürften Schwierigkeiten bei Polizeikontrollen drohen, fürchtet der Deutsche.

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Der springende Punkt für Schindler und alle anderen Betroffenen: Es bräuchte ein „Superdokument", mit dem er bei einer Kontrolle beweisen könnte, dass er kein Insel-Resident ist. Denn nur sie sind derzeit von der Richtlinie 2006/126/CE betroffen, die seit dem 19. Januar 2015 umgesetzt wird und laut der alle von EU-Staaten ausgegebenen Führerscheine mit Ablaufdatum versehen sein müssen. Mallorca-Residenten, die länger als zwei Jahre hier leben und über keinen nach dem 19. Januar 2013 ausgestellten EU-Führerschein mit Ablaufdatum verfügen, müssen ihre Fahrerlaubnis erneuern.

Für Schindler zumindest ein Stück weit beruhigend, teilt die Ortspolizei der MZ auf Anfrage mit: „Die Beweislast liegt stets beim Polizisten. Hält er den Fahrer des Autos für einen Urlauber oder Nichtresidenten, darf er kein Bußgeld ausstellen. Sollten die Begleitumstände, wie etwa spanisches Kennzeichen oder gute Spanischkenntnisse des Fahrers, darauf hinweisen, dass es sich um einen Residenten handelt, werden die Daten abge­glichen." Werde dann ein Verstoß festgestellt, sind 200 Euro Strafe fällig.