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Samstag, 10. Oktober 2015, 15:40

Haarprobe als Nachweis fürs Kiffen noch rechtskräftig?

Zitat

Cannabis-Konsum konnte man bisher über einen einfachen Haar-Test nachweisen. Nun hat eine Studie des Instituts für Rechtsmedizin des Uniklinikums Freiburg aber bewiesen, dass der Wirkstoff TCH und seine Abbauprodukte (Cannabinoide) nicht wie bisher angenommen, durch den Blutkreislauf in die Haare, gelangen. Schon der bloßen Hautkontakt mit anderen reicht aus, um Rückstände zu übertragen.

Zitat

Es reicht aus anwaltlicher Sicht schon aus, wenn man so weit kommt, dass die Haarproben mangels Einhaltung wissenschaftlicher Standards nicht mehr verwendet werden dürfen.“ Das heißt im Klartext: Man kann Haarproben in Zukunft anzweifeln. Schüller geht sogar noch weiter: „Die Studie wird im Bereich des Fahrerlaubnisrechts dazu führen, dass man den Nachweis über gelegentlichen Cannabiskonsum nicht mehr mit der Haaranalyse durchführen kann.“

Quelle/Volltext

Belmondo

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2

Samstag, 10. Oktober 2015, 20:40

Bevor ich damals den EU-FS erwarb hatte ich zunächst mal brav die MPU absolviert.Schon beim ersten mal gab der Psycho sein OK,die Reaktionstests waren im grünen Bereich und alle sieben Screenings waren sauber.Da ich den LKW-Schein wieder beantragt hatte,forderte man abschließend von mir noch eine Haarprobe.Trotz 14 Monaten Abstinenz wurden mir noch 0,22 Nanogramm in den Haaren nachgewiesen(zulässig sind 0,20 ng).Da kam ich mir original verscheißert bei vor.Also-ab ins europäische Ausland.Trotzdem wurmt mich die Sache heute noch.Wenn es da rückwirkend noch die Möglichkeit gäbe,würde ich gegen diese Sache angehen.

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3

Samstag, 10. Oktober 2015, 21:22

Ein Freund von mir hat in den letzten Jahren 2 mal versucht eine MPU zu absolvieren .
Er kifft seit langem nicht mehr und trotzdem wurden ihm bei den Haarscreenings minimalste Werte nachgewiesen .
Deshalb ist er bei der MPU durchgefallen.
Er kann sichs bis heute nicht erklären ....

Ich finde das eine Sauerei , ich weis , er lebt absolut sauber , kennt aber wie wir alle im Freundeskreis
natürlich viele Leute die konsumieren . Deshalb war wohl sein Haartest positiv .

  • »antiktrader« ist männlich

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4

Sonntag, 11. Oktober 2015, 05:44

Da hilft wohl nur noch eine sehr kurze Frisur anzulegen... für Männer total einfach und immer gut aussehend. :Respekt:

Aber wenn ich mir vor Augen halte: Haare sind wie Wolle von Schafen: Wollkleidung nimmt doch auch total einfach Gerüche und Farbsubstanzen auf - das wird wohl gleich mit normalem Kopfhaar sein.
„Irgendwann werden alle erkennen, dass wir es nur miteinander schaffen können, mit Menschenliebe und Humor. Weil der Humor nämlich das ist, was uns grundlegend von Terroristen und Fanatikern unterscheidet.“

@Mama Bavaria Nockherberg 2016 (Luise Kinseher)

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Sonntag, 11. Oktober 2015, 07:26

Wenn du mit Haaren einen Nachweis bringen willst , müssen diese eine Mindestlänge haben .
D.h. für zb. 1 Jahr Abstinenzachweis brauchst du mindestens 12-15 cm
Was bringt dann eine Glatze , denk doch mal nach ....

Der Haartest war eigentlich beliebter , mann macht den am Tag der Mpu und er ist auch billiger
als so ein nerviges Screeningprogramm wo du immer zum pissen kommen musst , wenn sie dich willkürlich anrufen .
6 mal innerhalb eines Jahres.
Und man dachte auch gerade der Haartet wäre genauer ......

  • »antiktrader« ist männlich

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Sonntag, 11. Oktober 2015, 08:17

@Berlinerin,

ich hab mit den ganzen Substanzen zur Bewußtseinsveränderung nix am Hut. Ist nicht mein Ding - lieber trinke ich ein Glas Wein oder leckeres Bier. Bin daher in dem Bereich nicht so gut informiert.

Haarprobe mit 12 bis 15 cm Länge können sich ja nur Frauen erlauben - es gibt nur ganz wenige Männer die mit langen Haaren noch gut und gepflegt ausschauen. Und bei vielen Männern ist der natürlicher Haarverlust schon in jungen Jahren sichtbar: einer meiner Bauarbeiter ist gerade mal 27 Jahre alt und hat schon jetzt so gut wie kein Haupthaar mehr am Kopf. Erblich bedingter Haarausfall :Heul:


Im Interesse einer Gleichbehandlung dürfte das normale Kontrollprogramm gerechter sein. Ob es die gleiche Aussagekraft hat wissen die Fachleute besser.
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wowka28

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7

Sonntag, 11. Oktober 2015, 12:30

Das ist auch Hammer ,.

Falschparken gilt vielen Autofahrern als Kavaliersdelikt. Wer es ständig tut, muss trotzdem um seinen Führerschein fürchten.


Notorische
Falschparker können mit dem Entzug der Fahrerlaubnis bestraft werden.
Laut einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg in
Mannheim rechtfertigen auch geringfügige Verkehrsverstöße einen Zweifel
an der Fahreignung, wenn sie regelmäßig begangen werden.
161 Parkverstöße in sechs Jahren
Die
Richter lehnten damit den Antrag eines Parksünders ab, der gegen den
Entzug seiner Fahrerlaubnis geklagt hatte. Der auch wegen anderer
Verkehrsvergehen auffällig gewordene Mann war wegen mindestens 161
Park-Verstößen innerhalb von sechs Jahren von den Behörden zu einer
Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) aufgefordert worden. Als
er die gesetzte Frist verstreichen ließ, wurde ihm die Fahrerlaubnis
entzogen.
Das
Gericht betonte, dass Bedenken gegen die Fahreignung ausnahmsweise auch
durch die langjährige und hartnäckige Begehung von reinen
Ordnungswidrigkeiten entstehen können. Zumindest dann, wenn sich in
Verbindung mit einschlägigen Eintragungen in das Verkehrszentralregister
eine verfestigte gleichgültige Grundeinstellung gegenüber
Verkehrsvorschriften jedweder Art offenbare. (VGH Baden-Württemberg,
Az.: 10 S 1883/14) :kuck:

Belmondo

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8

Sonntag, 11. Oktober 2015, 14:34

Die Geschichte bei mir ist mittlerweile 8 Jahre her und im Prinzip ist durch die EU-Lösung alles abgecheckt.Trotzdem würden mich eure Meinungen interessieren,ob nach so langer Zeit juristisch noch etwas zu machen ist.Ich hätte von denen gerne meine Kohle zurück!

captain1962

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9

Sonntag, 11. Oktober 2015, 19:27

Hallo Belmondo,

Du schreibst so tolle Beiträge und gerne würde ich Dir helfen, wenn Du um Rat fragst.

Ich verstehe aber die Frage nicht...

...und das ist wirklich ehrlich und nicht böse gemeint

Belmondo

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10

Sonntag, 11. Oktober 2015, 20:34

Danke.
Also-meine MPU war damals positiv,ist aber dennoch negativ ausgefallen,weil eine positive Haarprobe alles wieder über den Haufen geworfen hatte.Alle Screenings waren sauber,die Reaktionstests waren OK und der Gutachter zertifiierte mir,daß er mir eine dauerhafte Abstinenz für die Zukunft abnimmt.Laut dem von @Neptun verlinkten Bericht ist eine positive Haarprobe aber kein Beweis mehr für einen aktiven Konsum.Das sind die neusten Erkenntnisse.Jetzt stellt sich mir die Frage,ob ich jetzt,nach ca.8 Jahren,noch dieses Gutachten anfechten könnte,oder,ob Altfälle noch nach den alten Kriterien bewertet werden müssen.Mein Problem ist zwar lange behoben(EU-Lösung),aber da steht noch diese Ungerechtigkeit im Raum.Man bedenke nur das Paradoxon,daß 7 verwertbare Screenings laut Labor jeglichen Konsum ausschließen,aber eine positive Haarprobe im Abschluß das genaue Gegenteil exprimiert.In anderen Foren liest man immer wieder von identischen Situationen.Meine Frage lautet,ob ich das MPI nach all den Jahren,aufgrund von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen,noch zur Rechenschaft ziehen kann.