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Bikerjoe1969

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Freitag, 1. April 2011, 14:47

Kirchheim: 20 Monate Führerscheinsperre nach schwerem Unfall auf der A 9 (CZ-FS)

Zitat


Kirchheim - Ohne Führerschein, viel zu schnell und vermutlich auch betrunken hat ein Kirchheimer (27) im vergangenen November auf der A 9 die Kontrolle über seinen BMW verloren. Der mit Arbeitskollegen vollgestopfte Wagen prallte von einer Leitplanke gegen die nächste.

Als das Auto endlich stillstand, machte sich der Fahrer quer über die Felder davon. Das Amtsgericht Freising verurteilte den mehrfach vorbestraften Angeklagten zu sechs Monaten Bewährung und 20 Monaten Führerscheinsperre.

Im Verkehrszentralregister hat der Kirchheimer Einträge in zweistelliger Zahl. Hinzu kommt, dass der 27-Jährige zum Unfallzeitpunkt unter offener Bewährung stand.

140 Stundenkilometer hat-te der Kirchheimer drauf, als er bei Allershausen (Kreis Freising) ins Schleudern geriet, gegen die linke Leitplanke prallte und von dort quer über die Fahrbahn gegen die rechte. Ohne weitere Karambolagen kam der Wagen auf der Standspur zum Stehen. Die vier Männer im Wagen blieben unverletzt.

Die Arbeitskollegen des Angeklagten waren allesamt betrunken. Der Umstand, dass die Mitfahrer im Auto blieben, als der Mandant das Weite suchte, hatte den Anwalt zunächst bewogen, dem Gericht die Unfallflucht auszureden. Denn immerhin, argumentierte der Verteidiger, hätten noch drei Bekannte des 27-Jährigen im Auto gesessen, als die Polizei eintraf. Jeder von ihnen hätte Name und Adresse des Mandanten benennen können. Von Unfallflucht könne somit keine Rede sein. Immerhin konnte der Unfall von der Polizei aufgenommen werden.

Theoretisch zumindest. In der rauen Wirklichkeit seien die Männer kaum in der Lage gewesen, sich an eigene Personalien zu erinnern. „Die waren so besoffen, da brachte keiner was Verständliches raus“, hatte einer der Polizisten zu Protokoll gegeben. Die schöne Strategie des Anwalts brach in sich zusammen.

Dass auch dieser Angeklagte das Gericht mit einem tschechischen Führerschein nervte, soll keine große Erwähnung finden. Beinahe täglich begegnen einem diese Leute im Gericht. Führerschein futsch, also auf nach Tschechien. Richterin Claudia Saponjic plagt sich nicht mehr länger als nötig mit diesem Problem herum. Meist sticht schon der Verweis auf die Informationspflicht jedes Autofahrers, die erbracht hätte, dass der Scehin in Deutschland nicht gilt.

Quelle
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