Wegen Betrugs und Urkundenfälschung muss sich seit Dienstag der Chef einer Führerscheinagentur vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Dem 46-Jährigen wird vorgeworfen, von Januar 2006 bis Dezember 2007 gemeinsam mit Komplizen Personen, die nicht oder nicht mehr im Besitz einer Fahrerlaubnis waren, an polnische Fahrschulen vermittelt zu haben.
Die Anklage umfasst 44 Fälle, in denen Kunden «total gefälschte polnische Führerscheine» erhielten und dafür zwischen 600 und 3850 Euro zahlten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte wusste, dass es sich um gefälschte Führerscheine handelte, als er die Personen vermittelte. Er soll daran verdient haben.
Bei dem dubiosen Geschäft soll der 46-Jährige mit einem Komplizen zusammengearbeitet haben, gegen den auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ermittelt. Zu Prozessbeginn wurde nur die Anklageschrift verlesen. Das Verfahren wird am 17.November fortgesetzt.
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