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Führerschein aus: RZECZPOSPOLITA POLSKA vor dem 19.01.09

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Dienstag, 10. März 2009, 12:41

Fuldaer-Zeitung: Fahrlizenz aus Tschechien war gefälscht (9.03.09)

Zitat

STEINAU : Als Teilnehmer im Straßenverkehr ist ein 48-Jähriger aus einem Steinauer Stadtteil schon häufiger negativ aufgefallen.

Rechtskräftig verurteilt worden ist er beispielsweise wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Nötigung, Fahrens ohne Versicherungsschutz, Straßenverkehrsgefährdung, Beihilfe zur Unfallflucht sowie Trunkenheit im Straßenverkehr. Diese Latte von Delikten sammelte sich bereits in den 90er Jahren an. Zuletzt bekam er deswegen sogar eine Freiheitsstrafe auf Bewährung ausgesprochen und die Fahrerlaubnis entzogen.
Also suchte der Mann nach einem anderen Weg, zu einem Führerschein zu kommen, was ihn jetzt erneut vor Gericht brachte. Dort erzählte er Richter Thomas Russell, wie er vor Jahren zusammen mit einem Kumpel das Internet nach einer Möglichkeit durchstöberte, im Ausland legal an eine Lizenz zum Fahren zu kommen. Dabei sei er auf eine Telefonnummer in Tschechien gestoßen. Während eines Telefonats habe ihm ein Mann eine neue, in Deutschland gültige, Fahrerlaubnis zugesagt. Gemäß den Anweisungen sei er im Herbst 2005 mit dem Zug nach Fulda gefahren. Dort sei er mit zwei anderen Personen in einen VW-Bus gestiegen und nach Prag gefahren, sagte der 48-Jährige.
In einem Vorort habe er einem Mann namens „Klaus“ 800 Euro in bar übergeben und seinen Personalausweis hinterlegen müssen – ohne Quittung. Den Personalausweis nutzten die Geschäftspartner, um dem Steinauer einen Scheinwohnsitz in Tschechien für ein halbes Jahr zu besorgen. Natürlich habe er Angst um sein Geld gehabt, sagte der 48-Jährige. Doch weil die anderen „Kunden“ gezahlt hätten, habe er mitgemacht. Monatelang habe er nichts von „Klaus“ gehört, bis zum Juli 2006. Dann sei er erneut nach Prag gebracht worden, wo die Reisenden Theoriebogen in deutscher Sprache ausfüllen und „so zwei Minuten“ mit zwei Herren in einem Fahrzeug – möglicherweise Fahrlehrer und Prüfer – umherfahren mussten. Der Steinauer habe 1200 Euro auf den Tisch gelegt – insgesamt also 2000 Euro. „Sie bekommen von uns Bescheid“, beendeten die Geschäftspartner das zweite Treffen. Tatsächlich traf vier Wochen später der tschechische Führerschein per Post ein. Zwar kann auf diese Art tatsächlich im Ausland eine neue Fahrlizenz für Deutschland erworben werden, wie Richter Russell bestätigte. Was der 48-Jährige allerdings zunächst nicht ahnen konnte: Er war Betrügern aufgesessen, das neue Papier eine Fälschung. Dennoch fuhr er eifrig umher und wurde viermal von der Polizei dabei beobachtet.
Sein Verteidiger stritt die Vorwürfe „Fahren ohne Fahrerlaubnis“ und „Urkundenfälschung“ größtenteils ab. Selbst die Staatsanwaltschaft habe im Laufe des Ermittlungsverfahrens die Fälschung nicht erkannt, betonte er. Sein Mandant sei im festen Glauben an gültige Papiere unterwegs gewesen. „Die Fälschung war für den Laien nicht erkennbar“, räumte Russell ein. Erst ein Gutachter des Landeskriminalamtes hatte den Schwindel zutage gefördert. Dennoch blieben für Russell zwei Fälle von Fahrens ohne Fahrerlaubnis übrig, bei denen der Angeklagte die Details des Gutachtens kannte. Deswegen verurteilte er ihn, gemäß dem Antrag von Staatsanwalt Hubertus Pfeifer, zu einer Geldstrafe von 1800 Euro (90 Tagessätze zu je 20 Euro). Da der Steinauer dem Strafmaß zustimmte, wurde der Beschluss rechtskräftig.
http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/ki…art14187,820107
Die USA haben Barack Obama,
Bob Hope, Stevie Wonder, Johnny Cash.

Wir haben Angela Merkel,
no hope, no wonder, no cash.

Registrierungsdatum: 23. September 2007

Beiträge: 893

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Dienstag, 10. März 2009, 13:16

Na eindlich mal ein differenzierter Bericht!