Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Eu Führerschein Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Jonny2010

Fortgeschrittener

  • »Jonny2010« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 204

Registrierungsdatum: 6. März 2013

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 27. Januar 2015, 10:38

Unfall mit ungarischem Führerschein

Hi zusammen,

ein Freund hat mich um Rat gebeten, da er erst knapp ein Jahr hier lebt und kaum Deutsch kann.

Er hat im Juli 2014 einen Unfall mit etwa 0,7 Pro Mille gebaut, das direkt vor seiner Haustüre. Polizei war kurze Zeit später da, Blutabnahme und FS einbehalten.

Dann Oktober Strafbefehl wg 315c, 40 Tagessätze und 8 Monate Sperre.

Er selbst hat bereits eine Ladung zur Ersatzfreiheitsstrafe bekommen, den Brief selbst hat er garnicht verstanden. Habe es ihm aber erklärt und mit dem Beamten der StA geklärt, dass wenn er die Geldstrafe noch rechtzeitig zahlt, dass die 40 Tage nicht ab zu sitzen sind.

Jetzt zum Lappen:

Bin etwas außer Übung, daher wollte ich euren Rat. Also er muss jetzt die 8 Monate abwarten, der Lappen ist jetzt zurück nach Ungarn. Wie sollte er am einfachsten nach Ablauf der Sperre handeln? Ungarischen Lappen wieder anfordern und auf Recht zum Wiederingebrauch beantragen? Kann er den Lappen über die örtliche FSST hier wieder hierher beantragen?

Hoffe auf eure Hilfe.

  • »kneissler« ist männlich

Beiträge: 662

Registrierungsdatum: 20. April 2011

Führerschein aus: FS aus Polen

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 27. Januar 2015, 10:52

Er kann sich das Teil wieder in Ungarn holen, wahrscheinlich sogar während der Sperrfrist, denn die gilt nur für Germany. In Rest Europa darf er fahren.
leider wird er auch nach der Sperrfrist mit dem Ungarn Lappen in Deutschland nicht fahren dürfen.
Erst MPU dieselbe bestehen oder aber sich in Ungarn wieder anmelden auf den alten Lappen verzichten und einen neuen machen.
Wichtig dann. 186 Tage Wohnsitz, Ausstellung nach der Sperrfrist etc.

Jonny2010

Fortgeschrittener

  • »Jonny2010« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 204

Registrierungsdatum: 6. März 2013

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 27. Januar 2015, 12:05

Ja klar, aber es geht ja darum, dass er nicht extra ne Reise nach Hause machen muss. Die Familie hat schon nach unten telefoniert, die schicken einen von einer Stelle zur anderen. Er kann doch den Lappen, also das Dokument über die FSST hier wieder herbestlllen und nach ablauf der Sperre einen Antrag auf Wiederingebrauchnahme stellen?

MPU Auflage hat er keine bekommen.

4

Dienstag, 27. Januar 2015, 12:09

Eigentlich bekommt man keine MPU mit 0,7 Volt aber in Verbindung mit dem Unfall, wäre es durchaus denkbar. Das entscheidet aber nicht das Gericht sondern die Fahrerlaubnisbehörde. Dort erfährt er es.

Belmondo

Meister

Beiträge: 2 604

Registrierungsdatum: 31. Januar 2013

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 27. Januar 2015, 12:52

Nach der Sperre zur FeB gehen,Antrag auf Neuerteilung stellen(Sehtest,erste Hilfe),dann wird ein D-FS ausgestellt oder es erfolgt eine MPU-Auflage.Sollte letzteres zutreffen wäre es für deinen Freund alternativ möglich in Ungarn,unter Wohnsitznahme,einen neuen FS zu erwerben.

Jonny2010

Fortgeschrittener

  • »Jonny2010« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 204

Registrierungsdatum: 6. März 2013

  • Nachricht senden

6

Dienstag, 27. Januar 2015, 14:33

Also es wird zu 95% keine MPU Auflage erfolgen. Ich hatte vor meinem FS Antrag 315c plus FoFE plus 3 fache fahrlässige KV bei der gleichen FSST hier. Die haben da nix übersehen!

Ok, Belmondo, er wird dann mit einem Neuerwerb der D FE seine ungarische zeitgleich verlieren, also kein extra Verzichtsverfahren in HU notwendig?

Seine Mum hatte mit der FSST unten mal telefoniert, Verwandte können mit Vollmacht das Ding vllt dort abholen, dann kann er in der restlichen EU fürs erste heizen.

Wegen MPU werden wir uns schon kümmern, wird wohl kaum eine geben...

7

Dienstag, 27. Januar 2015, 14:40

Er hat im Juli 2014 einen Unfall mit etwa 0,7 Pro Mille gebaut, das direkt vor seiner Haustüre. Polizei war kurze Zeit später da, Blutabnahme und FS einbehalten.

Dann Oktober Strafbefehl wg 315c, 40 Tagessätze und 8 Monate Sperre.

Wenn da keine anderen Vorbelastungen bestanden haben, hätte man mit Hilfe eines Rechtsanwalts versuchen müssen darzulegen, dass der Unfall auch ohne Alkoholisierung passiert wäre, wodurch es sich nur um eine Ordnungswidrigkeit gehandelt hätte. Dann wäre es u.U. nicht zu einem Entzug, sondern lediglich zu einem einmatigen Fahrverbot gekommen.

Belmondo

Meister

Beiträge: 2 604

Registrierungsdatum: 31. Januar 2013

  • Nachricht senden

8

Dienstag, 27. Januar 2015, 15:01

Ok, Belmondo, er wird dann mit einem Neuerwerb der D FE seine ungarische zeitgleich verlieren, also kein extra Verzichtsverfahren in HU notwendig?

Laut EU-Recht dürfte die ungarische FeB deinem Freund den FS nicht aushändigen.Tun sie es aber doch,würde dein Freund bei Erhalt des D-FS Zug um Zug auf den ungarischen Schein verzichten.Bei der D-FeB wird ein dementsprechendes Formular unterschrieben.Das ist ein Automatismus.
Eine MPU wäre nur dann zu rechtfertigen,wenn deinem Freund nachgewiesen werden könnte,daß der Unfall durch die 0,7 Prom.,also alkoholbedingt,verursacht wurde.Hat er Ausfallerscheinungen gehabt?

  • »kneissler« ist männlich

Beiträge: 662

Registrierungsdatum: 20. April 2011

Führerschein aus: FS aus Polen

  • Nachricht senden

9

Dienstag, 27. Januar 2015, 16:12

0,7 Blutalkohol? , wenn ja, dann sind auch die 8 Monate ein starkes Stück, aber eine MPU sollte es nicht geben. Ich bin von einem Wert über 1,1 ausgegangen.
Mit einem guten RA hätten die den Lappen schon gar nicht nach Ungarn geschickt, denn Er darf überall fahren.

Belmondo

Meister

Beiträge: 2 604

Registrierungsdatum: 31. Januar 2013

  • Nachricht senden

10

Dienstag, 27. Januar 2015, 16:26

So etwas wird aber einfach gemacht.Wenn es um einen EU-FS geht muß sofort ein Fachanwalt dazwischen grätschen.

Jonny2010

Fortgeschrittener

  • »Jonny2010« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 204

Registrierungsdatum: 6. März 2013

  • Nachricht senden

11

Mittwoch, 28. Januar 2015, 13:36

@ Neptun

Ja, das habe ich ihm auch gesagt, leider schon seit Oktober rechtskräftig :(

@ Kneissler und Belmondo

Seit wann wird bei § 315c der Lappen bitte "nicht mehr" entzogen und eine Sperre verhängt? Bitte redet doch nur, wenn ihr Ahnung habt, worum es geht, ihr verunsichert andere damit nur!

Oder gilt § 315c und § 69 StGB nicht mehr?

:bumm:

Belmondo

Meister

Beiträge: 2 604

Registrierungsdatum: 31. Januar 2013

  • Nachricht senden

12

Mittwoch, 28. Januar 2015, 23:49

Du verstehst da etwas falsch.Natürlich wird in diesem Falle der FS entzogen.EIn guter Anwalt kann aber verhindern,daß der FS nach Ungarn zurückgeschickt wird.Das ist der Unterschied.Damit bei Zeiten die FE in D wieder hergestellt wird müssen die Auflagen erfüllt werden. Erst dann wird der HU-FS abgegeben und Zug um Zug ein D-FS ausgestellt.