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  • »Dunkelbunt1976« ist weiblich
  • »Dunkelbunt1976« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 20

Registrierungsdatum: 16. Januar 2015

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1

Sonntag, 29. April 2018, 08:52

Fragen wegen unverschuldetem Unfall mit EU-FS

Hallo,

ich hatte am Freitag einen Unfall. Unverschuldet. Mir ist jemand hinten rein gefahren. Mein Beifahrer hat seitdem Angstzustände, da der Unfall auch wirklich nicht ohne war und wir sehr viel Glück hatten, daß nichts schlimmeres passiert ist.
Der Beifahrer von mir hat nun einen Krankenschein genommen und will das alles bei der Versicherung des Unfallverursachers angeben, Schmerzensgeld, etc.! Die wird ja auch meinen Schaden etc. bezahlen. (Mein Wagen und der Wagen des Verursachers ist Totalschaden.)

Ich hab nun irgendwie Angst, daß die Versicherung des Gegners alles versuchen wird um das alles nicht zu bezahlen und ich frage mich, ob die mir irgendwas kann.

Ich hatte vor 2 oder 3 Jahren schon mal einen Unfall, da hat meine Lebensgefährtin hier geschrieben. Da hat die Polizeu ja versucht, (und da war ICH Schuld) mir den FS wegzunehmen, aber dank Warnack lief alles gut für mich und das Verfahren wurde eingestellt. Ich konnte zwar für die Zeit nicht fahren, aber den FS hab ich erst gar nicht aus der Hand gegeben, und gefahren bin ich nicht, weil Warnack /also mein RA, mir geraten hatte für die Dauer des Verfahrens, daß die Polizei einleitete, nicht zu fahren. (Das Verfahren wurde ja eingeleitet, weil die Polzei mir unterstellte, dass ich ja eigentlich keinen FS habe, den die BRD anerkennen würde. Ich also ohne gültigen FS gefahren wäre.)

Jedenfalls DAMALS war das Ende vom Lied, daß man das Verfahren einstellte, und ich meinen FS behalten durfte. Weil rechtmässig erworben, etc.! (Ich hatte auch schon indestens 6 Polizeikontrollen, wo immer alles o.k. war mit dem FS.)

Ich erwähne das nur, weil es vielleicht etwas darüber aussagen könnte, ob die Versicherung des Unfallverursachers mir etwas kann, für den Fall, daß die DARÜBER versucht die ganze Sache so darzustellen, daß kein Versicherungsfall besteht, ich habe nämlich vor folgender Sache Angst:

Da die ganzen Ansprüche, die an die Versicherung des Unfallverursachers gestellt werden, wohl ziemlich hoch sein werden, vor allem auch wegen meines Beifahrers, habe ich Angst, daß die Versicherung irgendwie auf meinen FS aufmerksam wird (wie weiß ich auch nicht^^ .. aber man weiß ja nie.. vielleicht bekommen die ja igdwie 'ne Kopie oder so^^) und den in Frage stellen wird. Und das Ende vom Lied wird sein, daß ich auf dem Schaden sitzen bleibe und mein Lappen auch noch weg ist oder so.

Hat hier schon mal jemand sowas erlebt? Oder weiß jemand, ob meine Angst berechtigt ist?

Ich denke mal, daß Leute wie wir, die ihren FS im Ausland gemacht haben, oftmals ständig Angst haben müssen, daß man ihren FS in Frage stellt und ich hab wahrscheinlich schon Paranoia ... Allerdings habe ich da aber auch schon Dinger erlebt, im Bekanntenkreis..daß ich mich sowieso wundere und echt dankbar bin, daß ich meinen FS noch hab. Aus dem Grund denke ich, kann man gar nicht vorsichtig genug sein und sollte alle Möglichkeiten bedenken.

(Ein sehr guter Kumpel von mir, hat den FS schon 3x im Ausland gemacht und 3x wieder verloren. Immer direkt bei der 1.Verkehrskontrolle, in derselben Stadt wie ich.)

Was denkt ihr, kann mir die gegnerische Versicherung unter gewissen Umständen etwas?

Liebe Grüße und lieben Dank.

  • »antiktrader« ist männlich

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2

Sonntag, 29. April 2018, 09:45

Primär wird bei der Schadenserstattung erstmal der genaue Sachschaden festgestellt. Und wenn der hoch ist - hat die Versicherung vom Unfallverursache den Schaden zu bezahlen.

Ich gehe davon aus dass Du den Unfall von der Polizei hast aufnehmen lassen, die werden wahrscheinlich Deinen FS eingesehen haben - und Dir wieder ausgehändigt ohne weitere Kommentare - also steht für die Versicherung fest dass Du legal in Deutschland ein Auto fahren darfst.

Die Feinheiten der Schadenserstattung ist vielfältig, ich rate Dir ganz dringend die komplette Schadensabwicklung über einen fähigen, auf das Sachgebiet spezialisierten Anwalt abwickeln zu lassen. Die Verursacherfrage ist ja hinreichend geklärt, Du bist an der Ampel/Kreuzung gestanden und dann kracht Dir der Hintermann ins Heck rein....

Anfallende Anwaltskosten hat die Verursacherversicherung zu übernehmen, hierzu kurz bei der Versicherung nachfragen und eine entsprechende Bestätigung zusenden lassen.
„Irgendwann werden alle erkennen, dass wir es nur miteinander schaffen können, mit Menschenliebe und Humor. Weil der Humor nämlich das ist, was uns grundlegend von Terroristen und Fanatikern unterscheidet.“

@Mama Bavaria Nockherberg 2016 (Luise Kinseher)

Dome

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3

Sonntag, 29. April 2018, 14:42

Wenn du nicht schuld bist hast du Anspruch auf Gutachter Rechtsanwalt und Ersatzwagen.

Ohne RA macht das wenig sinn. Wird sowieso von der gegnerischen Versicherung alles übernommen.

falo

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4

Sonntag, 29. April 2018, 21:09

Ích würde auch auf jeden Fall bei so schweren Folgen und keiner Schuld zu einen RA raten.

Der sorgt halt für die Chancengleichheit gegenüber der Versicherung und sorgt afür das du alle möglichen Leistungen eher bekommst.

Aufpassen must du mit einen Leihwagen das gibt sehr häufig ärger weil die Versicherungen nicht alle Kosten übernehmen da bleibt man oft auf Teilkosten sitzen.
Gerade beim (wirtschaftlichen) Totalschaden bezahlen die Versicheurngen oft nur sehr kurz einen Leihwagen.

  • »Dunkelbunt1976« ist weiblich
  • »Dunkelbunt1976« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 20

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5

Montag, 30. April 2018, 08:28

Primär wird bei der Schadenserstattung erstmal der genaue Sachschaden festgestellt. Und wenn der hoch ist - hat die Versicherung vom Unfallverursache den Schaden zu bezahlen.

Ja genau.das ist alles schon passiert. :)

Ich gehe davon aus dass Du den Unfall von der Polizei hast aufnehmen lassen, die werden wahrscheinlich Deinen FS eingesehen haben - und Dir wieder ausgehändigt ohne weitere Kommentare - also steht für die Versicherung fest dass Du legal in Deutschland ein Auto fahren darfst.

Ja .. auch da hast Du Recht. Das hab ich mir dann auch mal so gedacht, NACHDEM ich das Thema hier aufgemacht hab. Aber ich bin da trotzdem immer total ängstlich. Die, die meine Geschichte und mein Pech kennen, können das auch immer nachvollziehen, daß ich da so ängstlich/paranoid bin. ALLERDINGS, seit ich Herrn Warnack an meiner Seite habe, hatte mich 'das Pech verlassen' ^^ und dank Herrn Warnack hatte ich dann nur noch Glück (bzw. juristisches Können).
Und nun musste ich gerade erfahren, daß Herr Warnack kürzlich verstorben ist. (Was ein Verlust .. für so viele Menschen. Ich bezweifel, daß sein jur. Können/Wissen zu ersetzen sein wird..wenn man sich mal seine sehr lange Erfahrung auf dem Gebiet anschaut.)

Die Feinheiten der Schadenserstattung ist vielfältig, ich rate Dir ganz dringend die komplette Schadensabwicklung über einen fähigen, auf das Sachgebiet spezialisierten Anwalt abwickeln zu lassen. Die Verursacherfrage ist ja hinreichend geklärt, Du bist an der Ampel/Kreuzung gestanden und dann kracht Dir der Hintermann ins Heck rein....


Ja..einen RA haben wir. Der wurde uns vom Gutachter empfohlen, den wir ausgesucht haben. (Fachanwalt für Strassenverkehr, Unfälle, Schmerzensgeld usw.) Zum Glück haben wir den Gutachter nämlich noch wechseln können, denn die Versicherung des Unfallverursachers hat direkt reagiert nach dem Unfall. Und zwar folgendermaßen. Da die Polizei auch unsere E-Mail-Adresse mit aufgenommen hatte, hatten wir, als wir gerade nach Hause kamen (der Unfall war gerade mal 2h her) eine Mail in der Inbox, in der, relativ originalgetreu,folgender Wortlaut stand: 'Wie telefonisch mit Ihnen vereinbart schicken wir Ihnen die Bestätigung, über den Termin den Sie mit uns und dem Gutachter vereinbart haben (Gutachter von der Versicherung des Verursachers natürlich). Des weiteren können Sie sich an XY (bestimmten Autoverleih) wenden um ein Ersatzfahrzeug anzumieten oder die Nutzungsausfallentschädigung beanspruchen, die wir mit 38€ brutto (also Benzin etc. schon mit eingerechnet) berechnet haben. Für den Fall, daß es sich bei dem Schaden um einen Totalschaden handelt, hatten wir vereinbart, daß Sie Ihr Fahrzeug an uns übergeben, da wir einen weitaus besseren Restpreis aushandeln können, als Sie es können werden.'

Ääähm HALLO??? Bis dato hatte ich noch KEINE Silbe mit der Versicherung des Unfallverursachers (dem, auch laut Polizei, Schuldigen) gesprochen. Ich hatte NICHTS vereinbart. Natürlich habe ich dies auch direkt an die geantwortet. Nämlich daß GAR NICHTS vereinbart wurde, da ich noch gar kein Wort mit denen gewechselt hatte. Hab allem widersprochen und gesagt, daß ich schon einen Gutachter habe.

Ich fand das unglaublich, daß die da direkt was rausschicken, so als wäre das mit MIR so abgesprochen gewesen.

Anfallende Anwaltskosten hat die Verursacherversicherung zu übernehmen, hierzu kurz bei der Versicherung nachfragen und eine entsprechende Bestätigung zusenden lassen.


Aha. Also mir etwas zusenden lassen habe ich noch nicht. Aber einen Termin beim Anwalt habe ich.

Ohne RA macht das wenig sinn. Wird sowieso von der gegnerischen Versicherung alles übernommen.

Auch Dir lieben Dank für Deinen Rat.

Ích würde auch auf jeden Fall bei so schweren Folgen und keiner Schuld zu einen RA raten.
Der sorgt halt für die Chancengleichheit gegenüber der Versicherung und sorgt afür das du alle möglichen Leistungen eher bekommst.


Ja..ich hoffe, der RA, den mir unser Gutachter empfohlen hat, macht seinen Job gut. Vom Gutachter.. den mir ein Freund empfohlen hat bin ich bis jetzt nämlich nicht so angetan. Ich habe nämlich gelesen, daß man dem Gutachter alle Reparaturen/Verbesserungen des Wagens nennen soll, die zeitlich nicht lange zurück liegen, denn das würde die Summe des Wiederbeschaffungswertes erhöhen, und der wollte das gar ned wissen und anscheinend wusste der nicht mal, warum ich ihm das gesagt habe. Ich habe nämlich erst vor 2 Wochen Bremsen und noch paar andere Dinge erneuern lassen (also habe mehrere 100€ erst kürzlich hineingesteckt), da ich nämlich mit dem Wagen bald zum TÜV gemusst hätte. Aber das hat den Gutachter nicht interessiert, Belege darüber wollte er nicht .. notiert hat er es auch nicht.

Ich denke der Zug ist abgefahren, aber wenn ich das vorher gewusst hätte, und bei dem schlechten Eindruck, den ich von dem habe, würde ich den Gutachter am liebsten wechseln.

Aufpassen must du mit einen Leihwagen das gibt sehr häufig ärger weil die Versicherungen nicht alle Kosten übernehmen da bleibt man oft auf Teilkosten sitzen.
Gerade beim (wirtschaftlichen) Totalschaden bezahlen die Versicheurngen oft nur sehr kurz einen Leihwagen.


Also in der Mail von der Versicherung, die ich vorhin erwähnte, stand was davon, daß die für 1 Woche Leihwagen/Nutzungsausfall berechnet hätten. Laut eines Urteils eines OLG muss eine Versicherung aber bis zu 26 Tage gewähren, vor allem wenn es sich um einen Totalschaden handelt, da man nicht verlangen kann, daß der Neukauf eines Autos mal eben zwischen Tür und Angel erledigt wird.

Witzig find ich ja auch meinen Beifahrer. Der hat ja wirklich irgendwelche psychischen Auswirkungen seitdem. (Ich denke das liegt aber auch daran, weil der schon öfter an Unfällen beteiligt war und dieser hier hat ihm jetzt den Rest gegeben.) Jedenfalls scheint der zu glauben, daß das alles so glatt über die Bühne gehen wird. So nach dem Motto..mein Hausarzt bestätigt, dass ich Krankenschein hab und welche Beschwerden ich hab und dann bezahlt die Versicherung.
Ich glaub aber nicht, daß das alles so einfach gehen wird, wie der sich das vorstellt, denn so viel ich weiß, muss das alles durch einen Gutachter der Versicherung auch wieder bestätigt werden?! Oder denkt Ihr, das reicht wirklich, wenn der von seinem Hausarzt da irgendwelche Attests einreicht?

In jedem Fall, lieben Dank Euch allen.

(Das Forum hier ist einfach genial. Über das Forum hier, hab ich (bzw. meine Freundin) ja damals auch den Ulf/Oberklops gefunden. Hab jetzt seit 2010 meinen EU-FS. Und man hat schon versucht ihn mir abzunehmen, wurde alles eingestellt. Hatte auch schon etliche Verkehrskontrollen in BRD und auch im Ausland. Immer alles okay gewesen.
Daß man versucht hatte mir den abzunehmen lag an einem verschuldeten Unfall. Bei meinen Verkehrskontollen hatte ich nie Probleme. Hab das mal hier bei geschrieben für den Fall, daß das Leute interessiert, die den EU-FS erst seit kurzem haben/sich überlegen diesen zu machen.)