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Urquell

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Montag, 9. Oktober 2006, 19:29

Umschreibung einer ausländischen Fahrerlaubnis


Umschreibung einer ausländischen Fahrerlaubnis - EU/EWR-Staaten


Sie besitzen einen Führerschein aus einem der folgenden Staaten:
EU: Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Gibraltar, Griechenland, Großbritannien, Italien, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern.
EWR: Island, Liechtenstein, Norwegen.
Persönliche Vorsprache:
Eine Vertretung zur Antragstellung ist nicht möglich, da der Kartenführerschein Ihre Unterschrift beinhaltet, die bereits bei Antragstellung geleistet werden muss.

Antrag:
Wird bei Ihrer Vorsprache von uns ausgedruckt.

Folgende Unterlagen bringen Sie bitte mit:

* Reisepass oder Personalausweis

* 1 Passfoto, 35x45 mm, neuere Aufnahme, ohne Kopfbedeckung

* Ausländischen Führerschein im Original
Der ausländische Führerschein muss zum Zeitpunkt der Beantragung der Umschreibung noch gültig sein.

* Nachweis über die Dauer des Besitzes des ausländischen Führerscheines
Dieser separate Nachweis ist nur erforderlich, wenn sich die Dauer des Besitzes nicht aus dem ausländischen Führerschein ergibt

* Gesundheitsnachweis und Nachweis über das Sehvermögen
Diese Nachweise benötigen Sie nur, wenn Sie im Besitz befristeter Fahrerlaubnisklassen (C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D, DE) sind und diese umschreiben möchten/müssen. Beachten Sie dazu bitte die ergänzenden Ausführungen weiter unten auf dieser Seite unter der Überschrift "Dies sollten Sie noch beachten:"

Gebühren:
Umschreibung ohne Festsetzung einer Probezeit: 35 EUR
Umschreibung mit Festsetzung einer Probezeit: 35,80 EUR

Sonstige Hinweise:
Der ausländische Führerschein muss durch das Landeskriminalamt auf Echtheit überprüft werden. Diese Überprüfung nimmt ca. zwei bis drei Wochen Zeit in Anspruch. Während dieser Zeit müssen Sie Ihren Führerschein abgeben.

Der deutsche Kartenführerschein wird zentral durch die Bundesdruckerei in Berlin hergestellt; sobald er vorliegt, werden Sie schriftlich benachrichtigt.
Die Abholung ist persönlich mit Personalausweis oder Reisepass aber auch durch Bevollmächtigte möglich; Bevollmächtigte benötigen eine schriftliche Vollmacht sowie Ihren Pass oder Personalausweis und müssen sich selbst durch ein Ausweisdokument legitimieren können.

Bei Aushändigung des deutschen Kartenführerscheines müssen Sie Ihren ausländischen Führerschein endgültig abgeben.

Die Bearbeitungszeit dauert ca. 4 Wochen.

Dies sollten Sie noch beachten:
Mit rechtmäßig erworbenen EU- bzw. EWR-Fahrerlaubnissen, die zeitlich unbefristet erteilt wurden, dürfen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland Kraftfahrzeuge der entsprechenden Klassen geführt werden. Eine Umschreibung ist dann nicht vorgeschrieben.


Mit befristeten EU- bzw. EWR-Fahrerlaubnissen der Klassen C, CE, D, D1, D1E und DE oder Klassen die diesen entsprechen, dürfen entsprechende Kraftfahrzeuge trotz möglicher längerer Geltungsdauer nur noch 6 Monate in der BRD geführt werden, wenn bei Erstanmeldung in der BRD InhaberInnen diese Fahrerlaubnis mehr als fünf Jahre besitzen oder das 50. Lebensjahr vollendet haben

Befristete EU- bzw. EWR-Fahrerlaubnisse der Klassen C1 und C1E oder Klassen die diesen entsprechen. dürfen bei Vollendung des 50. Lebensjahres ebenfalls nur noch für 6 Monate genutzt werden

Dann müssen diese Fahrerlaubnisse - trotz möglicher längerer ausländischer Geltungsdauer - nach den Bedingungen der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) in eine deutsche Fahrerlaubnis umgeschrieben werden.

Folgende Unterlagen sind in diesem Fall noch erforderlich:

* Gesundheitsnachweis bei den Klassen C, C1, CE und C1E ohne Altersbegrenzung sowie bei den Klassen D, D1, DE und D1E bis zum vollendeten 50. Lebensjahr durch eine Bescheinigung eines Arztes nach Wahl


* Positives medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU) einer amtlich anerkannten Untersuchungsstelle oder wahlweise Facharztgutachten eines Arbeits- oder Betriebsmediziners ab dem 50. Lebensjahr bei den Klassen D, D1, DE und D1E

* Nachweis des Sehvermögens bei diesen Klassen durch ein augenfachärztliches Zeugnis oder Gutachten

* Gebühr bei Umschreibung befristeter Fahrerlaubnisklassen: 42,60 EUR

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Urquell« (9. Oktober 2006, 19:31)