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Mickey123

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  • »Mickey123« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 26. Juni 2018, 21:13

Franzose hat frz Führerschein in Dtl verloren

Guten Abend,

ich habe kürzlich schon in einem anderen Thread zu Thema EU Führerschein gepostet wg meinem Freund, dem sehr wahrscheinlich eine MPU droht.

Was ich vergessen habe: er hat ja gar keinen deutschen, sondern einen französischen Führerschein (gehabt). Wie sieht es hier rechtlich aus? Da es in Frankreich ja keine MPU gibt, kann er dann in der gegebenen Situation: französischer Führerschein, (sehr wahrscheinliche MPU-Androhung aus Dtl) seine Fahrerlaubnis nach Ablauf der Sperrfrist einfach wieder in Frankreich beantragen? Mit dem Argument, dass es ja in dem französischen Recht keine MPU gibt?

Kennt sich hier jemand aus?

Flips

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2

Dienstag, 26. Juni 2018, 22:38

Klar . darf damit halt nicht in Deutschland fahren

Mickey123

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3

Mittwoch, 27. Juni 2018, 05:58

Bist du dir da sicher? Also kann sich ein EU Land weigern, die Fahrerlaubnis eines anderen EU-Landes anzuerkennen, weil die nationale Gesetzgebung anders ist?

Wo wäre da rechtlich der Unterschied zwischen neuem Führerschein Frankreich und einem zurückerhaltenem Führerschein in Frankreich?

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4

Mittwoch, 27. Juni 2018, 08:49

Nach der Sperrfrist darf er wieder Fahren. Jetzt genauso bis zum Entzug.

Wenn die FSSt eine MPU auflage erteilt, dann schaut es Madig aus.

Flips

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5

Mittwoch, 27. Juni 2018, 10:20

Der unterschied ist das durch die Neuerteilung im EU Ausland die Eignungszweifel durch die ausländische Behörde quasi ausgeräumt sind.

Da ja eine andere Behörde ohne Bedenken einen NEUEN FS ausgestellt hat.

Besteht in D eine MPU auflage für den ALTEN FS aus Frankreich, darf man damit nicht in D fahren.

Das heisst um die MPU zu umgehen u damit in D wieder fahren zu dürfen, müsste dein freund einen EU FS in einem anderen Land machen.

Oder MPU machen

Der Beitrag von »Flips« (Mittwoch, 27. Juni 2018, 10:20) wurde aus folgendem Grund vom Autor selbst gelöscht: doppelpost (Mittwoch, 27. Juni 2018, 10:21).

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7

Mittwoch, 27. Juni 2018, 13:51

Nach der Sperrfrist darf er wieder Fahren. Jetzt genauso bis zum Entzug.

Wenn die FSSt eine MPU auflage erteilt, dann schaut es Madig aus.


Leider nicht.
Mit dem Entzug geht die Aberkennung des Rechts im Inland Kfz führen zu dürfen einher.
Sprich, zum Entzug gibt es immer die NU dazu.
Nach der Sperrfrist müsste das Recht auf Nutzung beantragt werden, endet in der MPU-Auflage.
Hier hilft wie schon geschrieben nur neu oder MPU.
E30 - was sonst?

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8

Mittwoch, 27. Juni 2018, 15:18

@Cabrio,

nicht alle FSST machen es so. Wenn Du richtig gelesen hättest, dann würdest das GGf. nicht schreiben.

Bei einen Freund von mir, auch F Mann war es wie beim TS, und der hat auch keine NU bekommen.

falo

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9

Mittwoch, 27. Juni 2018, 15:34

Alles etwas merkwürdig ...

Wie kann Deutschland eine Ausländische FE entziehen ?

Wenn jemand in D mit ausländischer FE auffällt geht kein entzug sondern es wird die NU ausgesprochen und die austellenen Behörde auch darüber informiert.
Jetzt kann naürlich hier Frankreich eigene Maßnahmen ergreifen wie z.B. ein Entzug.

Wird dan nach den Entzug in Frankreich die FE prüfungsfrei wiedererteilt ist das immer noch die 'Alte' FE für die immer noch eine Dt. NU zählt.


Zitat

Bei einen Freund von mir, auch F Mann war es wie beim TS, und der hat auch keine NU bekommen.

Und wie sicher bist du dir das es sich wirklich so abgespielt hat nicht das dein Freund dir die NU verschweigt oder nicht selber die NU verstanden hat ?

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10

Mittwoch, 27. Juni 2018, 17:15

@charlie:
Erst informieren, dann posten :knips:

https://dejure.org/gesetze/StGB/69b.html

Das wird immer gleich gehandhabt, nur bekommst du keinen feststellenden Bescheid, die Aberkennung wird dir im Strafbescheid in Form diverser Paragraphen mitgeteilt.
Nach Ablauf der Sperrfrist kannst du das Recht auf Nutzung beantragen, es lebt nicht automatisch wieder auf.
E30 - was sonst?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »CabrioM50B32« (27. Juni 2018, 17:20)


Mickey123

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11

Mittwoch, 27. Juni 2018, 19:04

Danke für die Aufklärungen!
Nach der Sperrfrist darf er wieder Fahren. Jetzt genauso bis zum Entzug.

Wenn die FSSt eine MPU auflage erteilt, dann schaut es Madig aus.

Der Führerschein wurde an Ort und Stelle von der Polizei eingezogen...
Und nach MPU sieht es leider aus

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12

Mittwoch, 27. Juni 2018, 19:27

Folgendes passiert:
Der FS wird an die ausstellende Behörde geschickt, hierzulande ergeht Strafbefehl nebst Aberkennung des Rechts blablub.
Die Aberkennung ist hier quasi inklusive, in diese Falle sind schon viele getappt, weil sie dachten, nach der Sperre einfach rein in die Karre und ab.
Großer Irrtum.
Die MPU-Auflage kann erst kommen, wenn hierzulande der Antrag auf das Recht zum führen von Kfz in Verbindung mit ebendiesem FS gestellt wird.
Wartet man hier nur das Ende der Sperrfrist ab (den FS bekommt man evtl. in F ohne weitere Hürden zurück) und fährt dann einfach wieder handelt es sich um FoFE.
Erneute Eignungsmängel nach Erwerb des EU-FS nennt sich das landläufig, in Folge ist der FS für D verbrannt.
Ohne MPU ist das Ding in D wertlos, von halbseidenen erweiterungen und Umschreibungen rate ich ab, weil alles auf einem für D mit einer NU versehenem FS aufbaut.
Entziehen kann die deutsche Behörde die ausländische FE nicht, wohl aber beschlagnahmen und nach geltenden nationalen Vorschriften einschränken.
E30 - was sonst?

Mickey123

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13

Mittwoch, 27. Juni 2018, 20:03

Also wenn ich dich korrekt verstanden habe:
  1. er hat aktuell keine Fahrerlaubnis mehr in Deutschland
  2. er hat aber aktuell noch eine Fahrerlaubnis außerhalb Deutschlands
  3. die generelle Fahrerlaubnis (d.h. für Länder außerhalb Deutschlands) kann nur von dem französischen Staat aberkannt werden und ist dann mit entsprechendem Bescheid gültig
  4. wenn das korrekt ist, wer legt dann die Sperrfrist fest? Dtl oder Frankreich?
  5. sollte die 1,6 Promille-Grenze überschritten sein, so darf er nach Ablauf der Sperrfrist ohne MPU zwar im europäischen Ausland aber nicht in Dtl fahren
  6. um in Dtl wieder fahren zu dürfen, muss er entweder MPU machen oder neuen EU FS nach Ablauf der Sperrfrist z.B. in Frankreich

Stimmt das?

Flips

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14

Mittwoch, 27. Juni 2018, 23:20

1 ja
2 ja
3 jein - wenn er in holland besoffen fährt entscheidet die dortige behörde . so wie zuvor auch in D. Ganz entziehen können aber nur die Franzosen.
4. keine Ahnung
5.ja
6.ja

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15

Donnerstag, 28. Juni 2018, 08:43

4. Deutschland

Zumal er seinen Hauptwohnsitz hier hat, demnach der FEV unterliegt, das immer mit beachten.
E30 - was sonst?

Flips

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16

Donnerstag, 28. Juni 2018, 18:51

Nachtrag zu 5.

Er kann jederzeit im EU Ausland fahren - Sperre gilt nur für Deutschland.

Richtig Cabrio?

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17

Donnerstag, 28. Juni 2018, 19:05

So ist es.
E30 - was sonst?

Mickey123

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18

Sonntag, 1. Juli 2018, 13:12

Vielen Dank für die Aufklärung!

Ändert sich etwas an der rechtlichen Lage, wenn er seinen Wohnsitz in Dtl hat?

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19

Sonntag, 1. Juli 2018, 17:25

Er unterliegt damit den nationalen Regelungen, ändert aber eigentlich nichts.
E30 - was sonst?

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