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Sinci2006

Anfänger

  • »Sinci2006« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3

Registrierungsdatum: 5. Mai 2017

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1

Freitag, 5. Mai 2017, 16:23

Kurz vor Entzug - Umschreibung UK-FS

Hallo zusammen,

ich habe mir hier schon die Augen wundgelesen, habe aber zu meinem speziellem Fall nichts aussagekräftiges gefunden.

Zu den Fakten:
- 2016 wegen Einfuhr und Besitz BtM (Cannabis) verurteilt.
- Nie im Strassenverkehr positiv getestet (Also keine sog. Drogenfahrt).
- Führerscheinstelle ordnete MPU an, da ich im Verfahren ausgesagt habe 10-15 Jahre nahezu täglich konsumiert zu haben.
- MPU ist negativ ausgefallen und ich habe das Ergebnis der Führerscheinstelle zukommen lassen (ich wusste nicht, dass man das nicht muss....)
- Aufgrund des MPU-Ergebnisses wird der Entzug angeordent.
- Habe meinen (noch) gültigen FS jetzt in England in einen englischen bzw EU- FS umschreiben lassen (wohnsitz ist alles ordnungsgemäß gemeldet, keine Massenwohnung o.ä.)
- Ich bekomme keine Sperrfrist, da es ja kein verkehrsrelevantes Strafverfahren gegen mich gibt bzw gab und auch keins kommen wird, da ich im Strassenverkehr nie negativ aufgefallen (außer mal geblitzt, Kleinigkeiten...)


Meine Frage, auch wenn mir die deutsche FE nun entzogen wird, darf ich dann mit dem UK/EU-Führerschein in Deutschland und dem europäischem Ausland fahren?

Da ich durch das Verfahren aus 2016 (BtM) auf Bewährung bin muss und will ich unter allen Umständen ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis vermeiden.


Ich danke für die Antworten und bitte nur um Antwort wenn man sich sicher ist und dieses ggf. mit Gesetzestexten belegen kann.

Viele Grüße

zap

Fortgeschrittener

Beiträge: 592

Registrierungsdatum: 6. September 2013

Führerschein aus: D

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2

Freitag, 5. Mai 2017, 16:27

Nein

falo

Fortgeschrittener

Beiträge: 586

Registrierungsdatum: 22. Mai 2015

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3

Freitag, 5. Mai 2017, 17:23

Meine Frage, auch wenn mir die deutsche FE nun entzogen wird, darf ich dann mit dem UK/EU-Führerschein in Deutschland und dem europäischem Ausland fahren?

Mit dem Tag des Entzuges steht deine Nichteigung fest, damit sind für Deutschland ALLE FS/FE betroffen die du am tag des Entzugs schon hattest, dementsprechend darfst du mit den UK FS nicht in D fahren.

Außerdem vermute ich ziemlich stark das dein UK-FS eh eine komplett fälschung ist die gerne auf den diversen Seiten für Ca. 700€ verkauft werden und nirgentwo registriert sind.
Grund ist auch das du nur eine EU-FE haben darfst und wenn der wirklich eine gültige UK-FE erworben hättest wäre deine D FE gleichzeitig eingezogen worden.

Sinci2006

Anfänger

  • »Sinci2006« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3

Registrierungsdatum: 5. Mai 2017

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4

Freitag, 5. Mai 2017, 17:53

Hi Falo,

danke für die Antwort.
Also ein Fäkschung wird es nicht, sein da ich damit bei der englischen Führerscheinbehörde in Swansea ( DVLA ) gewesen bin. also ich war auch persönlich vor Ort und habe den Antrag meinen Perso usw dort abgegeben.

Habe entsprechend auch meine D-FE dort abgeben, die wird geschreddert wurde mir gesagt.
Habe auch bevor die FEB meine D-FE einziehen konnte auf diese freiwillig verzichtet. Daher dürfte die D-FEB kein Weisungsrecht mehr für mich haben.

Alles ein bisschen speziell in meinem Fall....


Update :sw68:

Es gibt zum Beispiel §28 der Fahrerlaubnisverordnung. Dieser besagt,
dass derjenigen, der in Großbritannien eine Auto- oder
Motorradfahrerlaubnis erlangt, die betreffende Fahrzeugklasse auch in
Deutschland unbegrenzt fahren darf. Wichtig ist, dass Sie sich dafür in
Großbritannien niederlassen müssen und den ersten oder zweiten Wohnsitz
dort haben müssen. Für Touristen gelten sechs Monate als Zeit für einen
festen Wohnsitz. Maßgeblich ist dabei der Zeitpunkt der Einreise ins
Land. In dieser Regelung liegt allerdings ein Haken: In Großbritannien
gibt es keine Meldepflicht wie hier in Deutschland oder in vielen
anderen Ländern der EU. Das wiederum bedeutet, dass Sie nicht einmal
dort leben müssen – diesen Fakt dürfen Sie natürlich nicht laut publik
machen. Insofern kann die Fahrerlaubnis nach Art. 7 Abs. 1 der
Richtlinie 91/439 der EG erteilt werden. Das Meldegesetz geht von der
185-Tage-Regelung aus und ermöglicht eine Wiedererteilung des
Führerscheins, wenn Sie für diese Zeit mindestens den zweiten Wohnsitz
in Großbritannien hatten. Nachweisen müssen Sie dies allerdings nicht.
Rechtlich gesehen bewegen Sie sich hier in einer Grauzone. Idealerweise
könnten Sie nachweisen oder zumindest glaubhaft machen, dass Sie sich in
Großbritannien aufgehalten haben, etwa indem Sie eine Adresse von
Freunden oder Bekannten angeben können, bei denen Sie gewohnt haben.

- Kann ich da ich öfters beruflich in England bin bzw war.


Außerdem:

Hier kommt das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz zum
Tragen, das im Aktenzeichen 7 B 11021/05. OVG vom 15.08.2005
festgehalten hat, dass die deutschen Vorschriften zur
medizinisch-psychologischen Untersuchung in anderen Ländern keinen
Bestand haben. Sie können demnach einen EU Führerschein erwerben, selbst
wenn laut deutschem Recht die Verpflichtung zur MPU für Sie vorliegt.
Sie müssen allerdings nachweisen können, dass Sie die normale
Führerscheinprüfung in Deutschland bestanden haben, daher gilt auch,
dass Sie den englischen Auto- oder Motorradführerschein nur dann
bekommen, wenn Sie bereits über eine Fahrerlaubnis innerhalb der EU
verfügen.

- Habe ich ja zum zeitpunkt der Umschreibung noch.

Und:

Die Ämter verlangen hierzulande keine Umschreibung des Führerscheins,
der in einem anderen Land der EU ausgestellt worden ist. Alle diese
Führerscheine haben immer noch ihre Gültigkeit, auch wenn sie nicht auf
den deutschen Ausweis umgestellt wurden. Es ist aber sinnvoll, den
deutschen EU Führerschein in einen britischen umschreiben zu lassen,
denn so ist er vor einem Zugriff durch die Behörden geschützt. Das ist
nur dann möglich, wenn Sie noch im Besitz des Dokuments sind, wenn Sie
das Fahrerlaubnisdokument bereits abgeben mussten, bringt das nichts
mehr. Sie bekämen keinen neuen Ausweis in Großbritannien ausgestellt.

- Auch alles so passiert, der Entzug wurde angedroht, aber ich war in dem Fall schneller. Habe meinen (noch) gültigen FS bei der britischen Behörde abgegeben (dieser wird bei Ausstellung des UK-FS vernichtet).

Also von meinem Rechtsverständis ist das zwar alles sehr Grauzonenmäßig aber nicht illegal.

Wäre super wenn da vllt schon mal jmd Erfahrungen gemacht hat und mir weiterhelfen könnte.

Danke & Liebe Grüße

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sinci2006« (5. Mai 2017, 18:24)


falo

Fortgeschrittener

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5

Freitag, 5. Mai 2017, 19:50

Also von meinem Rechtsverständis ist das zwar alles sehr Grauzonenmäßig aber nicht illegal.

Tja das ist halt dein Rechtsverständnis kombiniert mit den Werbe-Aussagen der FE Vermittler.

Zitat

Habe auch bevor die FEB meine D-FE einziehen konnte auf diese freiwillig verzichtet.

Das hat rechtlich die selbe Wirkung wie ein Entzug spart allerdings 150€ Kosten für den Entzugsverwaltungsakt.
Deswegen wird dein 'freiwilliger' Verzicht ja auch im ZVER und FAER mit den selben Tilgungsfristen von 10+5 Jahren eingetragen wie ein Entzug.

Alles was du VOR dem Entzug/Nutzungsuntersagung/Verzicht an FE erworben hast ist für Deutschland verbrannt und nicht mehr nutzbar weil an dem Tag hat D beschlossen das du ungeeignet bist,
alles was du DANACH machst da beginnt dann die Grauzone bzw. kann ist Legal sein weil du mit einer ORDNUNGGEMÄß erworbener EU-FE die Eignungszweifel in D ausgeräumt hast .

Dein Problem ist halt das bei dir der Fall 100% offensichtlich ist denn schon bei der ersten Kontrolle wo das Zentralregister abgefragt wird steht dann drin Entzug/Verzicht am z.B: 1.1.2017 und jeder
Polizist weiß wenn du ihn dann einen UK-FS mit einen Erteilungs-Datum VOR dem 1.1.2017 zeigst das der für D ungültig ist und es gibt ein FoFE Verfahren.

Wie geschrieben alles was nach dem 1.1.2017 erteilt wird kann Legal sein.
Aber auch nur dann wenn die FE nicht von deiner 'Verbrannte' D-FE umgeschrieben wurde aber das ist dann schonmal nicht so offensichtlich wie der Erwerb vor dem Entzug (bzw. vor ende der Sperrfrist falls eine verhängt wurde).


Es gibt meines Wissens keinerlei Möglichkeit eine FE für die man einen Entzug befürchtet irgentwie durch umschreiben/Ummelden/verlieren irgentwie zu retten.
Man kann natürlich das Dokument FS retten aber die dahinterstehene FE ist immer weg.

Sinci2006

Anfänger

  • »Sinci2006« ist der Autor dieses Themas

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6

Freitag, 5. Mai 2017, 20:28

OK schei*e!

Aber, wenn ich das all den ganzen Sachen die man im Netz zum Thema findet, richtig verstehe, dann muss Deutschalnd die FE eines EU-Mitgliedstaates anerkennen.
Ddas ist wohl 2012 vom EuGH per Urteil festgesetzt worden.

Und eine , in meinem Fall UK-FE, kann nur das Ausstellland entziehen. :sd21:

aber trotzdem danke für die schnelle und Detailierte Antwort.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sinci2006« (5. Mai 2017, 20:37)


7

Freitag, 5. Mai 2017, 20:56

Nur ein Neuerwerb räumt Eignungszweifel aus.
Umgeschrieben und prüfungsfrei alte Klassen wiedererteilt

falo

Fortgeschrittener

Beiträge: 586

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8

Samstag, 6. Mai 2017, 00:22

Hast du dir mal deine Verzichtserklärung auch mal durchgelesen ?
Ich möchte wetten das da dieser oder ein ähnlicher Satz drinsteht:
>"Mir ist bekannt, dass ich ab sofort kein führerscheinpflichtiges KFZ mehr führen darf und mir das Recht, von einem ausländischen Führerschein Gebrauch zu machen, aberkannt wird."


Und damit darfst du deinen bereits erteilten UK-FS in D nicht mehr benutzen, in allen anderen Ländern schon.

Und klar darf deutschland keine Ausländischen FE entziehen aber Sie dürfen die Nutzungs in D verbieten was halt mit den obrigen Satz auch gemacht wurde.


Das ganze betrift aber nur bereits beim Verzicht bestehene FE wenn dir jetzt eine neue EU-FE (ordnungsgemäß) NEUERTEILT wird dann muß D die auch anerkennen da hast du recht.

raver

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9

Samstag, 6. Mai 2017, 06:48

Und eine , in meinem Fall UK-FE, kann nur das Ausstellland entziehen.
Dieser UK-FE hast du doch nur bekommen, weil du deinen DE-FE (der in DE so zu sagen "verbrannt" ist) im Austausch dafür gegeben hast. Dieser war aber nichts mehr wert, da ihn die DE-Behörden dir in sowieso entzogen hätten.

Beiträge: 909

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10

Samstag, 6. Mai 2017, 07:28

So ist es.
Einzig eine komplett neue Erteilung bringt dir was.
Keine Erweiterung, kein Umschreiben, nur eine neue FE.
E30 - was sonst?

flo8034

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11

Samstag, 6. Mai 2017, 09:48

Machn Abstecher nach Polen

http://www.eu-fs-ohne-mpu.de/home/

Die sind seriös , das kannst du hier überall nachlesen .
Oder Frankreich , da gibts hier auch jemand .
Der meldet sich erfahrungsgemäss , wenn er das liest .

In 185+1 Tagen fährst du wieder richtig legal und den Schein nimmt dir auch keiner mehr , wenn du brav bleibst .
Alles andere würd ich sein lassen , gibt nur wieder Probleme

12

Sonntag, 7. Mai 2017, 17:23

Genau,entweder NU oder Neuerwerb. Komm das sind 6 1/2 Monate,wo ist da dass Problem. Probleme gibt es nur mit dem UK FS und die Agentur aus Stettin.
Umgeschrieben und prüfungsfrei alte Klassen wiedererteilt